Das Orrery - Ein Sonnensystem für zuhause - Heft 3 und 4

Drei "Poster" lagen dieser Lieferung ebenfalls bei auf robustem Karton im DIN-A4-Format.

Gerade eben kam die zweite Lieferung - diesmal am Dienstag, nachdem die erste Montags kam. Mal sehen, auf welchen Rhythmus die Sendungen sich einpendeln. Nachdem die Einführungsphase für den Zeitschriftenhandel nun vorbei sein müsste, sollten die übrigen Ausgaben ja immer alle vierzehn Tage kommen, jeweils zwei Stück zusammen.

In dem Päckchen steckten die Ausgaben 3 und 4 mit Merkur (süß) und den Antriebszahnrädern für die Venus, dazu einige kleinere Maden- und Kreuzschlitzschrauben. Auch wenn die Schräubchen noch mit Tesafilm in der Blisterpackung gesichert sind, ist es ratsam, eine Untertasse oder ähnliches in der Nähe zu haben, damit nichts verloren geht.

Ebenfalls in dem Paket sind für Abonnenten die "Poster" - DIN-A4-große Drucke auf robustem Karton. Jupiter und der Adlernebel sind hochwertige Astro-Aufnahmen, die farbenprächtige Galaxie wirkt dagegen eher wie eine künstlerische Darstellung. Im Adlernebel ist dafür deutlich zu erkennen, warum er auch den Beinamen Star-Queen-Nebula trägt. Finden Sie den Thron der Sternenkönigin? Das Werkzeugset kommt wohl leider erst mit der nächsten Lieferung, und natürlich passt keiner der Inbus-Schlüssel, die ich für die letzte Ausgabe herausgekramt hatte.

Baustufe 1 ist fertig (sobald die Schrauben angezogen sind)

Der Zusammenbau mit Hilfe der Anleitung in Heft 1 ist unspektakulär, wenn auch erst einmal nur provisorisch: Mangels Inbus drehe ich die kleinen Madenschrauben nur so weit rein, wie das mit der Hand oder einem Taschenmesser (Kinder, probiert das nicht zuhause aus) nur ein Stück weit rein. Im Forum gibt es schon erste Berichte, bei denen sich eine Madenschraube verkeilt hat - ob das ein Materialfehler (und somit ein Fall für den Service) ist oder andere Gründe hat, kann ich nicht beurteilen. Einen passenden Inbusschlüssel habe ich erst morgen in Reichweite, bis dahin weiß ich nicht, ob die Schrauben bei mir passen. Achja: Ein paar Kratzer hat die Unterseite des Venusarms, aber die stören mich nicht - sie verschwinden sowieso unter den Zahnrädern. Einen kleinen Kreuzschlitzschraubenziehen habe ich ja, um die Antriebsräder der Venus zu befestigen.

Der Merkurarm wird fest mit der Sonne verbunden, ein "Merkurjahr" entspricht in unserem Modell also später - anders als in der Wirklichkeit - einer Umdrehung der Sonne. Der Venusarm wird auf der Hülse befestigt, die mit der Grundplatte fest verbunden ist. Wenn ich die Sonne drehe, drehen die Zahnräder sich schon einmal mit. Die Zahnräder dürfen übrigens nicht zu fest geschraubt werden, ansonsten ist der Antriebsmotor später überfordert.

Der Planet Merkur ließ sich bei mir übrigens mit leichtem Drehen in den Planetenarm stecken, eine zusätzliche Sicherung mit Klebstoff o.ä. ist nicht nötig. Es soll aber auch Exemplare mit großzügigeren Toleranzen geben.

Die Sonne und der kleine Merkur

Das wars dann auch schon wieder mit dem Bastelspaß, in 14 Tagen geht's weiter (beziehungsweise, sobald ich noch einen Inbusschlüssel habe...). Um die Zeit zu überbrücken, lohnt sich der Blick in die Begleithefte. In Heft 3 geht es nicht nur um die Sonne, sondern auch um Astronomie-Geschichte. Da wäre der Mechanismus von Antikythera, aber auch zahlreiche Megalithbauten zu erwähnen. Heft 4 knüpft daran an und erzählt vom Ende unseres Sonnensystems sowie von altägyptischer Astronomie. Dazu gibt es noch eine kurze Erklärung dazu, wie später einmal die Planeten auf die Position zur Zeit des Sterns von Bethlehem eingestellt werden können.

Zuletzt noch ein Hinweis: In den verschiedenen Foren, die das Orrery kommentieren, tauchen immer wieder Hinweise auf neue Modelle auf. Interessant finde ich dieses Messing-Orrery, bei dem die einzelnen Messingzahnräder aber auch schon bei 300 Dollar liegen. A propos Messing, zum Material gab es einige Verwirrung, da nicht das ganze Modell aus massivem Messing ist (um das zu beweisen, wurde mindestens eine Grundplatte bereits zersägt...). Bevor noch mehr Teile dran glauben müssen: Die Planeten sind aus bemaltem, versilbertem Stahl, die Sonne und die großen Zahnräder sind wohl aus Stahl, vermessingt, und die kleinen Zahnräder sind aus massivem Messing.

Und jetzt heißt es wieder 14 Tage warten (oder sieben, falls Sie die Hefte einzeln am Kiosk kaufen)

Bis dahin viel Spaß,

Alexander Kerste

Weiter lesen: Heft 5 und 6

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