Der Sternenhimmel im Dezember

Am 1. 12. geht die Sonne gegen 16:33 unter und am folgenden Morgen um 8:17 wieder auf. Die astronomische Dunkelheit beginnt um 18:30 und endet um 6:17. Sie dauert am Monatsanfang somit fast 12 Stunden.
Am 21. Dezember ist um 17:28 MEZ die Wintersonnenwende. An dem Tag geht die Sonne gegen 16:32 unter und am folgenden Morgen um 8:32 wieder auf. Die astronomische Dunkelheit beginnt um 18:35 und endet um 6:34. Sie dauert somit volle 12 Stunden.
Der Dezember bietet den Amateurastronomen die längsten Nächte des Jahres. Wenn das Wetter mitspielt, kann man in diesen Nächten viele interessante Himmelsobjekte beobachten. Dann kann man am Abendhimmel im Westen noch die Sommersternbilder sehen, und im Meridian die Herbststernbilder. Sechs Stunden später stehen um Mitternacht die Wintersternbilder im Süden. Einige Stunden nach Mitternacht stehen die Frühlingssternbilder in einer günstigen Beobachtungsposition. Leider ist das Wetter im Dezember häufig schlecht, lange sternklare Nächte sind daher rar. Man muss die örtlichen Wettervorhersagen verfolgen, um zu erfahren, ob längere Phasen mit Wolkenlücken auftreten können, die man für Beobachtungen nutzen kann.
Steht man dann unterm Sternenhimmel, sollte man wissen, welche Himmelsobjekte wann beobachtet werden können, und welche von diesen Objekten man mit dem vorhandenen Beobachtungsgerät wahrnehmen kann. Wenn man Himmelsobjekte gemeinsam mit anderen Sternfreunden beobachtet, die ihre Geräte mitbringen, kann man bei den Beobachtungen mit unterschiedlichen Fernrohre und Ferngläser einsetzen und dabei mehr Beobachtungserfahrung sammeln.
Kälte und Wetter können bei den Beobachtungen empfindlich stören. Gegen Kälte hilft warme Bekleidung. Hat man einen windgeschützten Beobachtungsplatz sowie eine große Thermoskanne mit heißem Tee, wirkt sich die Kälte auf die Beobachtungen weniger stark aus. Hat man gepolsterte Sitzgelegenheiten zur Verfügung, muss man in der nächtlichen Kälte nicht andauernd stehen.
Während man beobachtet, muss man auch auf das Wetter achtgeben, damit man bei drohender Wetterverschlechterung die Geräte rechtzeitig abbauen und in Sicherheit bringen kann. In dem Fall ist es vorteilhaft, kleinere Geräte zu verwenden, denn man kann diese schnell abbauen und verstauen.
Damit die Beobachtungsgeräte ihr volles Leistungsvermögen entfalten können, sollte man einen Beobachtungsplatz wählen, an dem der Nachthimmel dunkel und sternenklar ist.
Wenn man mit Fernrohren oder Ferngläsern den Nachthimmel beobachten will, müssen diese Geräte gut kollimiert sein. Außerdem müssen sie vor dem Beginn der Beobachtung abkühlen, bis sie die gleiche Temperatur wie der Beobachtungsplatz haben. Wenn man die Geräte aufgestellt hat, muss man mit dem Beobachten warten, bis die Geräte den erforderlichen Betriebszustand erreicht haben. Anderenfalls wird das Beobachtungserlebnis weniger Freude machen.
Am 3. Dezember ist Vollmond, am 18. Dezember ist Neumond.
Nach Sonnenuntergang kann man über dem Südwesthorizont Uranus bis nach Mitternacht und Neptun bis ca. 22:00 beobachten.
Vor dem Beginn der Morgendämmerung kann man Jupiter und Mars über dem Südosthorizont sehen.
In der Nacht vom 13. zum 14. Dezember erreicht der Sternschnuppenstrom der Geminiden gegen 1:00 sein diesjähriges Maximum. Man kann dann mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde rechnen, viele davon sind relativ hell. Da der Mond in dieser Nacht die Beobachtung nicht stören kann, sind die Chancen für eine schöne Sternschnuppenbeobachtungsnacht gut, sofern das Wetter mitspielt.

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