Der Mond im aktuellen Verlauf

Am 1. Juli kann man den abnehmenden Mond vor Sonnenaufgang im Sternbild Fische sehen. In den folgenden Nächten zieht der Mond am Morgendämmerungshimmel auf seiner Bahn durch die Sternbilder Fische, Walfisch und Widder. Am 5. Juli zieht er in das Sternbild Stier und durchläuft hier den erdfernsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann 405340 km von der Erde entfernt.

Am 10. Juli ist im Sternbild Zwillinge Neumond. Am 11. Juli kann man um 21:15 mit sehr viel Glück die fadendünne Mondsichel mit einem lichtstarken Fernglas tief über dem Westhorizont am Abenddämmerungshimmel entdecken, ca. 3,5° nördlich des 3.9m hellen Sterns Asellus Australis. Die -3,9m helle Venus und der 1.8m helle Mars befinden sich dabei ca. 8° links von der Position des Mondes.

Am 12 Juli kann man um 21:45 die schmale Mondsichel ca. 5° nordöstlich der hellen Venus und des schwächeren Mars tief über dem Westhorizont sehen.
Am 15. Juli zieht der Mond in das Sternbild Jungfrau, hier ist am 17 Juli Halbmond. Am 18. Juli wandert der zunehmende Mond in das Sternbild Waage.
Am 21. Juli durchläuft der Mond im Sternbild Schlangenträger den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Er ist dann 364518 km von uns entfernt.
Am 24. Juli ist im Sternbild Steinbock Vollmond. Um 23:00 kann man ihn hier ca. 6° südlich von Saturn sehen.
Am 26. Juli kann man den Mond um 2:00 ca. 5° südlich von Jupiter über dem Südhorizont sehen. Am 27. Juli kann man den abnehmenden Mond um 23:00 als Aufsuchhilfe für den Planeten Neptun benutzen. Der 7,8m helle Planet kann dann im Fernglas ca. 4,8° nördlich des Mondes gefunden werden.
Am 31. Juli ist Halbmond im Sternbild Widder. Um 23:00 kann der Mond hier als Aufsuchhilfe für den Planeten Uranus genutzt werden. Den 5.8m hellen Uranus kann man bereits mit einem kleinen Fernglas ca. 3° nordöstlich des untergehenden Mondes entdecken.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.