Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Merkur zieht im Januar vom Sternbild Schlangenträger durch das Sternbild Schütze weit in das Sternbild Steinbock. Am Monatsanfang kann man ihn vor Sonnenaufgang ab 7:45 am noch Morgendämmerungshimmel wahrnehmen. In den folgenden Tagen zieht er jedoch an den Taghimmel, wo er mit dem bloßen Auge nicht mehr zu sehen ist, weil die Sonne ihn überstrahlt.

Venus

Venus wandert im Januar vom Sternbild Waage durch das Sternbild Skorpion weit in das Sternbild Schlangenträger. Hier ist sie ab 5:00 niedrig über dem Osthorizont als strahlend heller Morgenstern zu sehen

Mars

Mars zieht im Januar in östliche Richtung durch das Sternbild Fische. Er kann hier von den Abendstunden bis ca. 22:00 gut gesehen werden.

Am Monatsanfang ist Mars 189,7 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser erreicht nur noch 7,5 Bogensekunden und seine Helligkeit beträgt 0.5m. Bis zum Monatsende nimmt der Abstand des Mars von der Erde auf 228 Millionen Kilometer zu, sein Winkeldurchmesser beträgt dann nur noch 6 Bogensekunden, er ist dann nur noch 0,8m hell. Weil das Marsscheibchen im Fernrohr nun ziemlich winzig erscheint, kann man mit einem Fernrohr keine Details der Marsoberfläche mehr wahrnehmen.

Jupiter

Im Januar wandert Jupiter langsam vom Sternbild Skorpion in östliche Richtung in das Sternbild Schlangenträger. Hier kann man ihn mit Glück im letzten Monatsdrittel ab 7:30 am Morgendämmerungshimmel über dem Südosthorizont sehen.

Saturn

Saturn zieht im Januar im Sternbild Schütze sehr langsam parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Am Monatsende kann der Ringplanet mit dem Fernglas ab 7:30 am Morgendämmerungshimmel gesehen werden,

Uranus

Uranus wandert im Januar sehr langsam in westliche Richtung im Sternbild Fische. Man findet den 5,8m hellen Planeten ca. 10,5° südlich des 2,6 m hellen Sterns Sheratan (Beta Arietis).

Uranus kann ab 18:00 mit dem Fernglas ca. 40° hoch über dem Südosthorizont wahrgenommen werden. Im Fernrohr sieht man den 2,93 Milliarden Kilometer fernen Planeten bei hoher Vergrößerung als ein olivgrünes Scheibchen von 3,7 Bogensekunden Durchmesser.

Neptun

Neptun befindet sich im Sternbild Wassermann, ca. 2° östlich des 3,7m hellen Sterns Lambda Aquarii. Der 7,9m helle Planet wandert hier sehr langsam parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Neptun ist nun ca. 4,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Er kann im Januar bis gegen 21:00 mit einem Fernglas oder Fernrohr gesehen werden. Im Fernrohr ab 4 Zoll Durchmesser kann man ihn bei hoher Vergrößerung als ein mattblaues Scheibchen von 2,2 Bogensekunden Durchmesser wahrnehmen.

Zwergplanet Pluto

Pluto hält sich bis 2024 im Sternbild Schütze auf. Der 14,3m helle und 5,3 Milliarden Kilometer ferne Zwergplanet kann im Januar nicht beobachtet werden, da er aus Sicht der Erde jenseits der Sonne am Taghimmel steht.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.