Sterne und Weltraum Heft 6/2012

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Aufbau des Sonnensystems: Der Ursprung der SonneMitunter brauchen Astronomen kriminalistischen Spürsinn, um einen Fall zu lösen. Susanne Pfalzner suchte nach Spuren und Indizienbeweisen in unserem Sonnensystem, die 4,6 Milliarden Jahre zurück liegen. Die Frage, die es zu beantworten galt, lautete: Lässt sich herausfinden, in welcher Umgebung unsere Sonne und damit auch unser Planetensystem entstand? Hinweise ergaben sich aus Meteoriten, in denen Informationen über die Entstehungsgeschichte verborgen sind. Auch der Zufall kam zu Hilfe – in Form des Transneptunobjekts Sedna, das sich nur alle 12 000 Jahre so nahe an der Sonne befindet wie jetzt. Durch geschickte Kombination aller Fakten ergab sich: Unser Sonnensystem formte sich in äußerst turbulenter Umgebung in einem dichten Gewimmel aus jungen Sternen. Und Täter gibt es auch: eine Supernova, deren nahe Explosion ihre Spuren hinterließ, und ein Stern, der dicht an der noch entstehenden Sonne vorbeigezogen sein muss (S. 34 ff).

Venustransit: Höchster Einsatz für die Wissenschaft – die Venustransit-Expeditionen Eine dichte Begegnung der anderen Art können wir in diesem Monat aus irdischer Perspektive verfolgen: Am 6. Juni zieht der Planet Venus als schwarze Scheibe vor der Sonne vorüber. Dieser Venusdurchgang ist der zweite und zugleich letzte in diesem Jahrhundert. Nur wenigen Menschen war es vergönnt, zwei Venustransite in voller Länge zu verfolgen. Der erste war der französische Abbé Jean-Baptiste Chappe d’Auteroche (1728 – 1769). Die beiden von ihm beobachteten Venusdurchgänge wurden für den 6. Juni 1761 und den 3. Juni 1769 vorausberechnet. Die erste Beobachtung führte den Franzosen dann 1761 nach Sibirien, die zweite, von der er nicht wieder zurückkehrte, acht Jahre später in die spanische Kolonie Baja California im heutigen Mexiko (S. 46 ff).

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Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

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