Das Orrery - Ein Sonnensystem für zuhause - Heft 7 und 8

Wenn der Postmann keinmal klingelt... heute (Mittwoch) Mittag lag das Päckchen mit den Heften 7 und 8 vor der Tür. Heft 7 enthält endlich das große Zahnrad, sodass die letztes Mal vorschnell montierte Venus nicht mehr absackt.

Aber der Reihe nach: Der 1. Schritt von Bauphase 2 konnte letztes Mal nicht beendet werden, da besagtes großes Zahnrad noch fehlte und das Venus-Zahnrad somit frei auf der Mittelsäule schwebte. Für einen Funktionstest langte das allerdings, wobei die Zahnräder sich nicht in jeder Stellung gleich leicht drehten. Irgendwann in den letzten zwei Wochen hatte ich daher zur Feile gegriffen und ein paar Grate an den Kunststofflagern geglättet. Nun lassen die Zahnräder sich leicht drehen, wenn ich die Mitelsäule mit der Sonne bewege - oder besser noch mit Merkur, dann besteht keine Gefahr, die Sonne wieder abzuschrauben. Mittlerweile wiegt das Modell doch einiges.

Mit der aktuellen Lieferung konnte ich also endlich Schritt 1 abschließen: Den untersten Arm samt Zahrädern demontieren, das große, gravierte Zahnrad daran befestigen und alles wieder auf die Mittelsäule schieben. Das Zahnrad hat auf der Oberseite eine Gradeinteilung, um später die Planetenstellungen zu eichen. Ein klarer Kandidat für Verbesserungen am Orrery: Genau wie bei der Grundplatte könnte man die Graviuren mit geeigneter Farbe nachziehen. Übrigens gibt es im Orrery-Forum mittlerweile einen eigenen Thread zum Thema "Pimp my Orrery". Falls Sie eine Quelle für passende Kugellager oder ähnliches suchen, lohnt sich der Blick in diesen Thread - da gibt's tolle Ideen. Um das Forum lesen zu können, benötigen Sie einen (kostenlosen) Account für das Astronomie.de-Forum.

Das Zahnrad selbst ist übrigens nur auf der Oberseite auf Hochglanz poliert, die Unterseite ist stumpfes Messing. Aber das Orrery soll zum Betrachten ja auch nicht auf eine Hebebühne gestellt werden.

Das war eigentlich auch schon alles, was es diese Woche zu tun gibt. Auch wenn es schwer fällt: Erde, Mond und Zahnrad samt Haltestange lasse ich vorerst in ihrer Blister­packung. In Heft 9 folgt ein weiteres großes Zahnrad und in Heft 10 und 11 die Haltearme für Erde und (wenn ich das richtig sehe) Mars, der gleichzeitig das nächste große Zahnrad an seiner Position hält. Wenn ich die Packung jetzt knacken würde, dürfte ich also wahrscheinlich in zwei Wochen Erde und Mond suchen, da lasse ich sie lieber vorerst verpackt. Der Blisterpack geht wenigstens nicht so leicht verloren.

Also heißt es erst mal, sich in Geduld und Selbstbeherrschung zu üben. Aber für einen Astronom ist das ja nichts neues. Für die Zwischenzeit gibt's wieder Lesestoff: Schwerpunkt von Heft 7 ist die Venus (immer wieder beeindruckend, wie primitiv die russischen Raumsonden waren - und wie robust sie sein mussten, auf der Venus wenigstens ein paar Minuten lang zu funktionieren), ergänzt durch das aschgraue Mondlicht. Heft 8 widmet sich der Erde, der Erderkundung und der Entstehung des Lebens. Kleiner Hinweis dazu: Das erste große Massensterben vor rund zwei Milliarden Jahren fand nicht statt, weil es auf einmal zu wenig CO 2 in unserer Atmosphäre gab, sondern weil sie mit einem ganz üblen Gift angereichert wurde: Sauerstoff, den photosynthetische Organismen freisetzten.

Bis dahin viel Spaß,

Alexander Kerste

Weiter lesen: Heft 9 und 10

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