Der Sternenhimmel im Februar 2023

Die Februarnächte sind in Mitteleuropa lang. Am Monatsanfang beginnt die astronomische Dunkelheit um 19:20 und dauert elf Stunden. Am Monatsende ist es ab 20:00 astronomisch dunkel und bleibt so 9,5 Stunden lang. In derart langen Nächten lässt sich vieles beobachten.

Das Februarwetter ist für Himmelsbeobachtungen leider häufig ungünstig. Man sollte seine Ausrüstung dennoch stets einsatzbereit halten, sodass man Phasen mit sternklarem Nachthimmel nutzen kann. Man sollte immer wieder mal kurz prüfen, wie der Nachthimmel aktuell aussieht, und man sollte die für den Beobachtungsplatz gültige lokale Wettervorhersage (z. B. Wetteronline, Meteoblue oder Kachelmannwetter) stets im Auge behalten.

Für erfolgreiche Himmelsbeobachtungen braucht man auch einen geeigneten Beobachtungsplatz. Der sollte gut erreichbar sein, zugleich aber abgelegen liegen, dass man dort ungestört bleibt. Er sollte abseits von Ortschaften oder Gewerbegebieten liegen, deren Lichtglocken den Nachthimmel aufhellen. Er sollte zugleich einen möglichst weiten Rundblick zum fernen Horizont bieten. Der Untergrund am Beobachtungsplatz muss fest sein, damit Stative dort sicher stehen, und er muss eben sein, dass man dort im Dunkeln über nichts stolpert. Zudem sollte er etwas Schutz vor kaltem Wind bieten.

Wenn Wetter und Beobachtungsplatz passen, kann man schöne Beobachtungen machen. Dafür muss man jedoch wissen, welche Himmelsobjekte man beobachten möchte, wie man sie am Nachthimmel auffindet, und ob sie mit dem verfügbaren Gerät wahrnehmen kann.

Hat man sein Beobachtungsgerät aufgestellt, muss es zunächst auskühlen. Handelt es sich um ein Newton-Teleskop, sollte man nach dem Auskühlen die Kollimation der Spiegel überprüfen und sie justieren. Falls man nur wenige Stunden lang beobachten kann, sollte man kleine Fernrohre benutzen, da diese schneller auskühlen.

Wenn das Wetter, der Beobachtungsplatz und die Geräte passen, sinddadurch  wesentliche Voraussetzungen für ein schönes Beobachtungserlebnis erfüllt. Man braucht am Beobachtungsplatz aber auch bequeme Sitzgelegenheiten sowie einen kleinen Tisch mit Rotlicht. Auf dem Tischchen kann man sein Zubehör griffbereit halten, und eine Thermoskanne mit heißem Tee. An einem Becher voll heißem Tee kann man kalte Finger sehr angenehm wärmen, und knusprigen Kekse aus einer griffbereiten Dose bringen die Stimmung und den Blutzuckerspiegel wieder auf die für Beobachtungen erforderliche Höhe.

Will man in Winternächten beobachten, muss man sich entsprechend anziehen. Am Kopf braucht man eine Mütze, die auch die Ohren zuverlässig bedeckt. Für die Hände empfiehlt sich eine Kombination aus Fingerhandschuhen und großen Fellfäustlingen. Für die Füße mehrere Wollstrümpfe übereinander in Winterstiefeln. Um den Hals ein breiter Schal, und am Körper mehrere Lagen Skiunterwäsche, dazu 1 – 2 Pullover, eine Fleecejacke und darüber eine Daunenjacke. Empfehlenswert ist auch ein Handwärmer mit Powerbank-Funktion.

Am 5. Februar ist Vollmond, und am 20. Februar ist Neumond. Am Abendhimmel kann man über dem Südwesthorizont Jupiter und Venus sehen. Den Uranus kann man mit Fernrohr und Fernglas bis Mitternacht gut wahrnehmen. Der Mars ist bis nach Mitternacht mit bloßem Auge zu sehen.

Am Monatsanfang sollte man die Gelegenheit nutzen, den dann noch 5 mag hellen Kometen C/2022 E3 ZTF mit einem Fernglas oder einem Kometensucher zu beobachten. Der Komet wandert im Lauf des Monats vom Sternbild Giraffe durch das Sternbild Fuhrmann in das Sternbild Stier. Bis zum Monatsende wird seine Helligkeit auf ca. 8,5 mag absinken.

 

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