Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Im Januar wandert Merkur aus Sicht der Erde aus dem Sternbild Schütze weit in das Sternbild Steinbock. Da die Sonne ebenfalls vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock zieht, befindet sich der flinke Planet nahe der Sonne bis zum Monatsende am Taghimmel.

Venus

Venus wandert im Januar als –4,1m heller Abendstern aus dem Sternbild Steinbock weit in das Sternbild Wassermann. Am 27. Januar kann sie als Aufsuchhilfe für Neptun dienen, um 19:45 passiert sie den 7,9m hellen Eisplaneten im südlichen Abstand von 7 Bogenminuten. Bis zum Monatsende wächst der östliche Abstand der Venus von der Sonne auf 40° an.

Mars

Der 1,5m helle Mars wandert im Januar vom Sternbild Waage durch das Sternbild Skorpion in das Sternbild Schlangenträger. Mars kann hier ab 6:30 mit dem Fernglas am Morgendämmerungshimmel gesehen werden. Am Monatsanfang ist Mars 327 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Bis zum Monatsende verringert sich dieser Abstand auf 292 Millionen Kilometer.

 

Jupiter

Jupiter zieht im Januar rechtläufig mit geringem Winkelabstand von der Sonne durch das Sternbild Schütze. Erst in den letzten Januartagen kann man den -1,9m hellen Riesenplaneten gegen 7:00 über dem Südosthorizont erspähen. Er ist dann noch 909 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.  

Saturn

Saturn befindet sich im Sternbild Schütze am Taghimmel und kann daher nicht beobachtet werden. Am 13. Januar wird Saturn im Sternbild Schütze sogar von der Sonne bedeckt. Im kommenden Monat kann Saturn wieder am Morgendämmerungshimmel sichtbar werden.

Uranus

Uranus beendet im Januar im Sternbild Widder seine Oppositionsschleife und wandert ab dem 14. Januar wieder sehr langsam in östliche Richtung. Er kann bis ca. 23:00 mit dem Fernglas problemlos gesehen werden. Der 5,8m helle Planet ist ca. 11,6° südlich des 2m hellen Sterns Hamal zu finden, des hellsten Sterns im Sternbild Widder. Uranus ist am Monatsende 2,98 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr erscheint er bei hoher Vergrößerung als ein olivgrünes mattes Scheibchen von 3,6 Bogensekunden Durchmesser.

Neptun

Der 7,9m helle Neptun befindet sich im Januar im Sternbild Wassermann und kann hier bis ca. 19:00 mit einem Fernglas oder Fernrohr ca. 1° westlich des 4,2m hellen Sterns Phi Aquarii wahrgenommen werden. Am Monatsende ist Neptun ca. 4,6 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Am 27. Januar kann Venus als Aufsuchhilfe für den Neptun dienen, um 19:45 passiert der strahlende Abendstern den 7,9m hellen Eisplaneten im südlichen Abstand von 7 Bogenminuten.

Zwergplanet Pluto

Pluto wird noch bis 2024 sehr langsam auf seiner Bahn durch das Sternbild Schütze wandern. Derzeit ist der 2300 km große Zwergplanet nur 14,4m hell und ca. 5,22 Milliarden Kilometer von uns entfernt. Pluto befindet sich am Himmel ca. 2° westlich von Saturn, er leuchtet jedoch 13,9m schwächer als der drei Mal nähere und 53 Mal größere Ringplanet.

Von der Erde aus betrachtet ist Saturn derzeit ca. 330000 Mal heller als Pluto.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.