Himmelsscheibe von Nebra

  • Neues von der Nebra-Scheibe

    Bekanntlich stellt die inzwischen berühmte und heiß diskutierte Scheibe von Nebra den Sternhimmel dar. Prominente Objekte sind Sonne, Mond, womöglich die Plejaden und zwei seltsame Bögen am Rand der Scheibe. Es liegt nahe, diese als Hinweise auf astronomische Marken zu sehen.

  • Echte Sterne auf der Himmelsscheibe!

    Kürzlich hatte ich davon berichtet, daß sich in der Himmelsscheibe von Nebra in Gestalt der beiden Randbögen womöglich die Azimutangaben für die Großen und kleinen Mondwenden verbergen, die den Rückschluß auf den Beobachtungsort von etwa 53,6 Grad nördlicher Breite unkorrigiert und refraktions- und parallaxenbereinigt etwa 52,6 Grad Nord ergeben. Damit liegt, im Rahmen der Meßgenauigkeit und Herstellungstoleranzen, der Beobachtungsort nicht allzu weit vom Fundort entfernt, zumindest in geographischer Länge.

  • Eine Astronomische Interpretation

    Die inzwischen recht berühmte Himmelsscheibe von Nebra ist archäologisch wie astronomisch ein ausgesprochen interessanter Gegenstand. Sie ist bereits an verschiedenen Stellen hinsichtlich ihres archäologischen, kulturhistorischen und astronomischen Bedeutung [1-4] bereits intensiv besprochen worden. Deswegen kann sich hier sofort dem eigentlichen Neuen zugewandt werden.

  • Ein früher Blick des Menschen ins Universum

    Am 23. Februar 2002 beschlagnahmte die schweizerische Polizei im Baseler Hilton-Hotel in einer krimireifen Aktion ein Fundensemble aus der frühen Bronzezeit (ca. 1600 v. Chr.), das kurz darauf dem Land Sachsen-Anhalt als dem rechtmäßigen Eigentümer überstellt wurde. Darunter befand sich die jetzt so benannte Himmelsscheibe von Nebra.

  • Eine archäoastronomische Sensation

    Es könnte die älteste bekannte Darstellung des gestirnten Himmels sein, 3600 Jahre alt und aus der Bronzezeit, oder eine clevere Kunstfälschung - so oder so wird die 'Sangerhausener Sternenscheibe' noch bis zum 28. April im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, Sachsen-Anhalt, sozusagen »erdfrisch« ausgestellt, bevor sich die Wissenschaft eingehend mit dem ungewöhnlichen Artefakt beschäftigen kann. In diesem Bundesland, nahe des Dorfes Sangerhausen, sollen die Scheibe und einige weitere Gegenstände auch bei illegalen Ausgrabungen im Jahre 1997 oder 1998 entdeckt worden sein.

  • Ein Unikat

    Ihren Namen mußte sie ändern, nachdem sich ein cleverer Geschäftsmann kurzerhand »Sternscheibe« als WWW-Domain registrieren ließ, und auch der ursprünglich vermutete Fundort stimmte nicht ganz: Jetzt feiern die Archäologen den Anfang des Jahres Raubgräbern abgejagten Fund aus Artikel 460 als die »frühbronzezeitliche Bronzescheibe mit Himmelsdarstellung von Nebra« - und sind seit dem 20.8. eifrig dabei, eine große bronzezeitliche Wallanlage auf dem Mittelberg im Ziegelrodaer Forst auszugraben, in der sie einst aus dem Boden gezogen wurde.

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