Der Sternenhimmel im Dezember

Am 1. 12. geht die Sonne gegen 16:33 unter. Danach ist die Nacht von 18:30 bis 6:17 am folgenden Morgen astronomisch dunkel, und um 8:17 geht die Sonne wieder auf.
Am 22. Dezember ist um 5:19 MEZ die Wintersonnenwende. Daher ist der 22. Dezember der kürzeste Tag des Jahres: Da geht die Sonne gegen 16:32 unter und am folgenden Morgen um 8:32 wieder auf. Die astronomische Dunkelheit beginnt um 18:35 und endet um 6:34, und sie ist in dieser Nacht zum 23. 12. 12 Stunden lang.

Im Dezember gibt es die längsten Nächte des Jahres. Wenn es das Wetter erlaubt, kann man am Abendhimmel im Westen noch einige Sommersternbilder sehen, während im Süden die Herbststernbilder stehen. Sechs Stunden später ist Mitternacht, dann stehen im Süden die Wintersternbilder, und ein paar Stunden nach Mitternacht kann man schon die Frühlingssternbilder sehen. Was für Möglichkeiten !      
Doch leider das Wetter im Dezember kalt, der Himmel ist oft wolkenverhangen und regnerisch, die Nächte dauern lange, sind jedoch selten für eine längere Zeit sternklar. Will man Himmelsbeobachtungen machen, muss man auf die örtlichen Wettervorhersagen im Blick halten, damit man die Chancen auf mögliche länger auftretende Wolkenlücken rechtzeitig bemerkt.

Für ein schönes Beobachtungserlebnis braucht man jedoch mehr als den sternklaren Nachthimmel. Man sollte man so warm angezogen sein, dass man die Beobachtung buchstäblich gut durchstehen kann. Der Beobachtungsplatz sollte abgelegen und vor Fremdlicht gut geschützt sein, er muss einen festem Untergrund haben und zugleich eine gute Fernsicht bieten. Damit man in der Kälte nicht ewig lange am Nachthimmel nach den Himmelsobjekten suchen muss, die man sich anschauen möchte,  sollte man darüber Bescheid wissen, welche dieser Himmelsobjekte man mit dem vorhandenen Beobachtungsgerät erfolgreich beobachtet kann, und wie man diese am Himmel findet. Zudem sollte man wissen, was für Zubehör man dafür braucht, wie man sein Fernrohr justiert, wie lange man abwarten muss, bis es ausgekühlt und einsatzfähig ist, und wie man sein Gerät im Dunkeln zuverlässig bedient.

Das Beobachten in der Nacht macht Freude, bis man zu frieren beginnt. Daher sollte man dafür sorgen, dass man sich zwischendurch entspannen und aufwärmen kann. In der Kälte können mit warmen Decken ausgepolsterte Campingstühle, ein kleiner Tisch mit einer vollen Keksdose, großen Bechern und einer großen Thermoskanne mit heißem Tee die Motivation der Beobachter stützen. Es ist auch hilfreich, wenn man in der Dunkelheit nicht allein beobachtet, sondern das gemeinsam mit Freunden tut. In dem Fall kann man nämlich mehrere Geräte aufstellen, man kann mit diesen mehr Beobachtungserfahrungen sammeln, und man kann sich darüber austauschen.

Auch in der mondlos sternklaren Winternacht muss man stets ein Auge auf die aktuelle Wetterentwicklung haben, damit man seine Geräte rechtzeitig abbauen und in Sicherheit bringen kann, bevor aus der Dunkelheit Regen oder Schnee über den Beobachtungsplatz hereinbrechen. Kleinere Geräte bieten den Vorteil, dass sie sich leicht abbauen und schnell verstauen lassen.

Am 12. Dezember ist Vollmond, am 26. Dezember ist Neumond. Daher lassen sich in der ersten Dezemberwoche und in den letzten beiden Dezemberwochen Deep-Sky-Beobachtungen mit gutem Erfolg durchführen.  Nach Sonnenuntergang kann man über dem Südwesthorizont die Venus sehen. Saturn ist nur noch in der ersten Dezemberwoche am Abenddämmerungshimmel wahrnehmbar. Uranus lässt sich bis nach Mitternacht und Neptun noch bis ca. 22:00 beobachten. Der Mars ist ab 6:00 über dem Osthorizont sichtbar, und Merkur lässt während der ersten Monatshälfte noch in der Morgendämmerung mit dem Fernglas aufspüren.

Am 14. Dezember erreicht der Sternschnuppenstrom der Geminiden sein diesjähriges Maximum. Leider beeinträchtigt das Licht des noch fast vollen Mondes die Beobachtung dieser Sternschnuppen.

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