Sternzeit 1 / 2011

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Nikolaus Kopernikus

Kopernikus (Abbildung) wurde zunächst an der Sankt Johannes Schule in Thorn ausgebildet. Von 1491 bis 1494 besuchte er dann die Universität Krakau. 1495 wurde Kopernikus zum Kanoniker der ermländischen Domschule in Frauenburg (heute Frombork, ebenfalls in Polen am Frischen Haff gelegen) ernannt. Zum Wintersemester 1496/1497 begann er dann an der Universität Bologna ein Kirchenrechtsstudium, daneben studierte er Griechisch und auch Astronomie. So lernte er bei Domenico Novara da Ferrara neuere Theorien zur Bewegung der Planeten kennen. 1500 verließ Kopernikus - wie bereits in Krakau - ohne Abschluss die Universität Bologna und verbrachte anlässlich des Heiligen Jahres einige Zeit in Rom bevor er 1501 nach Frauenburg zurückkehrte. Er erbat eine Genehmigung für die Verlängerung seines Studienaufenthaltes in Italien und begann noch im gleichen Jahr ein Medizinstudium an der Universität Padua. Parallel dazu setzte er sein Jurastudium fort. Bis hierher könnte man etwas salopp formulieren: "Vieles angefangen, nichts zu Ende gebracht." Doch immerhin: er promovierte schließlich als Nicolaus Copernich de Prusia an der Universität Ferrara zum Doktor des Kirchenrechts (Doctor iuris canonici).

"Transneptunische Objekte" - Was ist los am Rande des Sonnensystems?

Seit dem 24. August 2006 ist der Planet Neptun der äußerste Planet des Sonnensystems. An diesem Tag wurde auf einer Tagung der IAU dem bis dahin als neunter Planet des Sonnensystems geführten Pluto der Planetenstatus aberkannt. Er wurde zum Zwergplaneten degradiert. Damit ist er jetzt mit Ceres gleichgestellt, einem Asteroiden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Seitdem besteht das Solarsystem durch einen Federstrich der astronomischen Gemeinschaft nur noch aus acht Planeten.

Diese Entscheidung kam nicht aus heiterem Himmel, sondern sie bildete den Endpunkt einer langen Diskussion unter Astronomen, was denn als "Planet" im Sonnensystem anzusehen sei. Zu diesem Zeitpunkt war - vor allen Dingen von der Arbeitsgruppe unter Mike Brown vom CalTech ab dem Jahr 2000 - eine Reihe von neuen Objekten jenseits der Umlaufbahn Neptuns entdeckt worden, die sich in ihrer Größe und Orbits jederzeit mit Pluto messen können. Mit Hilfe verbesserter Beobachtungsmethoden ist es seitdem gelungen, eine Reihe weiterer "transneptunischer Objekte" zu finden. Sie sind teilweise größer als Pluto und werden daher heute als eigenständige Objekte angesehen und als Zwergplaneten bezeichnet.

 

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