Die Erde - Ozeane

Ozeane und Tektonik

Über 71% der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Die Ozeane haben zusammen ein Volumen von 1,33 Milliarden Kubikkilometern und eine Masse von 1,34 Trillionen Tonnen. Im globalen Durchschnitt sind die Ozeane 3862 m tief. Sie spielen beim Energiehaushalt der Erde als Himmelskörper eine wichtige Rolle und sind zudem von zentraler Bedeutung für das Erdklima. Die Ozeane nehmen die von den ozeanischen Krustenplatten abgegebene Erdwärme auf und kühlen damit mittelbar das unter der Krustenplatte liegende Material des oberen Erdmantels, das dadurch kälter und dichter wird und dadurch schließlich wieder zum Erdinneren absinken kann. Im Absinken zieht es die auf ihr schwimmende ozeanische Krustenplatte mit sich in die Tiefe und hält auf diese Weise den Prozess der Plattentektonik in Gang.
Die Ozeane können aufgrund der hohen Wärmekapazität des Wassers große Wärmemengen aufnehmen. Dadurch können sie als Wärmepuffer wirken und lokale Temperaturextreme ausgleichen. Gelangt warmes Meerwasser in kühle Regionen, kann es diese erwärmen, ohne dabei selbst rasch abzukühlen. Kühlt Wasser an der Oberfläche ab, wird es dadurch dichter, sinkt in die Tiefe und wird an der Oberfläche durch wärmeres Wasser ersetzt. Auf diese Weise führen Temperaturunterschiede im Merrwasser zum Auftreten großräumiger Meeresströmungen, wie z. B. dem Golfstrom.


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