Meteore, Meteoroide und Meteorite

von Doris Unbehaun, Februar 1998

1. Definition

Das Wort Meteor hat seinen Ursprung in der griechischen Sprache. "Metéoron" bedeutet "Himmels- oder Lufterscheinungen".

Die Meteorologie befasst sich mit "Dingen der Luft", also mit Regen, Schnee, Graupeln, also mit Dingen, welche sich in der Atmosphäre ereignen oder bewegen. So unterschied man in früheren Zeiten zwischen Feuer- und Wassermeteoren.

Unter einem Meteor versteht man die am Himmel zu beobachtende Leuchterscheinung. Der Volksmund sagt dazu auch Sternschnuppe. Das Wort Sternschnuppe stammt aus dem mittel- und norddeutschen Sprachraum, eine Schnuppe ist ein verkohlter Docht. Einen besonders leuchtkräftigen Meteor nennt man einen Boliden oder eine Feuerkugel.

Die festen Teilchen, welche sich durch unsere Atmosphäre bewegen und die Sternschnuppe verursachen, nennt man Meteoroide. Ihre Geschwindigkeiten können zwischen 10 und 72 km in der Sekunde betragen!

Dagegen sind Meteoriten die festen Teilchen, welche unsere Erdoberfläche erreichen, also auf Grund ihrer Grösse den Reibungsprozess in der irdischen Atmosphäre zumindest teilweise überleben. Meteoroide können mit grellen Leuchterscheinungen und sogar mit Donnergrollen auf die Erde stürzen. Deshalb nennt man sie auch Donnersteine.

Die Mehrzahl des meteoritischen Zuwachses auf der Erdoberfläche ist allerdings weniger spektakulär. Das meiste Material rieselt in Form von mikroskopisch winzigen Teilchen zur Erde. Die Schätzungen gehen dabei von mehreren tausend Tonnen Mikrometeoriten pro Tag aus. Trotz dieser hohen Zahl ist der Gesamtzuwachs auf dem Erdreich geringfügig.

Verwendete Literatur:

  • Sternschnuppen Jürgen Rendtel Verlag Harri Deutsch 1991
  • Steine des Himmels, Meteoriten Jochen Schlüter Edition Ellert & Richter 1996
  • Zwischen den Planeten Hermann-Michael Hahn Franckh-Kosmos 1984
  • Kometen, Meteorite, Meteoriten Argyris Sfountouris Albert Müller Verlag 1986
  • dtv Atlas zur Astronomie Joachim Herrmann dtv Verlag 1996
  • Meteorite Rolf W. Bühler Weltbild Verlag 1992
  • Gefahr aus dem All Andreas von Rétyi Franckh-Kosmos 1992
  • Der Tod kam aus dem All Rüdiger Vaas Kosmos Report 1995
  • Sonne, Monde und Planeten Erhard Keppler Piper 1990

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