Spektroskopie in der Astronomie

Wenngleich die Spektroskopie innerhalb der Amateurastronomie erfreulicherweise nicht mehr wie einst in dem Maße als exotisches Randthema für abgehobene Sternfreunde angesehen wird, so scheint es dennoch enorm wichtig zu sein, anfänglich Interessierten Hilfestellung dabei zu leisten, das Thema in seinen Grundzügen kennenzulernen bzw. zu verstehen.

Diese Bemühungen können jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn dies didaktisch behutsam und durch jeglichen Verzicht auf voraussetzende Grundkenntnisse geschieht. Die Grundlage aller astronomischen und astrophysikalischen Untersuchungen ist die Analyse des Sternenlichts mit je nach der Fragestellung unterschiedlichen Methoden.

Zu einer genauen Untersuchung des Sternenlichts ist es notwendig, das ankommende Licht in seine Bestandteile zu zerlegen. Z. B. ist das Spektrum der Sonne ein kontinuierliches, farbiges Band mit dunklen Linien, den sog. Absorptionslinien. Fraunhofer bezeichnete diese auffälligen dunklen Linien mit Buchstaben, wobei er einfach vom roten zum blauen Ende des Spektrums vorging.

Vom atomaren Ursprung der Linien konnte Fraunhofer damals noch nichts wissen. Auf den ersten Blick bieten die Spektren der Sterne eine verwirrende, unübersichtliche Vielfalt. Bei näherem Hinsehen jedoch zeigt sich, dass sich die meisten Spektren in relativ wenige wohl unterschiedene Gruppen einordnen lassen.

Schaut man noch etwas genauer hin, so findet man sogar, dass es zwischen den Gruppen sogar fließende Übergänge gibt. Die Vielfalt ist also nur eine Vielfalt im Detail, hinter der sich eine weitreichende Einheitlichkeit der Sterne verbirgt.

Ernst Pollmann

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