Übersicht um 1:00

Gegen 1:00 nähert sich das Sternbild Jungfrau dem Meridian, und auch das Sternbild Bärenhüter steht nun hoch am Himmel. Der helle Stern Wega ist bereits aufgegangen, und darunter steigt nun das Sternbild Schwan über den Horizont. Die Sommersternbilder kündigen sich bereits an!

 

Jungfrau

Das Sternbild Jungfrau überquert gegen 2:00 den Meridian. Der hellste Stern dieses Sternbilds ist Spica, ein Blauer Riesenstern der Spektralklasse B2. Spica leuchtet mit 2600 Sonnenleuchtkräften und liegt in einer Entfernung von 240 Lichtjahren. Das Sternbild enthält mehrere mit bloßem Auge gut sichtbare Sterne, z. B. den 3,6m hellen Zavijava (Beta Virginis), ein Stern mit sechs Sonnenleuchtkräften in 35 Lichtjahren Entfernung. Porrima (Gamma Virginis) ist 2,7m hell, ein enger Doppelstern, dessen beiden Partnersterne zurzeit wieder 2,5 Bogensekunden voneinander getrennt sind. Vindemiatrix (Epsilon Virginis) ist 2,7m hell und liegt 94 Lichtjahre entfernt, der lateinische Name dieses Sterns bedeutet „Weinleserin“. Zur Zeit der römischen Antike zeigte der Aufgang von Vindemiatrix in der Morgendämmerung den Weinbauern an, dass der Zeitpunkt für den Beginn der Weinlese gekommen war.
Bei mondlos sternklarem Himmel kann man im Sternbild Jungfrau von einem dunklen Beobachtungsplatz aus mit einem Fernrohr viele Galaxien beobachten. Viele dieser leuchtschwachen nebelhaften Objekte wurden bereits im 18. Jahrhundert mit den damals verfügbaren kleinen Fernrohren entdeckt, z. B. die Galaxien M61, M49, M84, M86, M87, M89, M58, M60, M88, M89 und M90. Man konnte sie vor 250 Jahren mit kleinen Fernrohren wahrnehmen, weil es damals keine Lichtverschmutzung gab.
Außer diesen helleren Galaxien liegen im Sternbild Jungfrau Hunderte weitere lichtschwache Galaxien. Um diese leuchtschwachen Galaxien wahrzunehmen, benötigt man Fernrohre mit mindestens 30 cm Öffnung.
Will man die Galaxien dieses Sternbilds beobachten, muss man sich darauf gut vorbereiten, damit man beim Beobachten stets sicher weiß, welche dieser Galaxien man gerade beobachtet. Ist man nicht gut vorbereitet nicht, wird man bei der Vielzahl von Galaxien sehr bald die Übersicht verlieren. Für eine erfolgreiche Beobachtung der Galaxien braucht man einen dunklen, sternklaren und mondlosen Nachthimmel mit guter Durchsicht. Die Galaxien im Sternbild Jungfrau liegen ca. 60 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, 25 Mal weiter von uns weg als die Andromeda-Galaxie M31. Man braucht ein Fernrohr mit mindesten 20 cm Öffnung, um sie wahrnehmen zu können.
Ca. 10° westlich von Spica kann man im Fernrohr ab 4 Zoll Öffnung die als „Sombrero-Galaxie“ bekannte Galaxie M104 wahrnehmen. Sie ist eine der hellsten Galaxien am Frühlingsnachthimmel. In Fernrohren größerer Öffnung ist das Staubband, welches diese Galaxie in zwei helle Bereiche teilt, gut zu erkennen.

 

Rabe

Oberhalb des Südhorizonts sehen wir ein kleines Sternenviereck. Das ist das Sternbild Rabe. An der Nordostecke dieses Vierecks steht der 2,9m helle Stern Algorab (Delta Corvi). Algorab ist ein Doppelstern, der bereits im kleinen Fernrohr problemlos getrennt zu sehen ist und dessen beide Partnersterne unterschiedlich hell sind und unterschiedliche Farben haben. Bei hoher Vergrößerung kann man im Teleskop ab acht Zoll Öffnung den ca. 2,5° südwestlich von Algorab liegenden kleinen, 10,5m hellen Planetarischen Nebel NGC 4361 sehen. Er zeigt einen deutlich sichtbaren Zentralstern. NGC 4361 ist ca. 4000 Lichtjahre von uns entfernt.

 

Wasserschlange

Das alte Sternbild Wasserschlange (Hydra) ist heutzutage das längste und größte Sternbild des Himmels, man kann es im März erst gegen 2:00 vollständig sehen: Dann steht der Kopf der Hydra hoch im Südwesten, während sich im Südosten ihre Schwanzspitze vom den Horizont löst.
Den Kopf der Wasserschlange findet man wie folgt: Unterhalb des Sternbilds Zwillinge leuchtet der 0,4m helle Stern Procyon (Alpha Canis Minoris). Zieht man von Procyon eine Linie zu Regulus im Sternbild Löwe, nimmt man auf der Mitte dieser Linie eine Sternengruppe aus fünf Sternen dritter bis vierter Größe wahr: Diese Sternengruppe stellt den Kopf der Hydra dar. Er besteht aus den Sternen Zeta, Delta, Epsilon, Eta und Sigma Hydrae.
Südöstlich des Kopfes der Wasserschlange steht ein einzelner, 2m heller Stern. Das ist der Stern Alphard, der „Einsame“, der hellste Stern im Sternbild Wasserschlange.
Am Westrand des Sternbilds Wasserschlange liegt der Offene Sternhaufen M 48. Wir finden ihn mit dem Fernglas, ca. 3,5° südwestlich des 4m hellen Sterns C Hydrae.

Mit einem Fernrohr kann man den großen, 7m hellen Planetarischen Nebel NGC 3242 beobachten. Er liegt ca. 2° südlich des 3,8m hellen Sterns My Hydrae. Der Winkeldurchmesser und die Form des Nebels sind ähnlich wie die von Jupiter, daher nennt man den matt grünlich schimmernde Nebel „Jupiters Geist“. NGC 3242 hat eine hohe Flächenhelligkeit, daher kann man ihn gut mit hoher Vergrößerung beobachten.
Ca. 3° nördlich der Mitte einer Linie von My Hydrae zu Ny Hydrae liegt der Stern U Hydrae. U Hydrae ist ein Riesenstern der Spektralklasse C6 in 670 Lichtjahren Entfernung. Dieser Stern ist einer der rötesten und kühlsten Sterne, die man am Himmel beobachten kann, seine Helligkeit schwankt unregelmäßig zwischen 4,5m und 5,2m.

 

Sextant

Südlich des Sternbilds Löwe liegt klein und unscheinbar das Sternbild Sextant. Ca. 12,5 ° südlich von Regulus liegt sein 4,4m heller Hauptstern Alpha Sextantis. Wenn man die Verbindungslinie von Regulus zu Alpha Sextantis über Alpha hinaus um ca. 7, 5° weiter nach Süden verlängert, stößt man im Fernrohr ab 10 cm Öffnung an dieser Stelle auf die 9,2m helle S0-Galaxie NGC 3115. Diese Galaxie ist zwar klein, aber ziemlich hell, daher kann man sie gut bei hoher Vergrößerung betrachten. Die Galaxie NGC 3115 ist unter dem Namen „Spindelgalaxie“ bekannt.

 

Übersicht gegen 4:00

Das Sternbild Löwe steht nun hoch im Südwesten. Im Osten ist bereits das Sternbild Adler aufgegangen, und hoch im Südosten steht das Sternbild Herkules rechts von der Wega, und Im Meridian kann man den 0m hellen Stern Arktur sehen. Im Südosten sieht man die Sterne der Waage, und daneben kann man über dem Osthorizont die Sterne des Skorpions erahnen.

 

Waage

Das Sternbild Waage liegt östlich des Sternbilds Jungfrau. Da es bei uns nur 20° über den südlichen Horizont steigen kann, wird es in unseren Breiten wenig beobachtet.

Die beiden hellsten Sterne des Sternbilds Waage sind der 2,8m helle Zubenelgenubi und der 2,5m helle Zubeneschemali (Beta Librae). Letzterer liegt ca. 9° nordöstlich von Zubenelgenubi. Zubenelgenubi ist ein Doppelstern, der schon im Fernglas getrennt gesehen wird, die beiden Partnersterne zeigen miteinander einen schönen Farbkontrast.
Das Sternbild Waage ist eine Erfindung der Römer. Ursprünglich gehörten seine Sterne zum Sternbild Skorpion, in welchem sie die Lage der beiden Greifscheren des Skorpions anzeigten. Das erkennt man heute noch im arabischen Namen der Sterne: Zubenelgenubi bedeutet „Südliche Schere“, Zubeneschemali bedeutet „Nördliche Schere.
Ca. 4° westlich von Zubeneschemali liegt der 4,5m helle Stern Delta Librae, ein Bedeckungsveränderlicher vom Algol-Typ. Seine Helligkeit sinkt alle 2,32735 Tage für sechs Stunden auf 5,5m ab.
Ca. 11,5° südlich von Zubeneschemali liegt der 8,5m helle, locker aufgebaute Kugelsternhaufen NGC 5897. Um ihn erfolgreich zu beobachten, sollte man ein lichtstarkes Fernrohr mit möglichst großer Öffnung einsetzen.

 

Skorpion

Im Sternbild Skorpion liegen viele helle Sterne. Es liegt südlich des Sternbilds Schlangenträger, wodurch diese beiden Sternbilder fast gleichzeitig durch den Meridian ziehen. Vom Sternbild Skorpion kann man in unseren Breiten nur den nördlichen Teil sehen, denn der südliche Teil des Sternbilds bleibt für mitteleuropäische Beobachter unter dem Südhorizont verborgen. Damit man die Sterne des Skorpions sehen kann, muss der Nachthimmel bis hinab zum Horizont sternklar sein. Das gelingt am besten, wenn der Beobachtungsplatz auf einer Hochfläche in den Bergen liegt.

Der hellste Stern im Skorpion ist der 0,9m helle Antares (Alpha Scorpii). Antares ist ein Roter Überriese von ca. 15 Sonnenmassen, er hat 9000 Sonnenleuchtkräfte und einen Durchmesser von mehr als einer Milliarde Kilometern. Antares liegt ca. 520 Lichtjahre von uns entfernt und ist ein Doppelstern. Sein 6,5m heller grünlicher Partnerstern steht in nur drei Bogensekunden Abstand.
Ca. 8,5° nordwestlich von Antares liegt der 2,5m helle Stern Graffias (Beta Scorpii). Graffias ist ein schöner Doppelstern, der schon in kleinen Fernrohren gut zu erkennen ist. Er liegt 600 Lichtjahre entfernt und hat 2700 Sonnenleuchtkräfte. Am 16. 3. passiert Mars den Graffias im nördlichen Abstand von 8 Bogenminuten.
Ca. 3° südlich von Graffias liegt der 2,3m helle Stern Dschubba (Delta Scorpii). Dschubba stellt die Stirn des Skorpions dar, er ist ein blauweißer Hauptreihenstern mit 3300 Sonnenleuchtkräften, 540 Lichtjahre entfernt. Ca. 3,5° südlich von Dschubba liegt der 2,9m helle Pi Scorpii, ein blauweißer Stern in 450 Lichtjahren Entfernung, mit 1700 Sonnenleuchtkräften. Zwischen Antares und Pi liegt der 2,9m helle Stern Alniyat (Sigma Scorpii). Im kleinen Fernrohr betrachtet, erweist sich Alniyat als ein Doppelstern. Alniyat ist ein blauweißer Stern, ca. 800 Lichtjahre entfernt, mit über 4000 Sonnenleuchtkräften. Sein Partnerstern liegt in 20 Bogensekunden Abstand und ist nur 9m hell.

Ca. 1,2° westlich von Antares liegt der kleine Kugelsternhaufen M4. Dieser Kugelsternhaufen ist nicht sehr hell und enthält weniger Sterne als die meisten am Himmel beobachtbaren Kugelsternhaufen, M4 ist jedoch nur 7000 Lichtjahre entfernt und kann daher mit jedem kleinen Fernrohr in viele Sterne aufgelöst gesehen werden.
Ca. 14,5° südöstlich von Antares liegt der Offene Sternhaufen M6. Er ist an sich einer der hellsten Offenen Sternhaufen am Himmel, doch wegen seiner horizontnahen Position nimmt man M6 von Mitteleuropa aus schwächer wahr, als er tatsächlich ist. Im Fernglas kann man nur die hellsten Sterne von M6 gut wahrnehmen, in einem lichtstarken Fernrohr zeigt M6 jedoch bei sternklarem Himmel über 100 Sterne, wobei deren Anordnung ein bisschen an die ausgebreiteten Flügel eines Schmetterlings erinnert. Daher ist M6 auch unter dem Namen „Schmetterlingshaufen“ bekannt.

 

Bärenhüter

Nördlich des Sternbilds Jungfrau leuchtet 0,0m hell der gelborange Arktur, der Hauptstern des Sternbilds Bärenhüter (Bootes). Arktur ist der vierthellste Stern an unserem Himmel, ein Roter Riese, nur 36 Lichtjahren entfernt und ca. 6 Milliarden Jahre alt. Er ist einer der Halosterne unserer Milchstraße und zieht relativ zur Sonne mit relativ hoher Geschwindigkeit quer durch die Scheibe unserer Galaxis. Er gilt als das älteste Objekt, das man mit dem bloßen Auge sehen kann.

Die hellsten Sterne im Bärenhüter zeigen eine Anordnung in der Form einer Eistüte, an deren zum Horizont weisender Spitze Arktur steht.
Im Sternbild Bärenhüter gibt es viele schöne Doppelsterne. Der 3,3m helle Izar (Epsilon Bootes) zeigt im Fernrohr zwei verschiedenfarbige Partner (orange und blau) in einem Winkelabstand von drei Bogensekunden voneinander. Im 19. Jahrhundert bekam Izar deshalb von romantisch veranlagten Astronomen den Namen „Pulcherrima“, was „Die Schönste der Schönen“ bedeutet. Ein weiterer 4,5m heller Doppelstern ist 44 Bootis. Seine Partnersterne umkreisen einander einmal in 250 Jahren, ihr gegenseitiger Winkelabstand beträgt derzeit 3 Bogensekunden. Der schwächere der beiden Partner von 44 Bootis ist seinerseits ein Bedeckungsveränderlicher Stern, der alle 6,5 Stunden seine Helligkeit ändert.
Xi Bootes ist ein 4,5m heller Doppelstern, er liegt ca. 8,5° östlich von Arktur, die beiden ungleich hellen Partner von Xi erscheinen rötlich.
Zieht man von Arktur eine Linie zu Cor Caroli im Sternbild Jagdhunde, trifft man südöstlich der Mitte dieser Linie im Fernglas auf einen kleinen, rundlichen Nebelfleck. Im Fernrohr entpuppt sich dieser Fleck als der helle Kugelsternhaufen M3. In Fernrohren ab fünf Zoll Öffnung werden die Randbereiche von M3 bei Vergrößerungen ab 100fach in Einzelsterne aufgelöst

 

Nördliche Krone

Östlich des Sternbilds Bootes erkennen wir eine nach Norden geöffnete Sternenkette. Das ist das kleine Sternbild Corona Borealis. Sein 2,2m heller Hauptstern trägt den lateinischen Namen „Gemma“, was auf Deutsch „Edelstein“ bedeutet. Bei großer Luftunruhe funkelt Gemma zuweilen ganz ähnlich wie Sirius in allen Farben.
Ca. 3,5° östlich von Gemma liegt der 4,6m helle Stern Delta Coronae Borealis, 2° nördlich von Delta liegt der Veränderliche Stern R Coronae Borealis. In Abständen von Monaten bis Jahren stößt R Coronae gewaltige Rußwolken aus, die sein rotes Licht verdüstern. Dadurch kann dieser Stern spontan für Monate oder sogar für Jahre um bis zu 10 Größenklassen schwächer werden. Dann ist der im Regelfall bereits im kleinen Fernglas mühelos erkennbare R Coronae Borealis sogar im großen 10-Zöller nicht mehr sichtbar.

 

Herkules

Das Sternbild Herkules liegt östlich des Sternbilds Corona Borealis. Sein nur 3,6m heller Hauptstern Ras Algethi (Alpha) liegt im Südteil des Herkules, nahe bei Ras Alhague, dem hellsten Stern des Schlangenträgers. Ras Algethi ist ein Roter Überriese mit über 400 Sonnendurchmessern. Bei hoher Vergrößerung erweist sich Ras Algethi in Fernrohren ab acht Zoll Öffnung als ein enger und sehr schöner Doppelstern: ein Partnerstern ist orange, der andere ist grünlich.

Zieht man eine Linie von Eta Herkulis nach Zeta Herkulis, kann man dort nach einen Drittel dieser Linie im lichtstarken Fernglas ein rundliches Nebelbällchen wahrnehmen. Im Fernrohr ab vier Zoll Öffnung erscheint das Nebelbällchen bei einer Vergrößerung ab 80x als kugelige Ansammlung zahlloser, winziger Sterne. Das ist der berühmte Kugelsternhaufen M13. Entdeckt wurde er im 18. Jahrhundert von Edmond Halley. M13 liegt in einer Entfernung von über 22.000 Lichtjahren.
Der 4,8m helle Stern 95 Herkulis ist ein schöner Doppelstern. Wir finden ihn 7° südlich von Theta Herculis. Die beiden Partnersterne von 95 Herkulis haben einen Abstand von sechs Bogensekunden voneinander und sind daher schon in kleinen Fernrohren gut getrennt zu sehen. Der eine Partnerstern ist weiß, der andere Partnerstern ist gelblich.
Schwenkt man sein Fernglas von Pi Herkulis aus um 6,3° nach Norden, stößt man dort auf den Kugelsternhaufen M92. Dieser Sternhaufen ist so hell wie M13, sein Kern erscheint im Vergleich mit M13 deutlich konzentrierter. Schwenkt man sein Fernrohr von Kornephoros (Beta Herculis) ca. 4° nach Nordosten, findet man im Okular bei niedriger Vergrößerung einen 9m hellen, blaugrünlichen Stern in einem Feld schwacher Sterne. Das ist der Planetarische Nebel NGC 6210. Bei einer Vergrößerung ab 150-fach zeigt sich der Stern als eine blaugrünliche Scheibe von 12 Bogensekunden Durchmesser mit einem zentralen, weißen Stern.

 

 

Abschluss

Jede Beobachtung geht schließlich zu Ende, wegen Kälte oder Müdigkeit, oder weil das Wetter sich ändert, oder weil man am folgenden Tag arbeiten muss. Dann muss man sich konzentrieren, damit man die Ausrüstung unbeschädigt und vollständig abbauen und sicher verstauen kann. Das ist im Schein der Kopflampen mit kältesteifen Fingern und in müdem Zustand nicht einfach. Man muss alles mit Umsicht abbauen, anschließend alles Zubehör einsammeln und verpacken, und alles sorgfältig im Kofferraum verstauen. Danach sollte ein abschließender Check des Beobachtungsorts mit der Taschenlampe erfolgen, damit auf dem dunklen Boden kein übersehenes Kleinteil der Ausrüstung, kein Kleidungsstück oder Abfall zurückbleibt.

Dann darf man ins Auto steigen, und bald geht die Fahrt auf den verlassen liegenden nächtlichen Straßen durch die dunklen Wälder nach Hause. Trotz Müdigkeit und Kälte muss man hier konzentriert und mit Umsicht fahren. Es ist stets mit Glatteis zu rechnen, und hinter jeder Kurve könnte ein Reh vom Scheinwerferlicht geblendet auf der Straße stehen. Wenn man mit Umsicht fährt, geht alles gut, und bald liegt man in seinem warmen Bett und kann dort die Eindrücke der Beobachtungsnacht entspannt Revue passieren lassen.

 

 

 

 

 

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