Kurzbeschreibung

Der Mars ist von der Sonne aus gesehen der vierte Planet. Bereits am Nachthimmel zeigt er einen rötlichen Schein, was ihm den Namen „Roter Planet“ eingebracht hat.
Diese Farbe geht auf  Eisenoxid im Marsgestein sowie auf feinen Eisenoxidstaub in der Atmosphäre zurück. Von allen Planeten des Sonnensystems gilt Mars als der erdähnlichste, obwohl es durchaus etliche Unterschiede zu den Bedingungen auf der Erde gibt. Mit 3397 Kilometern Radius ist er nur halb so groß wie die Erde und besitzt zwei sehr kleine Monde; sie sind möglicherweise eingefangene Asteroiden aus dem benachbarten Asteroidengürtel.

Der Mars ist der beliebteste Himmelskörper der Raumfahrtwissenschaftler, Geologen und Science-Fiction-Autoren, die auf diesem Planeten auf langfristige Sicht eine Besiedelungsmöglichkeit sehen. Ein wesentliches Argument dafür liegt in großen Wasservorkommen, die nach irdischen Maßstäben die Basis für Leben bieten. Das Wasser, das auf dem Mars in der ersten Jahrmilliarde nach seiner Entstehung in flüssiger Form existiert haben muss, ist immer noch vorhanden, allerdings als Eis. Es wurde bereits an den Polen und unterhalb der oberen Erdschichten der Marsoberfläche nachgewiesen. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre. Ihr Druck entspricht etwa einem Hundertstel des Druckes in der irdischen Atmosphäre. Sie besteht zu einem großen Teil (95%) aus dem Treibhausgas CO_2.

Des weiteren wird immer wieder über Leben auf dem Mars spekuliert. Alle bisher vermuteten Lebensspuren, beispielsweise in Marsmeteoriten, haben sich allerdings als nicht stichhaltig erwiesen. Bis heute existieren keinerlei eindeutige oder gar zwingende Hinweise auf marsianisches Leben. Trotzdem wird weiterhin danach gefahndet und es werden die Rahmenbedingungen aus astrobiologischer Sicht studiert. Die bedeutendsten Untersuchungen dieser Art gehen auf die _Viking_-Sonden 1976 zurück. Derzeit (2011) wird der Planet von mehreren Orbitern umkreist und von Rovern auf der Oberfläche befahren. Weitere Missionen sind geplant und eine bemannte Landung wird langfristig von den Raumfahrtagenturen in internationaler Kooperation vorbereitet. Ein konkreter Zeitplan existiert allerdings nicht, da die größte Hürde weniger eine technische, sondern vielmehr die menschliche Herausforderung ist.

nach oben

Anzeige

Polarlichtreise mit Astronomie.de