Sterne und Weltraum Heft 04 / 2021

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Haben Sie die erfolgreiche Landung des Marsrovers Perseverance am 18. Februar 2021 verfolgt? Mit fast schon routinemäßiger Präzision - vergleichbar zum Vorgänger Curiosity im August 2012 - lief das komplizierte Manöver automatisiert ab, so, wie es die NASA-Verantwortlichen geplant hatten. Die Kapsel mit dem rund eine Tonne schweren, sechsrädrigen Gefährt wurde von Überschallgeschwindigkeit heruntergebremst. Es kam dann sanft auf der Oberfläche des Roten Planeten zum Stehen. Die Weltöffentlichkeit konnte die Geschehnisse nahezu live, auf Grund der Entfernung des Planeten um elf Minuten zeitversetzt, mitansehen. Denn diesmal wurde der Landevorgang sogar gefilmt. Der Rover ist zudem mit Mikrofonen ausgestattet, so dass wir den Mars erstmals hören können. Zunehmend bekommt man den Eindruck, dass wir Menschen dem Nachbarplaneten auf die Pelle rücken: Die Videos und Tonaufnahmen vermitteln uns das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und so die bizarre Landschaft des Mars hautnah zu erleben.

Marsforschung: Earth Attacks   Im Februar 2021 erreichten gleich drei Raumsonden den Roten Planeten und nahmen erfolgreich ihre Erkundungsarbeit auf. Alle drei Missionen haben sehr unterschiedliche Zielsetzungen und Aufgaben. Die arabische Mission Al-Amal ist ein reiner Orbiter, die chinesische Sonde Tianwen-1 besteht aus Orbiter und Lander. Die aufwändigste Mission ist der NASA-Rover Perseverance. Am 18. Februar setzte Perseverance im Direktflug im Krater Jezero auf. Erstmals gelang es, das heikle Landemanöver spektakulär zu filmen. Die Weltöffentlichkeit konnte die Geschehnisse nahezu live, auf Grund der Entfernung des Planeten um elf Minuten zeitversetzt, mitansehen. Derzeit sieht es bei allen drei Missionen nach einem großen Erfolg aus. Wir stellen die drei Missionen vor und zeigen Ihnen Bilder von der Landung des Marsrovers Perseverance (ab S. 26).

Monatsthema Jupitermonde 2021: Tango der Trabanten   Nur alle sechs Jahre können wir beobachten, wie sich die Galileischen Monde Jupiters während ihres Umlaufs um den Riesenplaneten gegenseitig bedecken oder verfinstern. In den kommenden Monaten ist es wieder so weit. Schon in kleinen Teleskopen lässt sich dann verfolgen, wie im Lauf mehrerer Minuten der Schatten eines Mondes den anderen streift und ihn teilweise verdunkelt - oder wie sich zwei Monde gegenseitig bedecken und dabei zu einem einzigen Objekt zu verschmelzen scheinen. Bereits seit dem 3. Januar und noch bis zum 11. November 2021 sind theoretisch 192 Ereignisse mit Beteiligung der Galileischen Monde von der Erde aus sichtbar. Lesen Sie hier, wann sich in Mitteleuropa ein genaues Hinsehen besonders lohnt (ab S. 72).

 

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    • Kurzberichte   Von wo aus könnten Aliens die Erde aufspüren? • Die wahren Farben der Sterne • Staub in allen Ecken
  • Welt der Wissenschaft   Raumfahrttechnik: Elektrisch durchs All • The world at night: Sternkarussell vor Islands Wasserfällen
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    • Sonnensystem   Es geht wieder aufwärts mit den Planeten • Sternbedeckungen durch den Mond • Sonne aktuell: Der Norden meldet sich zurück • Kleinplaneten: Kein heller Asteroid in Opposition • Meteore: Eta-Aquariden vor der Morgendämmerung • Kometen: 7P/Pons-Winnecke durchläuft im Mai den sonnennächsten Punkt
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