Der Sternenhimmel im August

Am 1. August geht die Sonne gegen 21:20 unter. Auch in Norddeutschland wird es nachts nun von Mitternacht bis ca. 3:00 wieder richtig dunkel. Am 31. August beginnt die für die Deep-Sky-Beobachtung erforderliche astronomische Dunkelheit schon um 22:30.

 

In einem normalen Sommer fallen im August im langjährigen Durchschnitt weniger Niederschläge als im Juni oder Juli. Da die Nächte im August zudem länger sind, bieten sich häufiger gute Chancen für sternklare Nächte. Die Augustnächte sind mild, die Beobachtung des Nachthimmels ist daher angenehm. Im Laufe des Monats geht die Sonne von Tag zu Tag immer früher unter und immer später auf. Die für Deep-Sky-Beobachtungen nutzbare Zeitspanne wächst dadurch bis zum Monatsende auf sechs Stunden an.

 

Im August bildet die abendliche Ekliptik einen flachen Winkel zum westlichen Horizont. Somit geht die Sonne langsam unter, und die Abenddämmerung zieht sich lange hin. Daher kann man abends seine Beobachtungsgeräte in aller Ruhe aufbauen, kann sein Fernglas bereitstellen, sich auf einen Campingstuhl setzen und dann die allmähliche Veränderung des Abenddämmerungshimmels beobachten.

Den klaren Nachthimmel kann man nur da genießen, wo man ihn gut sehen kann. Wenn man unter einem aufgehelltem Stadthimmel beobachtet, kann man dort viel weniger Sterne sehen, als unter einem dunklen Landhimmel oder von einer abgelegenen Hochfläche in einem Mittelgebirge. Zudem ist nachts über Wiesen, Wäldern und Feldern die Luftruhe besser, wodurch die Sterne dort weniger funkeln. Im Okular stehen sie dann ruhiger, kleine Details der Himmelsobjekte lassen sich so besser wahrnehmen.

 

Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang kann man am klaren Abendhimmel die ersten Sterne des Sommerdreiecks mit dem bloßen Auge wahrnehmen. Danach treten am Dämmerungshimmel ganz allmählich die schwächeren Sterne hervor. Wenn es am Beobachtungsplatz keine Lichtverschmutzung gibt, kann man am nächtlichen Himmel über sich schließlich auch das schimmernde Band der Sommermilchstraße erleben.

 

Am 11. August ist Neumond, dabei kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis, die in Grönland, Skandinavien und im nördlichen Asien beobachtet werden kann.
Am 26. August ist Vollmond.

Am Abenddämmerungshimmel sind Venus, Jupiter und Saturn zu sehen. Mars ist während der ganzen Nacht sichtbar. Nach Mitternacht kann man Neptun und Uranus mit Fernglas und Fernrohr auffinden.

Das diesjährige Maximum der Perseiden erfolgt am 12. August um 20:00. An dunklen Standorten kann man dann mit bis zu 100 Sternschnuppen/h rechnen. Mondlicht wird die Beobachtung nicht beeinträchtigen, weil am Vortag Neumond ist.

Wenn man den Nachthimmel mit Fernrohren oder Ferngläsern beobachten möchte, muss man den Geräten vorher gebug Zeit zum Auskühlen geben. Außerdem müssen die Geräte gut kollimiert sein. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, wird das Beobachtungserlebnis dadurch unbefriedigend werden.
 

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