Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Merkur wandert im Januar westlich der Sonne im Bogen durch das Sternbild Schütze. Er kann ab dem 7. Januar bis zum Monatsende gegen 7:30 über dem südöstlichen Horizont gesehen werden. Seine Helligkeit nimmt dabei von 0,7m auf -0,2m zu.
Am Monatsanfang ist Merkur 102,7 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Am 9. Januar sehen wir Merkur im Fernrohr zur Hälfte beleuchtet als „Halb-Merkur“.
Am Monatsende ist Merkur bereits 180,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Venus

Venus ist im Januar strahlender Abendstern. Sie zieht durch das Sternbild Wassermann in das Sternbild Fische.
Am Monatsanfang ist sie -4,3m hell und 114,7 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Am Monatsende ist sie -4,6m hell und 80,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ihr Winkeldurchmesser beträgt dann 31 Bogensekunden.

Mars

Mars zieht im Januar vom Sternbild Wassermann in das Sternbild Fische. Er ist nach der Abenddämmerung bis ca. 21:00 als 1m heller rötlicher Stern zu sehen.
Am Monatsende ist Mars 275,8 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, das Marsscheibchen hat dann einen Winkeldurchmesser von nur noch 5 Bogensekunden. Im Amateurfernrohr kann man auf Mars keine Einzelheiten mehr erkennen.
Am 1. Januar kann Mars als Aufsuchhilfe für den Planeten Neptun dienen. Der 7,9m helle mattblaue Planet befindet sich am Abend 24 Bogenminuten südwestlich des 0,9m hellen Mars.

Jupiter

Der Riesenplanet ist im Januar ab 3:00 bis zur Morgendämmerung sichtbar. Er wandert gemächlich durch das Sternbild Jungfrau. Im Laufe des Monats verringert sich Jupiters Abstand von der Erde von 830,4 Millionen Kilometer auf 757 Millionen Kilometer.
Am Monatsanfang ist er -2,0m hell und hat einen Winkeldurchmesser von 35,8 Bogensekunden. Am Monatsende ist Jupiter -2,2m hell, sein Winkeldurchmesser ist auf 39 Bogensekunden angewachsen.
Im Fernrohr kann man Jupiters helle Monde und seine Wolkenbänder gut erkennen.

Saturn

Saturn kann gegen 7:00 über dem östlichen Horizont gesehen werden. Der 0,6m helle ockerfarbene Planet zieht sehr langsam im Sternbild Schlangenträger in östliche Richtung.
Er ist am Monatsende 1,6 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt dann 16 Bogensekunden.

Uranus

Der 5,8m helle Uranus befindet sich im Sternbild Fische. Wir finden ihn im Fernglas ca. 8,5° südsüdwestlich des 3,6m hellen Sterns Eta Piscium. Er hat seine Oppositionsschleife beendet und wandert nun wieder rechtläufig parallel zur Ekliptik.
Am Monatsanfang ist Uranus 2,95 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Am Monatsende ist Uranus bereits 3,03 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr beträgt sein Winkeldurchmesser nur noch 3,5 Bogensekunden.

Neptun

Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Hier kann der 7,9m helle Planet mit Fernglas oder Fernrohr bis ca. 20:30 gesehen werden, sofern der Nachthimmel klar ist und kein Horizontdunst die Beobachtung stört. Man findet ihn ca. 2° südwestlich des 3,7m hellen Sterns Lambda Aquarii.
Am Monatsende ist Neptun 4,61 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt dann 2,2 Bogensekunden.

Zwergplanet Pluto

Pluto wandert sehr sehr langsam durch das Sternbild Schütze in östliche Richtung. Da die Sonne im Januar vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock zieht, ist der nur 14,3m helle Pluto unbeobachtbar.

 

 

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf vier Kontinenten hat er bislang sechs Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

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