Der Sternenhimmel im Mai 2022

Am 1. Mai geht die Sonne gegen 21:00 unter. Am 2. Mai geht sie gegen 6:00 wieder auf. Astronomisch dunkel wird es am 1. Mai jedoch erst gegen 23:30, und am 2. Mai endet die astronomische Dunkelheit bereits um 3:45. Die Nacht ist daher am Monatsanfang nur noch ca. vier Stunden lang astronomisch dunkel. Am Monatsende wird es nördlich des 50sten Breitengrades nicht mehr astronomisch dunkel, weil die Sonne dort nicht mehr weit genug unter den Nordhorizont sinkt.
Obwohl der Sommer steht bereits vor der Tür steht, können die Mainächte kühl sein. Dadurch kann sich nach Mitternacht unter sternklaren Nächten in Tälern und über Äckern und Wiesen Bodennebel bilden. Da kalte Nachtluft eine größere Dichte hat, fließt sie von den Höhen in die Täler und Senken ab. Hoch gelegene Beobachtungsplätze bleiben dadurch meist nebelfrei, wodurch sie für Himmelsbeobachtungen bestens geeignet sind. Unter sternklarem Nachthimmel können die Temperaturen so weit absinken, dass man in der zweiten Nachthälfte manchmal Raureif erleben kann. Damit man entspannt und aufmerksam beobachten kann, muss man sich daher warm anziehen.
Dank der leistungsfähigen Wetter-Apps kann man zum Glück jederzeit prüfen, wie sich das lokale Wetter entwickelt. Dadurch kann man die kommenden Phasen mit gutem Beobachtungswetter rechtzeitig erkennen, um sie für Beobachtungen und für die Astrofotografie zu nutzen.

Die besten Beobachtungsbedingungen findet man an abgelegenen dunklen Standorten. Diese Plätze müssen einen Untergrund bieten, der tragfähig und eben ist. Der Beobachtungsplatz sollte möglichst hoch gelegen sein, um eine freie Rundumsicht bis zum fernen Horizont zu gewährleisten. Falls man dort eine längere Beobachtung beabsichtigt, sollte man Campingstühle aufstellen, sowie einen kleinen Tisch, auf dem man Zubehör so ablegen kann, dass man es in der Dunkelheit sicher findet. Nützlich sind auch kleine Rotlichtlampen, mit denen Stühle, Tisch und Stativbeine markieren kann.
Der Beobachtungsplatz sollte mit dem Auto erreichbar sein, damit man seine Geräte problemlos hinbringen kann. Anschließend muss man die Geräte dort aufbauen und einrichten. Das Aufbauen sollte man vorher so üben, dass beim Aufbauen am dunklen Beobachtungsplatz jeder Handgriff sitzt. Dadurch wird beim Aufbau und während der Beobachtung nichts schief gehen, und es wird kein Stativ umfallen. Ferngläser und Fernrohre brauchen vor dem Beginn der Beobachtung Zeit zum Auskühlen. Das dauert umso länger, je größer die Geräte sind. Sind die Geräte ausgekühlt, sollte man ihre Kollimation überprüfen und gegebenenfalls justieren. Dann können die Geräte ihre beste Leistung erbringen.

Man sollte auch Handtücher dabei haben, damit man nach der Beobachtung die Tautropfen von den Geräten abtrocknen kann.

Am 16. Mai ist Vollmond. Dabei kommt es beim Monduntergang zu einer totalen Mondfinsternis. Neumond ist am 30. Mai. Daher bietet die erste Maiwoche nach Mitternacht die besten Bedingungen zur Beobachtung von Deep-Sky-Objekten und der Milchstraße.

In der ersten Maiwoche kann man Merkur nach Sonnenuntergang im Westen am Abendhimmel sehen. In der letzten Stunde vor Sonnenaufgang kann man die Venus als Morgenstern sehen. Vor dem Beginn der Morgendämmerung kann man über dem Ostsüdost-Horizont den -2,4m hellen Jupiter, den 0,7m hellen Mars und den 0,8m hellen Saturn beobachten. Am 25. Mai um 5:00 kann man im Sternbild Fische eine Konjunktion des Mars mit Jupiter beobachten.

Im Mai 2022 sind von Mitteleuropa aus keine hellen Kometen beobachtbar.

 

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