Das Orrery - Ein Sonnensystem für zuhause - Heft 1

Die Grundplatte des Orrerys, daneben zum Größenvergleich eine Armbanduhr

Nachdem in diversen Foren schon über dieses Modell des Sonnensystems diskutiert wurde, konnte ich nicht wiederstehen: Obwohl das erste Heft demnächst über das Abo in meinem Briefkasten landen müsste (da werden wohl immer zwei Ausgaben gemeinsam verschickt), habe ich mir heute die erste Ausgabe für 1,99 im örtlichen Zeitschriftenhandel geholt - ich will doch mal sehen, was mich da erwartet. Gelästert wird ja schon viel im Vorfeld: Statt dem billigen Messing wäre ein Modell aus hochwertigem Karton doch viel besser, da billiger, bei dem hohen Preis der Einzelausgaben spart man sich das Geld lieber und holt sich gleich ein Original-Orrery aus dem 19 Jahrhundert (viel Erfolg bei der Schnäppchenjagd – so billig sind die dann doch nicht) oder ein modernes, repräsentatives Plastik-Modell... Und natürlich gibt es ja auch noch kostenlose Computerprogramme, die die Planetenpositionen viel genauer anzeigen. Jedem das seine, im Wohnzimmer verzichte ich jedoch gerne auf einen weiteren Monitor (aber falls jemand einen hübschen Bildschirmschoner kennt...). Statt nur zu spekulieren, wollte ich jedenfalls mal was in der Hand haben.

Ich war positiv überrascht, als ich dann die schwere Grundplatte aus massivem Metall in der Hand hielt, die dem ersten Heft beiliegt. Sie durchmisst elf Zentimeter (das fertige Modell wird wohl rund vierzig Zentimeter hoch werden) und glänzt schön im Licht – echtes Messing eben. Drei Gummifüße zum Einklipsen in die Platte verhindern, dass der Tisch zerkratzt. Eingeprägt sind die lateinischen Monatsnamen sowie für Kalibrierungszwecke die Planetenpositionen für den Jahrtausendwechsel, für den 24. August 2006 (der Tag, an dem Pluto zum Zwergplanet degradiert wurde) und den Stern von Bethlehem (1. Oktober 7 vor Christus). Die Gravuren waren übrigens auch der Grund, warum ich mir die Bodenplatte gekauft habe, obwohl ich sie mit dem Abo ein zweites Mal erhalten werde: Auf dem funkelnden Metall ist die Schrift schwer zu lesen. In Großbritannien wurde das Modell aber bereits verkauft, und in diesem Forum kam die Idee auf, die Gravuren mit Schuhcreme zu füllen, damit die Schrift besser zu lesen ist. Bevor ich so etwas ausprobiere, habe ich aber lieber ein Reserve-Exemplar, und zwei Euro ist mir der Spaß allemal wert. Vielleicht fällt mir auch noch ein edlerer Farbstoff ein... In dem Forum findet sich auch die Information, dass der Zusammenbau gut funktioniert hat – und die fertigen britischen Modelle sehen jedenfalls schon mal sehr reizvoll aus. Auch ein paar Kinderkrankheiten, die der Service nachträglich gelöst hat, sollten nun ausgemerzt sein.

Erwähnenswert ist noch das Begleitheft. Es richtet sich an Einsteiger in die Astronomie und ist hübsch gemacht, die Artikel geben einen schönen und verständlichen Einstieg in die Materie. Wichtig ist natürlich die Bauanleitung für den ersten Bauabschnitt (das Grundgerüst). Die Teile dafür gibt es in den Heften 1 – 4, und der Bau scheint wirklich nicht schwer zu sein. Wer mit einem Ikea-Schrank fertig wird, sollte hier auch keine Probleme haben. Ich bin gespannt, wann die ersten Abo-Hefte bei mir ankommen. Für den Kiosk (wo Einzelausgaben verkauft werden und keine Ausgaben gebündelt versendet werden) stehen die nächsten Erscheinungstermine jedenfalls fest, wie ein Beipackzettel verraten hat:

  • Heft 2: 09.09.09
  • Heft 3: 23.09.09
  • Heft 4: 30.09.09
  • Heft 5: 07.10.09

Ab Heft 3 erscheinen die Ausgaben also im Wochenrhythmus im Zeitschriftenhandel. Sobald Heft 2 bei mir im Rahmen des Abos angekommen ist (ich denke mal, nächste Woche, wenn es auch im Handel erhältlich ist), werde ich hier wieder darüber berichten.

Bis dahin viel Spaß,

Alexander Kerste

Weiter lesen: Heft 2

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