Der Mond im aktuellen Verlauf

Am 1. April ist Halbmond im Sternbild Zwillinge. An diesem Tag durchläuft der Mond hier die nördlichste Position seiner Bahn. Am 3. April kann man gegen 18:00 im Sternbild Krebs am Taghimmel im Fernrohr das Phänomen des „goldenen Henkels“ betrachten: Das von der Sonne beleuchtete Randgebirge der Regenbogenbucht tritt plastisch hervor, während die vor dem Randgebirge liegende Ebene der Regenbogenbucht noch im dunklen Schatten verborgen liegt.

Am 7. April durchläuft der Mond den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann nur noch 356907 km von der Erde entfernt und sein Winkeldurchmesser erreicht 33,52 Bogenminuten. Am 8. April ist im Sternbild Jungfrau Vollmond.

In den folgenden Nächten zieht der Mond durch die Sternbilder Waage und Skorpion in das Sternbild Schlangenträger. Im Sternbild Schlangenträger überquert der Mond am 12. April die Ekliptik nach Süden. Am 15. April kann sich ein besonderes Schauspiel bieten: Um 4:45 steht der Halbmond im Sternbild Schütze unterhalb der Planeten Jupiter und Saturn und westlich des Planeten Mars. Am 16. April um 5:25 kann man die Sichel des abnehmenden Mondes unterhalb des Mars im Sternbild Steinbock beobachten. Am 20. April durchläuft der Mond im Sternbild Fische den erdfernsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann 406459 km von der Erde entfernt, und sein Winkeldurchmesser beträgt 29,46 Bogenminuten.

Am 23. April ist im Sternbild Fische Neumond. Am 24. April zieht der Mond in das Sternbild Stier. Hier kann man mit etwas Glück um 21:00 die fadendünne Sichel des jungen Mondes im Fernglas niedrig über dem West-Nordwesthorizont entdecken. Am 25. April kann man die schmale Mondsichel bis 22:00 im Sternbild Stier zwischen Aldebaran und den Plejaden im „goldenen Tor der Ekliptik“ sehen, unterhalb der strahlend hellen Venus.

Am 27. April überquert der zunehmende Mond im Sternbild Zwillinge und die Ekliptik nach Norden. Am 28. April durchläuft der Mond hier zum zweiten Mal in diesem Monat die nördlichste Position seiner Bahn. Am 30. April zieht der Mond in das Sternbild Krebs. Hier ist in der Nacht zum 1. Mai Halbmond.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.