Der Mond im aktuellen Verlauf

Am Monatsanfang zeigt sich der der Mond nur als eine schmale Mondsichel am Abendhimmel. Am 4. Dezember ist Halbmond im Sternbild Wassermann. Am 5. Dezember wandert der Mond im Sternbild Fische durch den erdfernsten Punkt seiner Bahn. Dabei verdeckt er nach Sonnenuntergang zunächst von 17:00 bis 17:21 fast streifend den 4,4m hellen Stern 30 Piscium, und anschließend von 19:12 bis 20:32  den 4,6m hellen Stern 33 Piscium.

Am 10. Dezember kann man den zunehmenden Mond am Abendhimmel südlich der Plejaden sehen. Am 12. Dezember ist Vollmond im Sternbild Stier, dann kann der helle Mond den Nachthimmel dominieren. Am 13. Dezember erreicht der Mond im Sternbild Zwillinge seinen größten Horizontabstand, außerdem überquert er an dem Tag die Ekliptik nach Norden.

Am 15. Dezember wandert der Mond von 4:10 bis 5:25 über den 5,4m hellen Stern µ Cancri hinweg. Der Austritt des Sterns am dunklen Mondrand ist im Fernrohr bei hoher Vergrößerung sehenswert.

Am 18. Dezember zieht der Mond im Sternbild Löwe durch den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Am 19. Dezember ist Halbmond im Sternbild Jungfrau, der Mond geht um Mitternacht auf. Während der  Mond aufgeht, hält er zugleich den 4,0m hellen Stern Ny Virginis verdeckt, wodurch dieser Stern erst um 0:36 plötzlich am dunklen Mondrand erscheint. Es lohnt sich, diesen Moment im Fernrohr zu beobachten.

Am 26. Dezember ist Neumond im Sternbild Schütze. Da der Mond zugleich die Ekliptik nach Süden überquert, kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis, die jedoch nur von Saudi-Arabien über Indien und Indonesien und Singapur bis weit in den Pazifik beobachtet werden kann. Da die Erde am 4. Januar ihre Perihel-Position durchlaufen wird, ist am 26. Dezember der Winkeldurchmesser der Sonne größer als der Winkeldurchmesser des Mondes, dadurch wird diese Sonnenfinsternis ringförmig.   

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

Sonnenfinsternis in der Antarktis