Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Der flinke Planet zieht im Juli jenseits der Sonne aus dem Sternbild Zwillinge durch das Sternbild Krebs in das Sternbild Löwe. Da er sich dabei östlich der Sonne aufhält, geht er nach der Sonne unter und kann bei klarem Wetter während des gesamten Monats nach Sonnenuntergang mit einem Fernglas und etwas Glück sehr niedrig über dem westnordwestlichen Horizont aufgefunden werden.

Venus

Venus ist im Juli in der Morgendämmerung als strahlender Morgenstern über dem östlichen Horizont zu sehen. Sie zieht im Laufe des Monats westlich der Sonne durch das Sternbild Stier in das Sternbild Orion, Am Monatsende ist sie 170 Millionen Kilometer von der Erde entfernt,

Mars

 Mars wandert im Juli vom Sternbild Zwillinge in das Sternbild Krebs. Da auch die Sonne in diesem Monat vom Sternbild Zwillinge in das Sternbild Krebs zieht, befindet sich Mars am Taghimmel. Da die Winkelgeschwindigkeit der Sonne größer ist als die des Mars, überholt die Sonne am 25. Juli den Roten Planeten. An dem Tag ist Mars 397 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Jupiter

Der -2,0m helle Riesenplanet zieht im Juli im Sternbild Jungfrau sehr langsam entlang seiner Bahn, parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Am Monatsende beträgt sein Winkeldurchmesser noch 34 Bogensekunden, Jupiter ist dann 861 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr kann man bei hoher Vergrößerung Jupiters Wolkenbänder und seine hellen Monde gut erkennen.

Saturn

Saturn kann im Juli bis nach Mitternacht beobachtet werden. Der 0,1m helle ockerfarbene Planet wandert im Sternbild Schlangenträger parallel zur Ekliptik sehr langsam in westlicher Richtung. Am Monatsende ist Saturn 1,39 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt dann 17,8 Bogensekunden. Im Fernrohr kann man den Saturnring sowie die hellen Monde des fernen Ringplaneten beobachten.

Uranus

Der 5,8m helle Uranus zieht im Juli im Ostteil des Sternbilds Fische sehr langsam parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Uranus geht kurz nach Mitternacht auf und kann ab 3:00 mit dem Fernglas oder Fernrohr über dem östlichen Horizont aufgefunden werden. Am Monatsende ist Uranus 2,95 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Neptun

Der 7,8m helle Neptun zieht im Juli sehr langsam auf seiner diesjährigen Oppositionsschleife im Sternbild Wassermann in westliche Richtung. Er geht gegen Mitternacht auf und kann ab 2:00 mit dem Fernglas oder Fernrohr gesehen werden.
Am Monatsende ist Neptun 4,36 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Zwergplanet Pluto

Der Zwergplanet Pluto erreicht am 8. Juli im Sternbild Schütze seine diesjährige Oppositionsstellung. Da Pluto nur 14,3m hell ist, braucht man ideale Beobachtungsbedingungen und Fernrohre ab 14 Zoll Öffnung, um den 4,84 Milliarden Kilometer von uns entfernt liegenden Pluto wahrnehmen zu können.
Pluto mit dem Fernrohr betrachten zu wollen ist eine Herausforderung. Sie ist ähnlich aussichtsreich wie der Versuch, mit dem Fernrohr einen 2,3 Millimeter großer Stecknadelkopf in 4,84 Kilometern Entfernung zu beobachten.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf vier Kontinenten hat er bislang sechs Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

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