Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Merkur zieht im November zunächst östlich der Sonne vom Sternbild Skorpion in das Sternbild Schlangenträger und dann ab dem 16. 11, wieder zurück in das Sternbild Skorpion. Am 27. passiert ihn hier die Sonne. Am Monatsende befindet sich Merkur in geringem westlichen Abstand zur Sonne im Sternbild Waage. Da Merkurs Winkelabstand von der Sonne im November stets gering bleibt, befindet er sich stets am Taghimmel und ist dort nicht beobachtbar.

Venus

Venus beendet im November ihrer Oppositionsschleife im Sternbild Jungfrau. Ab dem 16. November wandert sie hier wieder in östliche Richtung. Im letzten Monatsdrittel kann man sie ab 5:00 niedrig über dem Osthorizont als -4,6m hellen Morgenstern sehen. 

Mars

Mars zieht im November vom Sternbild Steinbock in östliche Richtung in das Sternbild Wassermann. Er kann hier von den Abendstunden bis ca. 21:30 gesehen werden.
Am Monatsanfang beträgt seine Entfernung von der Erde 116,6 Millionen Kilometer, sein Winkeldurchmesser erreicht 12 Bogensekunden und seine Helligkeit beträgt -0,6m.
Zum Monatsende ist Mars bereits 145,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser erreicht nur noch 9,5 Bogensekunden und seine Helligkeit beträgt 0.0m.
Bei guter Luftruhe kann man während der ersten Monatshälfte in einem Fernrohr mit großer Öffnung bei hoher Vergrößerung Strukturen auf der Marsoberfläche wahrnehmen.

Jupiter

Im November wandert Jupiter langsam vom Sternbild Waage in östliche Richtung in das Sternbild Skorpion. Da er sich jenseits der Sonne am Taghimmel befindet, kann man den Planeten im November nicht beobachten. Am 26. November zieht die Sonne an Jupiter vorbei.

Saturn

Saturn zieht im November im Sternbild Schütze sehr langsam parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Er kann hier in der ersten Monatshälfte am Abenddämmerungshimmel bis ca. 18:30 gesehen werden.

Am Monatsanfang ist Saturn 0,6m hell und 1,58 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt 15,7 Bogensekunden. Am 30. November ist Saturn noch 0,6m hell und 1,63 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt 15,2  Bogensekunden.

Da Saturn tief am Abendhimmel steht, kann er mit Fernrohren nicht mehr sinnvoll beobachtet werden.

Uranus

Uranus wandert im November im Sternbild Widder parallel zur Ekliptik sehr langsam in westliche Richtung. Man findet den 5,7m hellen Planeten ca. 12° südlich des 2,0 m hellen Sterns Hamal.

Der 2,98 Milliarden Kilometer ferne Planet kann ab 21:00 mit dem Fernglas über dem Osthorizont wahrgenommen werden. Im Fernrohr erscheint Uranus bei hoher Vergrößerung als olivgrünes Scheibchen von 3,7 Bogensekunden Durchmesser.

Am 24. Oktober erreichte der Planet seine diesjährige Oppositionsstellung. Er war an diesem Tag 2,828 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Neptun

Neptun befindet sich im Sternbild Wassermann, ca. 2° östlich des 3,7m hellen Sterns Lambda Aquarii. Der 7,9m helle Planet zieht hier bis zum Monatsende auf seiner diesjährigen Oppositionsschleife in westliche Richtung und wird dann wieder rechtläufig. Neptun ist ca. 4,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.
Er kann im November während der ganzen Nacht bis zum Beginn der Morgendämmerung mit einem Fernglas oder Fernrohr wahrgenommen werden. Im Fernrohr ab 4 Zoll Durchmesser kann man ihn bei hoher Vergrößerung als ein mattblaues Scheibchen von 2,3 Bogensekunden Durchmesser sehen.

Zwergplanet Pluto

Pluto hält sich bis 2024 im Sternbild Schütze auf. Der 14,3m helle Zwergplanet kann im November nicht beobachtet werden, da er kurz nach Sonnenuntergang untergeht und vorher vom Abenddunst verdeckt wird.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

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