Bilder vom Saturn, den Ringen und seinen Monden

von Emil Khalisi

Das Hubble Space Telescope erblickte ein großes Sturmgebiet in der Nähe des Äquators. Seine Größe entspricht etwa der gesamten Erdkugel. Seit seiner Entdeckung im September 1994 hat sich seine Form und seine Bewegung leicht geändert.

Blick auf den von der Sonne beleuchteten Saturn aus einem Winkel von 40° über der Äquatorebene. Die Sonde Cassini richtete am 19.01.2007 ihre Kamera auf den Planeten, als sie 1,2 Millionen km (20 Saturnradien) entfernt war. Das Bild ist ein Fotomosaik aus 36 Einzelaufnahmen.

Saturn verfinstert die Sonne: Die Orbitersonde Cassini machte diese Aufnahme von der sonnenabgewandten Seite. Bemerkenswert ist, dass die Planetenrückseite durch die Reflexion an den Ringen erhellt wird.

Der Südpol des Enceladus weist Rillen auf, die als "Tigerstreifen" bezeichnet werden. Bereits in geringer Tiefe (wenige zehn Meter unter der Oberfläche) wird ein Reservoir aus flüssigem Wasser vermutet. Ein unbekannter Prozess erzeugt so viel Wärme, dass die Temperatur knapp bis zum Gefrierpunkt steigen kann.

Die Tigerstreifen am Enceladus sind Brüche in der Eiskruste, aus denen Eisgeysire winzige Teilchen in den Weltraum sprühen. Acht Quellen wurden identifiziert, als Cassini von der Nachtseite durch den "Plume" auf die Tagseite des Mondes flog. Enceladus beliefert den E-Ring fortlaufend mit Material.

Die Besonderheit des Titan ist seine dichte Atmosphäre aus Stickstoff und Methan. Bei Temperaturen von -180°C findet ein kleiner Kreislauf statt, demzufolge sich flüssige Methanseen, Wolken und Niederschlag bilden. Die Radaraufnahme von Cassini zeigt ein etwa 140 km großes Gebiet.

Der Nordpol des Saturn, aufgenommen von Cassini im November 2008, bei zwei verschiedenen Wellenlängen im Infraroten: Zu erkennen ist eine Aurora rund um den Polarkreis und die darunterliegende Atmosphäre.

Einen riesigen, aber dünn bevölkerten Ring in den Außenbereichen des Saturnsystems entdeckte das Infrarot-Observatorium Spitzer. Am Nachthimmel würde er doppelt so groß erscheinen wie der Vollmond. Anders als die klassischen Ringe, ist er dafür 20-mal so dick. Außerdem ist er um 27° gegen die Saturnebene geneigt.

Im Falschfarbenbild blickt man in unterschiedliche Tiefen der Atmosphäre. Dies beruht auf einer unterschiedlichen Konzentration von Methan. Das komplexe Gebilde ist der "Drachen-Sturm", der im Sommer 2004 eine kräftige Quelle von Radio-Emissionen war. Cassini registrierte nur dann Radiobursts, solange sich der Sturm auf der Nachtseite befand. Als Sonnenlicht auf ihn fiel, verschwand die Radiostrahlung.

Die beiden Schäferhundmonde Pandora (links) und Prometheus "bewachen" den F-Ring. Er befindet sich etwa 3000 km jenseits des bekannten A-Rings und wurde erst 1979 von Pioneer 11 entdeckt. Er besteht aus einem Kernring, der von schwächeren Nachbarringen umgeben ist. Nach einigen Umläufen tauschen die beiden Monde ihre Position.

m August 1981 entdeckte Voyager 2 sogenannte Speichen (Spokes) in den Ringen. Ihre Entstehung ist bis heute nicht ganz verstanden. Man nimmt an, dass winzige Staubteilchen (wenige Nanometer groß) negativ aufgeladen werden. Das Magnetfeld hebt sie über die Ringebene, so dass sie einen anderen Reflexionswinkel zum Sonnenlicht erhalten und daher dunkler erscheinen.

Cassini machte am 28.04.2006 diese beeindruckende Aufnahme vom Zwergmond Epimeteus oberhalb der Ringebene. Im Hintergrund ist der in Nebel getauchte Titan. Das Bild wurde so nachkoloriert, dass sie der menschlichen Wahrnehmung entspricht. Die Lücke in den Ringen ist die Encke-Teilung.

Der zweitgrößte Mond Rhea ist stark verkratert. Das Bild zeigt einen Ausschnitt mit etwa 10 km Breite in der Nähe des Äquators. Die blauen Flecken sind vermutlich Wassereis, das sich erst vor relativ kurzer Zeit auf der Mondoberfläche abgesetzt hat.

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