Der Sternenhimmel im Februar

Die Februarnächte sind lang. Am Monatsanfang ist die Nacht ab 19:20 astronomisch dunkel und bleibt es fast elf Stunden lang. Am Monatsende beginnt hier die astronomische Dunkelheit gegen 20:05 und endet nach 9,5 Stunden. Die langen Nächte bieten Chancen für vielfältige Himmelsbeobachtungen.

Leider ist das Februarwetter häufig unbeständig und für astronomische Beobachtungen gar nicht ideal. Dennoch sollte man seine Ausrüstung stets einsatzbereit haben, denn auch im Februar gibt es Phasen mit sternklarem Nachthimmel, manchmal dauern sie nur einige Stunden, manchmal bleiben aber auch mehrere Nächte in Folge sternenklar. Damit man diese Phasen nicht verpasst, sollte man ein Auge auf den aktuellen Nachthimmel haben und regelmäßig in die lokale Wettervorhersage (z. B. Wetteronline oder Meteoblue) schauen.

Für eine erfolgreiche Himmelsbeobachtung braucht man nicht nur das passende Wetter, sondern auch einen guten Beobachtungsplatz. Ein idealer Beobachtungsplatz muss gut erreichbar sein, er sollte zugleich aber auch so abgelegen liegen, dass man dort ungestört beobachten kann. Er sollte abseits der Lichtglocken von Orten und Industriegebieten liegen, welche den Nachthimmel aufhellen. Der Beobachtungsplatz sollte erhöht liegen, damit man von dort einen weiten Rundblick hat. Der Untergrund muss dort fest sein, damit die Stative einen sicheren Stand haben, und er sollte eben sein, damit man dort in der Dunkelheit nicht ins Stolpern kommt. Außerdem sollte er einen Windschutz bieten, weil kalter Wind die Augen zum Tränen bringt, wodurch man nichts mehr beobachten kann.

Damit die Beobachtungen gelingen können, muss man sich vorher darüber im Klaren sein, welche Himmelsobjekte man vom Beobachtungsplatz mit den verfügbaren Ferngläsern und Fernrohren erfolgreich beobachten kann, wann sich diese Himmelsobjekte am günstigsten beobachten lassen, und wie man sie am Nachthimmel auffindet.

Man muss man mit der Ausrüstung so gut vertraut sein, dass man sie auch im Dunkeln sicher aufbauen kann, und dass man sie während der Beobachtungen im Dunkeln sicher handhaben kann. Man muss mit der Beobachtung rechtzeitig aufhören, bevor man zu müde wird, und bevor die Finger in der Kalte zu steif werden, um die Geräte im Dunkeln so sicher abbauen und verpacken zu können, dass hierbei alles heil bleibt und kein Teilchen verloren geht.
Bevor man mit dem Beobachten loslegt, muss man die Geräte auskühlen lassen und ihre Kollimation prüfen. Nur ausgekühlte und gut kollimierte Geräte können beim Beobachten ihre beste Leistung erbringen. Falls zum Beobachten nur ein bis zwei Stunden zur Verfügung stehen können, kann man diese Zeitspanne mit kleineren Geräten länger ausnutzen.

Wenn man in der Beobachtungsnacht auch mal sitzen möchte, muss man für bequeme Sitzgelegenheiten sorgen. Man sollte auch einen kleinen Tisch aufstellen, auf dem man sein Zubehör so griffbereit ablegen kann, dass man im Dunkeln nicht umständlich danach suchen muss. Bei Müdigkeit und Kälte helfen eine große Thermoskanne mit heißem Tee und eine gut gefüllte Keksdose, und man kann seine kalten Finger an einem großen Becher voll heißem Tee angenehm wärmen.

Am 11. Februar ist Neumond, und am 27. Februar ist Vollmond. Mars ist mit bloßem Auge bis Mitternacht hell zu sehen, und daneben kann man den Uranus im Fernrohr und Fernglas bis 23:00 gut wahrnehmen. Über dem Südwesthorizont kann man im Fernrohr oder Fernglas mit viel Glück bis 19:00 Neptun aufspüren.

 

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