Der aktuelle Planetenlauf im Überblick

Merkur

Im März zieht Merkur in einem Bogen vom Sternbild Wassermann nah Westen in das Sternbild Steinbock und dann wieder zurück in östliche Richtung in das Sternbild Wassermann. Mit viel Glück kann man den 2,6m hellen Merkur am Monatsanfang um 7:00 kurz vor Sonnenaufgang im Fernglas tief über dem Osthorizont entdecken. Danach nimmt Merkurs Winkelabstand von der Sonne ab, sodass der flinke Planet mit der Sonne am Taghimmel steht.

Venus

Venus zieht im März als hell strahlender Abendstern aus dem Sternbild Fische durch das Sternbild Widder in das Sternbild Stier. Sie ist bis vier Stunden nach Sonnenuntergang sichtbar. Bis zum 24. März wächst der östliche Abstand der Venus von der Sonne auf den maximalen Wert von 46,04° an, Venus wird dabei -4,4m hell und erreicht dadurch ihren „größten Glanz“.

Mars

Mars wandert im März vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock. Er kann hier ab 5:00 mit dem Fernglas über dem Südosthorizont gesehen werden. Am Monatsanfang ist Mars 256 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und 1,1m hell. Bis zum Monatsende verringert sich dieser Abstand auf 211 Millionen Kilometer, und seine Helligkeit steigt auf 0,8m an. Der Winkeldurchmesser seines Planetenscheibchens beträgt dann 6,4 Bogensekunden. Daher kann man im Fernrohr noch keine Details auf seiner Oberfläche wahrnehmen. In den kommenden sechs Monaten wird sich das ändern. Mars wird seinen Winkeldurchmesser bis dahin verdreifachen.

 

Jupiter

Jupiter wandert im März sehr langsam rechtläufig auf der Ekliptik durch das Sternbild Schütze. Am Monatsanfang kann man den -2,0m hellen Riesenplaneten ab 6:00 über dem Südosthorizont sehen. Er ist dann 862 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und sein Winkeldurchmesser beträgt 34 Bogensekunden. Am Monatsende kann man Jupiter bereits gegen 5:00 über dem Südosthorizont wahrnehmen. Er ist dann nur noch 798 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, seine Helligkeit erreicht -2,2m, und sein Winkeldurchmesser beträgt dann bereits 37 Bogensekunden.

Saturn

Saturn wandert im März ganz langsam aus dem Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock. Der Ringplanet geht in diesem Monat 1,5 Stunden vor der Sonne auf. Am Monatsanfang kann man den 0,7m hellen Saturn 8,6° östlich von Jupiter sehen. Am Monatsende ist der 0,7m helle Saturn ca. 6,4° östlich von Jupiter zu sehen, da Jupiter auf seiner Bahn schneller wandert als Saturn. Saturn ist am Monatsende 1,543 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Uranus

Uranus wandert im März sehr langsam im Sternbild Widder in östliche Richtung. Man kann ihn dort bis ca. 20:00 mit dem Fernglas bei sternklarem Himmel problemlos sehen. Der 5,8m helle Planet befindet sich ca. 11° südlich von Hamal, dem hellsten Sterns im Sternbild Widder. Uranus ist am Monatsende 3,05 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Im Fernrohr kann man ihn bei hoher Vergrößerung als ein olivgrünes mattes Scheibchen von 3,5 Bogensekunden Durchmesser wahrnehmen.

Neptun

Neptun befindet sich im März im Sternbild Wassermann. Am 8. März erreicht er hier seine Konjunktion mit der Sonne. Neptun steht daher aus Sicht der Erde jenseits der Sonne am Taghimmel und kann nicht beobachtet werden.

Zwergplanet Pluto

Pluto wandert noch bis 2024 sehr langsam auf seiner Bahn durch das Sternbild Schütze. Im Monat März ist der 2300 km große Zwergplanet nur 14,4m hell und ca. 5,22 Milliarden Kilometer von uns entfernt. Pluto befindet sich am Himmel nun ca. 4,3° westlich von Saturn, er leuchtet jedoch 13,9m schwächer als der drei Mal nähere und 53 Mal größere Ringplanet.

Von der Erde aus betrachtet leuchtet Saturn ca. 330000 Mal so hell wie als Pluto.

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Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik.  Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als KInd erlebte er unerwartet eine Mondfinsternis, das weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er  ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.
Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Auf fünf Kontinenten hat er bislang sieben Totale Sonnenfinsternisse erlebt.