Der Sternenhimmel im April

Im April werden die Nächte merklich kürzer. Aufgrund der nun geltenden Sommerzeit geht die Sonne am 1. April erst gegen 20:00 unter. Astronomisch dunkel wird der Nachthimmel jedoch erst nach 22:00. Am 2. April beginnt die Morgendämmerung bereits um 5:15, und die Sonne geht gegen 7:10 auf. Am Monatsende erfolgt der Sonnenuntergang erst gegen 20:50, am folgenden Morgen findet der Sonnenaufgang bereits um 6:10 statt. Somit bleibt die Nacht am Monatsende nur noch ca. 5 Stunden lang astronomisch dunkel.
Durch den Klimawandel kann das wechselhafte Aprilwetter noch wechselhafter werden. Tagsüber können die Temperaturen zwischen 0°C und bis zu +30° liegen, manche Aprilnächte können frühlingshaft mild werden, andere aber auch eisigkalt. Wenn man astronomische Beobachtungen machen möchte, muss man die aktuelle Wetterentwicklung stets im Blick behalten. Zum Glück bieten viele Wetter-Apps aktuelle standortbezogene Informationen, wodurch man die Phasen mit klarem Nachthimmel rechtzeitig erkennen kann. Während seiner Beobachtungen sollte man auf die aktuelle Wetterentwicklung achten, damit man seine Gerätschaften rechtzeitig in Sicherheit bringen kann, bevor sich das Wetter plötzlich verschlechtert.

Für eine erfolgreiche Himmelsbeobachtung braucht man einen Beobachtungsplatz, von dem aus man gut und ungestört beobachten kann. Der Beobachtungsplatz muss fern von Lichtquellen liegen, deren Streulicht den Nachthimmel aufhellen. Der Untergrund muss dort tragfähig sein, damit die Geräte darauf sicher stehen, und er sollte eben sein, damit man dort im Dunkeln nicht stolpern kann.

Ferngläser und Fernrohre können bei der Beobachtung ihre beste Leistung bringen, wenn sie vor dem Beginn der Beobachtung ausgekühlt sind. Kleine Geräte bieten hier Vorteile, denn sie kühlen schneller aus als große Geräte. Hat man am Beobachtungsplatz bequeme Sitzgelegenheiten, kann man sich zwischen den Beobachtungen auch einmal hinsetzen und den Rücken ausruhen. Hat man am dunklen Beobachtungsplatz einen kleinen Tisch mit einem kleinen Rotlicht, kann man darauf sein Zubehör griffbereit ablegen.
Man erspart sich in der Beobachtungsnacht manche frustrierende Suche nach Objekten, wenn man vor dem Beginn der Beobachtung weiß, welche Objekte man beobachten möchte, wann diese Objekte am besten sichtbar sind, und wie man die betreffenden Objekte zuverlässig auffindet.

Am 8. April ist Vollmond. Am 23. April ist Neumond. Ab der Monatsmitte stört kein Mondlicht die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten.
Venus zeigt sich im April als hell strahlender Abendstern. Ab 3:30 ist Jupiter im Sternbild Schütze gut zu sehen. Kurz vor der Morgendämmerung gehen auch Saturn und Mars im Sternbild Steinbock auf.

Der Komet C/2019 Y4 ATLAS zieht im April durch das zirkumpolare Sternbild Giraffe. Da dieser Komet Ende Mai sein Perihel innerhalb der Merkurbahn passieren wird, wird seine Helligkeit sehr rasch zunehmen. Er könnte im April möglicherweise bereits im Fernglas wahrnehmbar sein.

 

Kennen Sie schon unsere Sternkarten?

Wir bieten für Sie noch mehr Service!

Schauen Sie sich den Sternenhimmel im Laufe des Jahres an.

Sie möchten gerne Wissen, im welchen Sternbild einer unserer Planeten steht? Dann besuchen Sie doch unsere Planetenverlauf.

nach oben

Anzeige