Sterne und Weltraum Heft 7/2012

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ASTROPHYSIK: Supernova 1987A Manche Sterne bevorzugen einen dramatischen Abgang von ihrer Lebensbühne. In einem letzten Aufbäumen setzen sie explosionsartig gewaltige Energiemengen frei und leuchten für kurze Zeit so hell wie eine ganze Galaxie. Auch in unserem Milchstraßensystem beendet etwa ein Stern pro Jahrhundert sein Dasein als Supernova. Zwei Supernovä aus jüngerer historischer Zeit haben sogar die Astronomiegeschichte beeinflusst: der von dem Dänen Tycho Brahe entdeckte "neue Stern" des Jahres 1572 und die von Johannes Kepler beobachtete Sternexplosion im Jahre 1604. Beide Supernovä zerstörten nicht nur sich selbst, sondern auch das althergebrachte aristotelische Weltbild von der Unveränderlichkeit der Fixsternsphäre. Lange Zeit bekamen die Astronomen jedoch keine Chance, die dramatischen Vorgänge bei der Explosion einer Supernova von Nahem zu verfolgen. Erst mit dem Aufkommen der Astrofotografie und der Spektroskopie konnten sie Supernovae in fernen Galaxien aufspüren und versuchen, die Mechanismen zu entschlüsseln, die zu diesem gewaltsamen Sternentod führen. Doch welche Sterne da explodiert waren, ließ sich wegen der großen Entfernungen nicht erkennen. Vor 25 Jahren leuchtete in der Großen Magellanschen Wolke eine Supernova auf. SN 1987A war die hellste und nächste Supernova seit vier Jahrhunderten. Erstmals ließ sich der Vorgängerstern identifizieren. Welche Rätsel diese Beobachtungen den Astronomen stellten, und was sie daraus gelernt haben, schildert Christian Wolf in einem zweiteiligen Artikel. Den ersten Teil lesen Sie ab Seite 34.

Kometenforschung: Komet Tempel 1 unter der LupeZum ersten Mal in der Geschichte der Kometenforschung wurde im Frühjahr 2011 ein Schweifstern zum zweiten Mal von einer Raumsonde aus der Nähe inspiziert. Stardust- NExT passierte den Kern des Kometen Tempel 1 am 15. Februar in geringem Abstand (minimaler Abstand 178 Kilometer), rund sechs Jahre nach dem Vorbeiflug der Sonde Deep Impact. Der Vorbeiflug der Raumsonde Stardust-NExT erbrachte eine Vielzahl neuer Ergebnisse über den Aufbau und die Aktivität des Kometen Tempel 1. Neben der Navigationskamera, die außer dem Einschlagkrater, den die Vorgängersonde Deep Impact hinterlassen hatte, weitere bisher unbekannte Gebiete der Kernoberfläche kartierte, hat Stardust-NExT zwei Staubmessinstrumente an Bord, die während des Vorbeiflugs erfolgreich Daten sammelten (S. 42ff).

 

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