Der Hwange Nationalpark

Größter Nationalpark in Zimbabwe ist Hwange, ehemals Wankee Nationalpark. Der Hwange Park war das Hauptjagdgebiet unter den Matabele-Königen. In den zwanziger Jahren diese Jahrhunderts wurde der heutige Park zum Schutze der einheimischen Tierarten gegründet. Er erstreckt sich über eine Fläche von 15.000 qkm. Seine östliche Grenze ist die Landesgrenze zu Botswana. Der Hwange Nationalpark beherbergt neben über 100 Säugetierarten und Reptilien auch über 400 Vogelarten.

Dem Nationalpark mangelt es an Flüssen, die das Jahr über Wasser führen. Deshalb hat man an einigen Stellen des Parks künstliche Wasserstellen erstellt, die besonders während der Trockenzeit Wildtiere aller Gattungen anziehen. Aussichtsplattformen wurden zur Wildbeobachtung an einigen Stellen des Hwange-Parks errichtet.

Berühmt ist der Hwange Nationalpark hauptsächlich wegen seiner Elefanten. Die geschätzte Zahl legt bei mehr als 32.000 Köpfen. Der Park besitzt damit die größte Anzahl dieser Dickhäuter in Zimbabwe. Die Elefantenpopulation stellt einerseits die Attraktion des Nationalparks dar, ist aber andererseits durch seine extreme Elefanten-Zahl der Fluch von Hwange. Die grauen Riesen zerstören nach und nach ihre eigene Lebensgrundlage. Ganze Herden verlassen in der äsungsarmen und trockenen Zeit zur Nahrungssuche den schützenden Park und fallen in die Mais und Zuckerrohrfelder der umgebenden eingeborenen Farmen ein. Entlang der Hauptstrasse, außerhalb des Parks findet man deshalb kleine Hütten, in denen Frauen und Kinder mit Trommeln sitzen, um die Dickhäuter durch Lärm versuchen die Tiere zurück zu treiben. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist bescheiden, da sich die Elefanten längst an Menschen und Lärm gewöhnt haben.Hauptsächlich in den Trockenperioden werden von den Elefanten im Nationalpark Bäume umgeworfen oder umgeknickt um an das letzte verbleibende Grün zu gelangen. Fährt man längere Zeit durch den Hwange Park, so wird man nahe oder entlang der Hauptwanderwege und Einstandsgebiete der Elefanten, umgefallene oder geknickte Bäume in großer Zahl sehen. Der umgebende Erdboden ist nach Verlust des Schutzes durch die Bäume der Sonne ausgesetzt, so dass die niedrigere Vegetation verbrennt und es in Folge zu Bodenerosionen kommen kann.

Eine Kontrolle der Elefantenzahl, die noch nie so hoch war wie in der Gegenwart, tut zum Erhalt des Nationalparks not. Behindert wird diese Kontrolle, die nur durch Abschuss ganzer Herden geschehen kann, durch sogenannte Naturschützer, hauptsächlich aus Europa und den Vereinigten Staaten, die darin eine Gefährdung der Bestände sehen.

Unter den Wildtierarten Afrikas können wir eine grobe Unterteilung machen, so haben wir reine Fleischfresser wie die Katzenarten: Löwe, Leopard, Gepard, Karakal, Serval um nur einige zu nennen. Dann haben wir Allesfresser wie zum Beispiel: Badger (Dachs), Bushpig (Pinselohrschwein).

Und dann die große Masse der afrikanischen Wildtiere, die Pflanzenfresser, die wir wieder unterteilen können in Wiederkäuer wie z.B.: Büffel, und Antilopen und Nichtwiederkäuer wie Elefant, Warzenschwein und Zebra. Im einzelnen kann man die Pflanzenfresser nach der Art ihrer Nahrungsaufnahme nochmals in die Gruppe der "Grasäser" und die Gruppe der "Blattäser" einteilen.

Die bekanntesten Beispiele dieser Unterteilung stellen die durch Wilderei in vergangener Zeit stark gefährdeten Nashörnern dar von denen es zwei Arten gibt. Das kleinere sogenannte "Schwarze Nashorn" ein typischer Blattäser und Bewohner des "Bushvelts". Und das größere "weiße Nashorn" ein reiner Grasfresser und mehr im offenen Gelände zu finden. Der Name weißes Nashorn ist übrigens eine glatte Fehlinterpretation. Der Name ist aus dem Afrikaans- Wort für breit oder groß abgeleitet. Durch ein besonderes staatliches Schutzprogramm und Zuchtmaßnahmen von privater Seite sind die Bestände an beiden Nashornarten wieder im Steigen begriffen.

Eine etwas andere Einteilung der Wildtierarten macht man aus alten Tagen und Seitens der Jagd. So unterscheidet man "Großwild", die sogenannten "Big five": Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Und "Plainsgame", eine globale Zusammenfassung der Antilopen, Zebras, und übrigen Wildtierarten. Die am häufigsten außerhalb der Nationalparks und Konzessionen und Jagdfarmen vorkommenden Wildarten sind in Zimbabwe: Impala, Warzenschwein, Kudu, Steifengnu, Giraffe (nicht im zentralen Hochland) und Zebra. Die großen Fünf bekommt man meist nur in den Nationalparks großen Jagdkonzessionen oder Randgebieten wie dem Escarpment zu Gesicht.

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