Der Mond im aktuellen Verlauf

Am 1. Juli steht der zunehmende Mond im Sternbild Waage. Bereits um 1:30 kann man mit dem Fernrohr am Mond das erste Highlight des Monats beobachten: das Phänomen des „goldenen Henkels“. Hierbei wird der Bogen der Montes Jura der Regenbogenbucht plastisch von der Sonne ausgeleuchtet, während die vor den Montes Jura liegende Basaltebene der Regenbogenbucht noch im dunklen Schatten verborgen liegt.

Am 2. Juli passiert der Mond um 22:30 den Stern Antares im nördlichen Abstand von 5,5°. Am 4. Juli wandert der Mond in das Sternbild Schütze. Hier ist am 5. Juli um 0:53 Vollmond. Der Mond steht dabei tief über dem Südhorizont, es ist die tiefste Vollmondkulmination des Jahres 2020.
Anschließend kommt es von 5:04 bis 7:45 zu einer Halbschatten-Mondfinsternis, die jedoch zu schwach ist, um mit dem bloßen Auge wahrnehmbar zu sein.

Am 8. Juli verdeckt der Mond von 1:26 bis 2:44 den 4,7m hellen Stern Epsilon Capricorni. Epsilon ist ein blauweißer veränderlicher Hauptreihenstern, er liegt 1055 Lichtjahre von uns entfernt, hat 9 Sonnenmassen und 7000 Sonnenleuchtkräfte.
Am 12. Juli durchläuft der Mond im Sternbild Walfisch den erdfernsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann 404201 km von der Erde entfernt und sein Winkeldurchmesser beträgt 29,38 Bogenminuten. Um 4:30 kann man ihn 3,5° östlich von Mars beobachten.

Am 13. Juli ist Halbmond im Sternbild Fische.

Am 16. Juli steht der Mond im Sternbild Stier. Hier kann man den Mond um 4:00 ca. 7.5° südlich der Plejaden sehen.
Am 17. Juli kann man die schmale abnehmende Mondsichel um 5:00 am Morgendämmerungshimmel 2,5° nordwestlich der -4,5m hellen Venus und 3,5° nördlich des 0,8m hellen Sterns Aldebaran beobachten.

Am 20. Juli ist Neumond im Sternbild Krebs

Am 25. Juli durchwandert der Mond im Sternbild Jungfrau den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann nur noch 368360 km von der Erde entfernt und sein Winkeldurchmesser erreicht 32,12 Bogenminuten.
Am 27. Juli ist Halbmond im Sternbild Waage. Am 30. Juli kann man den Mond im Sternbild Schlangenträger sehen.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.