Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Der flinke Planet wandert im Februar vom Sternbild Schütze durch das Sternbild Steinbock in das Sternbild Wassermann. In den ersten Februartagen kann man ihn noch am Morgendämmerungshimmel erkennen, danach wird sein Winkelabstand zur Sonne zu gering, wodurch er bis zum Monatsende am Taghimmel nicht mehr sichtbar ist.

Venus

Venus ist im Februar strahlender Abendstern. Sie zieht langsam durch das Sternbild Fische. Am Monatsanfang ist sie -4,6m hell und 80,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ihr Winkeldurchmesser beträgt zu diesem Zeitpunkt 31 Bogensekunden. Am Monatsende ist sie -4,6m hell und nur noch 53,8 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Der Winkeldurchmesser der Venussichel beträgt dann bereits 46 Bogensekunden.

Mars

Der Mars zieht im Februar gemächlich parallel zur Ekliptik durch das Sternbild Fische. Er ist nach der Abenddämmerung bis ca. 21:00 als 1,2m heller rötlicher Stern zu sehen.
Am Monatsende ist Mars 303,8 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, das Marsscheibchen hat dann einen Winkeldurchmesser von nur noch 4,6 Bogensekunden. Im Amateurfernrohr kann man auf Mars keine Einzelheiten mehr erkennen.
Am Abend des 27. Februars kann Mars als Aufsuchhilfe für den Planeten Uranus dienen. Der 5,9m helle olivgrünliche Planet befindet sich dann 35 Bogenminuten südlich des dann nur noch 1,3m hellen Mars. Uranus ist hierbei 10 Mal weiter von uns entfernt als der Mars

Jupiter

Der Riesenplanet ist in seine diesjährige Oppositionsschleife eingetreten und wandert nun gemächlich durch das Sternbild Jungfrau in westliche Richtung.
Im Laufe des Monats verringert sich Jupiters Abstand von der Erde von 757 Millionen Kilometer auf 701 Millionen Kilometer. Am Monatsanfang geht er um Mitternacht auf, ist -2,2m hell und hat einen Winkeldurchmesser von 39 Bogensekunden.
Am Monatsende geht Jupiter um 22:00 auf, er ist dann -2,4m hell uns sein Winkeldurchmesser erreicht 42 Bogensekunden. Im Fernrohr kann man Jupiters helle Monde und seine Wolkenbänder gut erkennen.

Saturn

Saturn kann während des Februars vor Beginn der Morgendämmerung über dem östlichen Horizont gesehen werden. Der 0,6m helle ockerfarbene Planet zieht hier sehr langsam vom Sternbild Schlangenträger in das Sternbild Schütze. Er ist am Monatsende 1,54 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt dann 16,1 Bogensekunden.

Uranus

Der 5,8m helle Uranus befindet sich im Sternbild Fische. Wir finden ihn im Fernglas ca. 7,6° südsüdwestlich des 3,6m hellen Sterns Eta Piscium. Er hat seine Oppositionsschleife beendet und wandert nun wieder rechtläufig parallel zur Ekliptik.
Am Monatsanfang ist Uranus 3,03 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.
Am Monatsende ist Uranus bereits 3,09 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr beträgt sein Winkeldurchmesser nur noch 3,4 Bogensekunden.

Neptun

Neptun zieht im Februar langsam im Sternbild Wassermann in östliche Richtung. Hier kann der 7,9 m helle Planet am Monatsanfang mit Fernglas oder Fernrohr bis ca. 18:30 gesehen werden, sofern der Nachthimmel klar ist und kein Horizontdunst die Beobachtung stört.
Man findet ihn ca. 1° südwestlich des 3,7m hellen Sterns Lambda Aquarii. Ab der Monatsmitte wird der dann 4,62 Milliarden Kilometer von der Erde entfernte Planet am Abenddämmerungshimmel unsichtbar.

Zwergplanet Pluto

Pluto wandert sehr sehr langsam im Sternbild Schütze in östliche Richtung. Da die Sonne im Februar vom Sternbild Steinbock in das Sternbild Wassermann zieht, ist der nur 14,3m helle Pluto am vor Beginn der Morgendämmerung noch zu nah am Horizont und daher  unbeobachtbar.
Der 2300 km große Zwergplanet ist derzeit 5,08 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Er erscheint am Himmel mit einem Winkeldurchmesser, der dem eines 2,3 Millimeter großen Stecknadelkopfes entspricht, den man aus 5,08 Kilometern Entfernung betrachtet.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf vier Kontinenten hat er bislang sechs Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

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