Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Merkur wandert im Dezember aus dem Sternbild Schütze zurück in das Sternbild Schlangenträger. Da die Sonne zugleich vom Sternbild Schlangenträger in das Sternbild Schütze wandert, befindet sich Merkur am Taghimmel.
Am 13. Dezember zieht der flinke Planet an der Sonne vorbei in westliche Richtung. Ab dem 20. Dezember bis zum Monatsende kann man Merkur gegen 7:30 mit dem Fernglas niedrig über dem Südosthorizont beobachten. Seine Helligkeit nimmt dabei zu, am Monatsende erreicht sie -0,3m

Venus

Venus zieht im Dezember vom Sternbild Waage durch die Sternbilder Skorpion und Schlangenträger hinter der Sonne her in das Sternbild Schütze. Dadurch nimmt ihr Winkelabstand von der Sonne so sehr ab, dass man sie nur noch in den ersten Dezembertagen vor dem Sonnenaufgang am Morgendämmerungshimmel auffinden kann.

Mars

Mars wandert im Dezember parallel zur Ekliptik vom Sternbild Jungfrau in das Sternbild Waage. Er kann hier drei Stunden vor Sonnenaufgang über dem östlichen Horizont gesehen werden. Mars ist am Monatsende noch 292 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und sein Winkeldurchmesser beträgt nur 4,8 Bogensekunden. Daher kann man im Fernrohr noch keine Einzelheiten auf der Marsoberfläche sehen.

Jupiter

Jupiter zieht im Dezember gemächlich im Sternbild Waage in östliche Richtung. Da die Sonne zugleich zügig vom Sternbild Schlangenträger in das Sternbild Schütze wandert, geht Jupiter immer früher vor der Sonne auf und kann daher im Dezember gegen 6:00 über dem östlichen Horizont gesehen werden. Der -1,8m helle Riesenplanet erreicht am Monatsende einen Winkeldurchmesser von 33 Bogensekunden und ist dann noch 892 Millionen Kilometer von der Erde entfernt

Saturn

Saturn wandert im Dezember im Sternbild Schütze in östliche Richtung. Er steht von uns aus gesehen hinter der Sonne am Taghimmel und kann daher nicht beobachtet werden

Uranus

Der 5,8m helle Uranus befindet sich im Sternbild Fische. Er wandert hier in seiner Oppositionsschleife parallel zur Ekliptik in westliche Richtung.
Wir finden ihn im Fernglas ca. 6,5° südlich des 3,6m hellen Sterns Eta Piscium. Er kann hier bis nach Mitternacht mit dem Fernglas oder Fernrohr gesehen werden.
Am Monatsanfang ist Uranus 2,87 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Am Monatsende ist Uranus bereits 2,94 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr beträgt sein Winkeldurchmesser ca. 3,6 Bogensekunden.

Neptun

Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Hier kann man den 7,9m hellen Planeten mit einem Fernglas oder Fernrohr bis ca. 21:00 sehen, wenn der Nachthimmel klar ist und kein Horizontdunst die Beobachtung stört.
Man findet Neptun ca. 0,5° südlich des 3,7m hellen Sterns Lambda Aquarii. Am Monatsende ist Neptun 4,55 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, sein Winkeldurchmesser beträgt dann 2,2 Bogensekunden.

Zwergplanet Pluto

Pluto befindet sich im Sternbild Schütze und geht hier im Dezember schon während der Abenddämmerung unter. Der 14,3m helle Zwergplanet ist nun ca. 5,16 Milliarden Kilometer von uns entfernt. Da er zu schwach leuchtet und zu niedrig über dem Horizont steht, kann er derzeit nicht beobachtet werden.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf vier Kontinenten hat er bislang sechs Totale Sonnenfinsternisse erlebt. 

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