Der Sternenhimmel im Januar

In Mitteleuropa ist es in der Januarnacht elf Stunden lang astronomisch dunkel. Im Laufe dieser langen Nacht kann man Sternbilder des Sommerhimmels, des Herbsthimmels, des Winterhimmels und des Frühlingshimmels sehen. Man muss hierfür nur zum richtigen Zeitpunkt auf den Nachthimmel schauen.
Die Januarnächte sind lang und meistens auch sehr kalt. Zum Beobachten benötigt man daher einen windgeschützten Beobachtungsplatz, damit einem der kalte Wind keine Tränen in die Augen treiben kann. Man braucht warme, bequeme und zweckmäßige Kleidung, mit der man es lange im Freien aushalten kann. Falls man mehrere Stunden lang beobachten will, sollte man sich zwischendurch aufwärmen können. Thermoskannen mit heißem Tee sind in der Kälte hilfreich. Auch eine bequeme Sitzgelegenheit ist wichtig, denn man kann nicht stundenlang in der Kalte stehen.
Wenn möglich, sollte man gemeinsam mit anderen Amateurastronomen beobachten. Dann steht so nicht alleine in der kalten Finsternis, zudem kann man dadurch mehrere Beobachtungsgeräte einsetzen, und man kann mehr Beobachtungen machen und sie mit denen der Mitbeobachter vergleichen.
Beobachtungsplätze innerhalb von Ortschaften sind leichter erreichbar, leider sind die Beobachtungsbedingungen innerhalb von Ortschaften in der Regel schlecht. Sie können sich im Verlauf der Nacht verbessern, weil in den Häusern die Heizungen heruntergefahren und Lampen und Straßenlaternen abgeschaltet werden. In jedem Fall empfiehlt es sich, einen großen Abstand von beheizten Gebäuden einhalten, weil diese das örtliche Seeing beeinträchtigen.
Am 12. Januar ist Vollmond. Am 28. Januar ist Neumond. Daher ist die erste Januarwoche sowie die letzte Januarwoche für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten am besten geeignet. Am Nachmittag des 3. Januar hat der Sternschnuppenstrom der Quadrantiden sein kurzes, aber intensives Maximum. Nach der Abenddämmerung ziehen noch Sternschnuppen aus diesem Strom von Norden kommend über den Himmel. Der Radiant der Quadrantiden liegt in Nordteil des Sternbilds Bärenhüter. Diese Sternschnuppen sind 41 km/s schnell, sie stammen vom Asteroiden 2003 EH1, der ein Bruchstück eines ausgegasten Kometenkerns ist. Im Januar ist die Venus strahlender Abendstern. Bis ca. 21 Uhr kann man die Planeten Mars und Neptun beobachten. Uranus ist bis 23:00 sichtbar. Ab 3:00  tritt Jupiter im Osten markant ins Blickfeld. Nach der ersten Januarwoche zeigt sich der Merkur gegen 7:00 über dem Südosthorizont. Auch Saturn kann hier ab 7:00 gesehen werden.

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