Astronomische Fachgebiete - Geschichte - Übersicht

Das astronomische Teleskop
Wenn der Sternfreund durch sein Teleskop auf die faszinierende, zerklüftete Oberfläche des Mondes blickt oder vom Anblick der Saturnringe gefesselt ist, mag er sich vielleicht nicht vergegenwärtigen, dass sein Instrument dieser Tage auf eine nahezu vierhundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Sicher, irgendwann hat jeder Sternfreund einmal etwas über die Entwicklung astronomischer Fernrohre gelesen, aber die gesamte lebhafte und wechselvolle Geschichte des Teleskops mit den bekannten Beobachtern aus dessen Pionierzeit dürfte den wenigsten Amateurastronomen bekannt sein.
Astronomische Uhren
Astronomie Computerprogramme besitzen viel genauere und sehr viel umfangreichere Anzeigen als traditionelle Astronomische Uhren. PCProgramme haben auch den Vorteil, dass ihre Anzeigen zeitlich vorwärts und rückwärts laufen können. Und dennoch geht von den mechanischen Astronomischen Uhren eine Faszination aus, die interessant ist und Spaß macht, ihnen nachzugehen. Die hier vorgestellten Astronomischen Uhren sind bis zu 600 Jahre alt. Ihre Vorgeschichte begann als große Turmuhren, dann folgte der Ausbau zu immer spezielleren Anwendungen bis sie als besonderer Entwicklungszweig der Uhrengeschichte als Monumentaluhren in Kirchen oder an Rathäusern endeten.
Astrolabium
Schon im Altertum bestand der Wunsch, den gestirnten Himmel in ebener Form nachzubilden. Dies führte zur Schaffung eines Handinstrumentes, das maßgerechte Wiedergabe ermöglichte und daher sowohl Messungen als auch Berechnungen auf geometrischem Weg erlaubte - das Astrolabium.
Geoffrey Chaucer - Abhandlung über das Astrolabium
Chaucer? Den kennt man doch. Wenn nicht durch die „Canterbury Tales“, dann vielleicht in der Figur des wortgewandten und spielsüchtigen Herolds in dem Film „Ritter aus Leidenschaft“.
Marsbeobachtungen
Der rote Planet Mars hat schon immer viele Menschen in seinen Bann gezogen. Das Bild links zeigt eine der allerersten erhaltenen Abbildungen des Mars mit der großen Syrte. Die Zeichnung stammt von Christian Huygens und wurde am 18. November 1659, abend gegen 19:00 Uhr angefertigt. Bevor Schiaparelli eine Nomoklatur für Oberflächendetails einführte, hatte die Große Syrte verschiedene Bezeichnungen; bei Huygens hieß sie Kaisersee, bei Herschel Sanduhrmeer.
Coma Berenices
Der reiche Galaxienhaufen im Sternbild "Haar der Berenice" (Coma Berenices) steht meist etwas im Schatten den berühmten Virgo-Haufens, der bereits seit Messier bekannt ist. Dieser bemerkte eine Häufung von Nebeln im Bereich der Jungfrau und 17 Objekte finden sich in seinem berühmten Katalog von 1784. Sind die hellsten Galaxien des Virgo-Haufens bereits im Feldstecher sichtbar (z.B. M 87 mit 8,6 mag), so benötigen NGC 4889 (11,5 mag) und NGC 4874 (11,9 mag) im Zentrum des "Coma-Haufens" (Abell 1656) bereits einen 4-Zöller [1]. Denn nach diesen klafft eine deutliche Lücke, gefolgt von einer großen Zahl schwacher Objekte.
Der bipolare Reflexionsnebel NGC 2163
Das Objekt wurde bereits 1922 von Hubble entdeckt und er beschreibt es als "uncatalogued comet nebula" [2]. Dort heißt er weiter: "It is surprising to find that so bright an object has been overlooked by observers".
Die Suche nach Vulkan
Der französische Mathematiker Urbain Leverrier wurde weltberühmt durch die rechnerische Entdeckung des Planeten Neptun. Weniger Glück hatte er mit der Berechnung der Merkurbahn, die ihm wie vielen Astronomen vorher und nachher harte Nüsse zu knacken aufgab. Der folgende Aufsatz schildert die Geschichte.
Ein Denkmal für Walter Baade
 
Walter Baade
Am 24. März vor 110 Jahren wurde einer der bedeutendsten Astrophysiker des vergangenen Jahrhunderts geboren, Walter Baade. Aus diesem Anlaß möchte der Verein "Sternfreunde Bad Salzuflen e. V." Baades astronomischen Werdegang in einem kleinen Buch vorstellen und seine hervorragenden Leistungen mit einer Gedenktafel würdigen.
Asaph Hall
Asaph Hall wurde am 15. Oktober 1829 in Goshun, Connecticut, geboren. Sein Vater war Uhrenfabrikant, die Geschäfte liefen aber leider schlecht. Er starb als Asaph 13 war. Der Sohn wurde Zimmermann, interessierte sich aber mehr für Architektur und befasste sich früh mit Mathematik, was ihn auch mit Astronomie in Berührung brachte.
Anton Kutter
Am 13. Juni 2003 jährte sich der 100. Geburtstag von Anton Kutter (1903-1985). Die Zeitschrift "Sterne & Weltraum" beabsichtigte 1985 einen Nachruf auf diesen bedeutenden Amateurastronomen zu bringen. Es blieb bei der Absicht [1].
Birr Castle
Wo steht das größte Dobson-Teleskop? Vielleicht irgendwo in den USA? Man hört ja von monströsen 40 Zöllern mit 5 m Brennweite, bei denen man auf abenteuerliche Weise zum Okular emporkraxeln muß. Weit gefehlt: Legen wir ruhig nochmal 32" drauf und erweitern die Länge auf das 3,5-fache, so sind wir bei Lord Rosse's Wahnsinnsfernrohr im Park von Birr Castle, Irland.
Lewis Swift
Wir befinden uns im späten 19. Jahrhundert, eine Zeit des Umbruchs von der visuellen Beobachtung zur Astrophotographie und schließlich zur modernen Astrophysik - und treffen auf einen bemerkenswerten amerikanischen Amateurastronomen, der in Europa relativ unbekannt sein dürfte: Lewis Swift.
David Peck Todd
Schaut man sich die Spalte "Other Observers" des NGC [1] an, so entdeckt man an acht Stellen den Namen Todd - einmal, bei NGC 4202, lediglich "Tod" (ein Druckfehler). In der Einleitung heißt es (übersetzt): "Todd. Eine Anzahl nebelhaft erscheinender Objekte wurden von Prof. D. P. Todd während seiner Suche nach dem ultra-Neptunischen Planeten gefunden aber ich habe lediglich acht von ihnen aufgenommen, da der nebelhafte Charakter der anderen sehr zweifelhaft schien".
Albert Marth
Marth wurde am 5. Mai 1828 in Kolberg, Pommern geboren und wurde früh zum Waisen [2]. Er studierte zunächst Theologie an der Berliner Universität. Sein Interesse an Mathematik und Astronomie war aber stärker und er begann ein Astronomiestudium bei Christian August Friedrich Peters in Königsberg, der Wirkungsstätte von Friedrich Wilhelm Bessel.
Hans Albrecht Bethe (1906-2005)
In den 1930er Jahren löste er eines der großen Rätsel der damaligen Astronomie: die Energieerzeugung der Sonne und der Sterne. Für diese bahnbrechende Entdeckung wurde ihm 1967 der Nobelpreis in Physik verliehen.
Karoline Lucretia Herschel
Karoline Lucretia Herschel war die erste Frau, die in der Astronomie volle Anerkennung fand. Geboren wurde sie am 16. März 1750 in Hannover, wo sie als eines von zehn Kindern des Militärmusikers Isaak Herschel und seiner Frau Anna Ilse Herschel aufwuchs.

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