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Eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang stehen die hellen Sterne des Sternbilds Schwan im Zenit. Seiner hellen Sterne erinnert an ein Drachenviereck, man nennt das Sternbild daher auch das „Kreuz des Nordens“. Südlich des Sternbilds Schwan sieht man Altair, der Hauptstern im Sternbild Adler. Westlich des Schwans leuchtet Wega, der helle Hauptstern des kleinen Sternbilds Leier. Im Westen kann man die Sterne des Sternbilds Herkules sehen. Unterhalb des Sternbilds Herkules sind über dem westlichen Horizont die Sterne des großen Sternbilder Schlangenträger und Schlange sichtbar.

Im Südwesten sinken bereits Saturn und Jupiter mit den Sternen des Sternbilds Schütze in den Horizontdunst. Über dem südlichen Horizont kann man einige hellere Sterne des Sternbilds Steinbock wahrnehmen. Östlich des Sternbilds Schwan kann man das Sternenquadrat des Sternbilds Pegasus sehen, und darunter leuchtet rötlich der Mars. Zwischen den Sternbildern Pegasus und Steinbock liegen unauffällig die Sterne des Sternbilds Wassermann. Über dem südöstlichen Horizont geht das Sternbild Walfisch auf. Östlich des Mars sieht man die Sterne des Sternbilds Widder, und oberhalb des Widders erkennt man die Sternenkette des Sternbilds Andromeda. Im Nordosten zeigen sich die markanten Sternbilder Cassiopeia und Perseus, und darunter leuchtet hell im Sternbild Fuhrmann der Stern Capella.

Über dem nördlichen Horizont sieht man die Sterne des Großen Wagens, und über dem westlichen Horizont sieht man den hellen Arktur, den Hauptstern des Sternbilds Bärenhüter.

 

Sternbild Schwan

Das Sternbild Schwan ist ein markantes Sternbild, dessen helle Sterne ähnlich wie ein Drachenviereck angeordnet sind. Betrachtet man es etwas länger, erinnert es an einen Schwan aus Sternen, der mit ausgebreiteten Schwingen und lang gestreckten Hals am Nachthimmel zu segeln scheint. Der Stern Albireo (Beta Cygni) bildet den Kopf dieses himmlischen Schwans, seinen Körper bildet der Stern Sadr (Gamma Cygni), und an seiner Schwanzspitze steht der helle Stern Deneb (Alpha Cygni). Den nördlichen Schwanenflügel bilden die beiden Sterne Delta Cygni und Iota Cygni. Den südlichen Schwanenflügel markieren die beiden Sterne Gienah (Epsilon Cygni) und Zeta Cygni.

Mit dem bloßem Auge betrachtet sieht der 3m helle Stern Albireo recht unscheinbar aus. Bereits im kleinen Fernrohr mit 5 cm Öffnung erweist sich Albireo als schöner, farbiger Doppelstern: der eine Partnerstern ist orange, der andere saphirblau.
Zwischen den beiden Sternen Albireo und Sadr erstreckt sich ein reiches Milchstraßenfeld, das man sehr schön mit einem lichtstarken Fernglas oder einem Fernrohr kurzer Brennweite erforschen kann.

Ca. 5° nordwestlich von Deneb sieht man mit bloßem Auge das helle Sternenpaar Omicron 1 Cygni und 30 Cygni. Diese beiden Sterne stehen hier im Abstand von 5 Bogenminuten voneinander. im Fernrohr erweist sich Omicron 1 als Doppelstern, der hellere Partnerstern und sein schwächerer Partnerstern sind orange. Im direkten Vergleich zu diesen beiden Sternen erscheint 30 Cygni bläulich.

Auch der 3m helle Stern Delta Cygni ist ein Doppelstern. Man muss Delta jedoch in einem Fernrohr ab 10 cm Öffnung bei hoher Vergrößerung beobachten, damit man Delta in seine beiden Partnersterne aufgetrennt sehen kann, denn der Winkelabstand seiner Partnersterne beträgt nur 2 Bogensekunden.

Ein interessantes Beobachtungsobjekt im Sternbild Schwan  ist der Planetarische Nebel NGC 6826. Man findet NGC 6826, indem man von Delta Cygni ausgeht: Ca. 5° nördlich von Delta Cygni liegt der 4,5 m helle Stern Theta Cygni. Ca. 54 Bogenminuten östlich von Theta stößt man auf den 6,8m hellen Stern 16 Cygni, und 28 Bogenminuten östlich von 16 Cygni kann man im Fernrohr bei hoher Vergrößerung in einem Feld mit vielen schwachen Sternen ein rundliches, matt bläuliches Nebelchen wahrnehmen. Das ist NGC 6826.
Wenn man im Fernrohr kleiner Öffnung direkt auf diesen kleinen Nebel blickt, wird er unsichtbar, und man nimmt dann nur den 10m hellen Zentralstern des Nebels wahr. Blickt man in dem Fernrohr vom Fernrohr gezeigten Bereich jedoch rechts neben den Zentralstern, blinkt der Nebel bei diesem „indirekten Sehen“ wieder auf. Daher wird NGC 6826 als der „Blinkende Planetarische Nebel“ bezeichnet.
1,4° südlich von Sadr liegt im Sternfeld der Milchstraße der unauffällige Offene Sternhaufen M29. Im Fernglas nimmt man hier vor dem reichen Hintergrund der Milchstraße nur wenige Sterne wahr, die jedoch recht hell sind. Betrachtet man M29 im Fernrohr, kann man ihn damit häufig gar nicht wahrnehmen, weil dieser Sternhaufen größer als das kleine Gesichtsfeld des Fernrohrs ist.

Ca. 7,5° westlich von Sadr liegt der Offene Sternhaufen NGC 6819. Betrachtet man ihn in größeren lichtstarken Fernrohren, erkannt man, dass NGC 6819 viel mehr Sterne enthält als M29.

Ein anderer ausgedehnter Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan ist M39. Man findet ihn ca. 9° ostnordöstlich von Deneb.

Im Gebiet des Sternbilds Schwan liegen viele relativ kleine Offene Sternhaufen. Bei der Beobachtung  mit dem Fernglas werden sie meistens übersehen, weil sie sich nur wenig vom sternreichen Hintergrund des Milchstraßenbandes abheben. In Fernrohren größerer Öffnung kann man diese Sternhaufen bei hoher Vergrößerung jedoch gut in ihre Einzelsterne aufgelöst sehen. Das gilt auch für Offenen Sternhaufen NGC 6811. Man findet ihn ca. 2° nordwestlich von Delta Cygni. NGC 6811 enthält ca. 50 schwache Sterne.
Falls man von einem Platz aus beobachtet, der weitab von störenden Lichtquellen und Ortschaften liegt, kann man bei mondlosem und sternklarem Himmel mit einem lichtstarken Fernglas versuchen, den Cirrusnebel zu beobachten, der südlich des südlichen Schwanenflügels beim 4,2m hellen Stern 52 Cygni liegt. Der Cirrusnebel ist ein Supernova-Überrest, der sich über 3° erstreckt. In einem lichtstarken Fernglas kann er bei guten Beobachtungsbedingungen einen fast geisterhaften Anblick bieten. Wenn man bei der Beobachtung des Cirrus-Nebels einen UHC- oder OIII-Filter einsetzt, treten die Konturen des schwach leuchtenden Nebels noch klarer hervor.
Ca. 6° nordöstlich von Epsilon Cygni liegt der Doppelstern 61 Cygni. Seine Entfernung von uns beträgt 11,3 Lichtjahre. Im Jahr 1831 ermittelte Friedrich Wilhelm Bessel anhand seiner Messung der Sternparallaxe von 61 Cygni die Entfernung dieses Doppelsterns. Mit dem bloßen Auge kann man 61 Cygni nicht wahrnehmen. In jedem Fernglas sieht man ihn deutlich als ein oranges Sternenpaar.

 

Sternbild Leier

Das Sternbild Leier ist das zweitkleinste Sternbild am Himmel. Man kann man trotzdem ganz leicht auffinden, weil Wega sein Hauptstern ist. Wega ist einer der hellsten Sterne an unserem Himmel. Wega ist ein Stern der Spektralklasse A0, er ist einer der nächsten und jüngsten Sterne in unserer Sonnenumgebung und liegt nur 25 Lichtjahre entfernt. Für die Astronomie ist Wega ein sehr wichtiger Stern, da die Helligkeit Wegas den Nullpunkt der astronomischen Helligkeitsskala definiert.

Südlich von Wega bilden vier Sterne den markanten kleinen Sternenrhombus der Leier. Er besteht aus vier Sternen: dem Doppelstern Zeta Lyrae, dem Doppelstern Delta Lyrae und den Sternen Gamma Lyrae und Sheliak (Beta Lyrae). Zwischen Gamma Lyrae und Sheliak liegt der berühmte Planetarische Nebel M57, der so genannte „Ringnebel“. Er ist nur in Fernrohren sichtbar.
Ca. 4,5° südöstlich von Gamma Lyrae kann man im mittelgroßen Fernrohr den kleinen Kugelsternhaufen M56 wahrnehmen. Er ist ca. 9m hell und liegt ca. 33000 Lichtjahre von uns entfernt.

Ca. 1,5° nordöstlich von Wega sieht man einen 4m hellen Stern, der schon dem bloßen Auge länglich erscheint. Das ist der Stern Epsilon Lyrae. Im Fernglas sieht man, dass Epsilon ein Doppelstern ist. Betrachtet man Epsilon im Fernrohr bei ca. 100facher Vergrößerung, sieht man, dass jeder der beiden Partnersterne  von Epsilon seinerseits  ebenfalls ein Doppelstern ist. Epsilon Lyrae besteht tatsächlich aus vier Sternen, die einander paarweise in vielen Jahrhunderten umkreisen.

 

 

Sternbild Herkules

Das Sternbild Herkules liegt westlich des Sternbilds Leier. Sein Hauptstern Ras Algethi (Alpha Herkulis) ist nur 3,6m hell, er liegt im Südteil des Herkules, nahe bei dem 2,1m hellen Stern Ras Alhague, dem hellsten Stern des Sternbilds Schlangenträger. Ras Algethi ist ein Roter Überriesenstern von über 400 Sonnendurchmessern. Im Fernrohr ab 20 cm Öffnung sieht man bei hoher Vergrößerung, dass sich Ras Algethi ein enger und sehr schöner Doppelstern ist: der hellere Partnerstern ist orange, der andere erscheint blaugrünlich.

Beobachtet man am Himmel mit dem Fernglas den Bereich zwischen den Sternen Eta Herkulis und Stern Zeta Herkulis, stößt man dort mit dem Fernglas auf ein rundliches mattes Nebelbällchen. Im Fernrohr ab 10 cm Öffnung und bei einer Vergrößerung ab 80x erweist sich das Nebelbällchen als kugelige Ansammlung zahlloser, winziger Sterne. Das ist der Kugelsternhaufen M13. Er wurde im Jahr 1714 von Edmond Halley entdeckt. Er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen der Nordhalbkugel. M13 liegt ca. 22.000 Lichtjahre von uns entfernt.

Richtet man seinen Blick von Eta Herkulis aus ca. 8,5° nach Norden, kann man dort bei mondlos dunklen Sternenhimmel im Fernglas 10 x 60 ein weiteres mattes kleines Wölkchen wahrnehmen. Das ist der Kugelsternhaufen NGC 6229, er liegt ca. fünf Mal weiter entfernt als M13. Daher kann man NGC 6229 nur mit Fernrohren großer Öffnung bei hoher Vergrößerung in Einzelsterne aufgelöst sehen.

Ca. 7° südlich von Theta Herculis liegt der 4,8m helle Stern 95 Herkulis. Er ist ein sehenswerter Doppelstern. Die beiden Partnersterne von 95 Herkulis stehen am Himmel in einem Abstand von nur sechs Bogensekunden voneinander. Man kann sie daher schon in kleinen Fernrohren mühelos getrennt sehen. Der eine Partnerstern ist goldgelb, der andere ist weiß. Schwenkt man sein Fernrohr von Pi Herkulis ausgehend ca. 6,3° nach Norden, stößt man auf den Kugelsternhaufen M92. Dieser Kugelsternhaufen ist so hell wie M13, er ist aber etwas kleiner, da seine Sterne dichter beieinander stehen. Schwenkt man sein Fernrohr vom 2,8m hellen Kornephoros (Beta Herculis) ca. 4° nach Nordosten, kann man im Okular bei niedriger Vergrößerung einen 9m hellen, blaugrünlichen Stern in einem Feld schwacher Sterne entdecken. Das ist der kleine Planetarische Nebel NGC 6210. Da NGC 6210 eine hohe Flächenhelligkeit hat, kann man ihn mit hoher Vergrößerung betrachten, wodurch man seine Struktur deutlicher wahrnehmen kann. Betrachtet man NGC 6210 z. B. im Achtzöller mit 150facher Vergrößerung, zeigt sich darin der „blaue Stern“ als eine kleine, blaugrünliche Scheibe mit einem winzigen weißen Zentralstern.

 

Sternbild Steinbock

Südöstlich des Sternbilds Adler liegen die Sterne des Sternbilds Steinbock. Der Hauptstern dieses Sternbilds heißt Algiedi (Alpha Capricornis). Bereits im Fernglas sieht man den 3,8m hellen Algiedi als Doppelstern. Seine beiden Partnersterne sind jedoch kein physisches Paar, sondern liegen von uns aus gesehen nur in derselben Richtung. Unterhalb von Algiedi liegt der 3,1m helle Stern Dabih (Beta Capricornis). Dabih erweist sich im kleinen Fernrohr bei niedriger Vergrößerung als ein hübscher Doppelstern, der hellere Partnerstern ist orange, sein schwächerer Begleiter erscheint blauweiß.

Von Dabih ausgehend zieht sich in östliche Richtung eine Kette aus den Sternen Theta, Iota, Gamma und Delta Capricornis hin.
Bei sternklarem Himmel mit guter Horizontsicht kann man im Fernrohr ca. 6, 5° südlich von Gamma Capricornis den Kugelsternhaufen M30 als kleinen, rundlichen Nebel mit hellem Kern wahrnehmen. M30 hat einen Durchmesser von ca. 100 Lichtjahren und liegt 27000 Lichtjahre entfernt. Um M30  vollständig in Einzelsterne aufgelöst zu sehen, benötigt man Fernrohre großer Öffnung und hohe Vergrößerungen.

 

Sternbild Wassermann

Das Sternbild Wassermann ist ein unauffälliges Sternbild, da es keine hellen Sterne enthält. Es erstreckt sich südlich des 2,3m hellen Sterns Enif im Pegasus und nördlich und östlich des Sternbilds Steinbock. Da es unauffällig ist, wird es am Nachthimmel oft übersehen. Im Sternbild Wassermann liegen jedoch viele sehenswerte Beobachtungsobjekte.

Ca. 4,5° nördlich des 2,9m hellen Sterns Sadalsuud (Beta Aquarii) findet man bereits im Fernglas 10 x 50 einen rundlichen Nebelfleck: das ist der 6,5m helle Kugelsternhaufen M2. Schon in einem Fernrohr von nur 5 cm Öffnung nimmt man M2 als ein nebliges Objekt wahr, das einen Durchmesser von sechs Bogenminuten hat, mit einem hellen Zentrum. In Fernrohren ab 15 cm Öffnung kann man M2 bei Vergrößerungen ab 150fach bis fast bis in sein Zentrum in Einzelsterne aufgelöst sehen.

Im Sternbild Wassermann liegt der helle Planetarische Nebel NGC 7009. Er ist auch als der „Saturnnebel“ bekannt. Man kann den Nebel ca.1,3° westlich des 4,5 m hellen Sterns Ny Aquarii finden. Im Fernglas nimmt man NGC 7009 als einen 8m hellen, grünlichen Stern wahr. Im Fernrohr erscheint er bei einer Vergrößerung ab 50fach als ein grünliches Scheibchen. Da NGC 7009 eine hohe Flächenhelligkeit hat, kann man ihn bei guter Luftruhe auch im kleinen Fernrohr mit der maximal förderlichen Vergrößerungen erfolgreich betrachten. Die seitlichen Nebelfortsätze, die dem Anblick von NGC 7009 seine Ähnlichkeit mit dem Anblick Saturns verleihen, lassen sich nur unter idealen Beobachtungsbedingungen in Fernrohren ab 15 cm Öffnung wahrnehmen.

Der Helixnebel NGC 7293 ist der nächstgelegene und daher der größte Planetarische Nebel am Himmel. Er ist ca. 620 Lichtjahre von uns entfernt, sein Durchmesser beträgt ca. 13 Bogenminuten. Die Flächenhelligkeit des Helixnebels ist aufgrund seines großen Winkeldurchmessers sehr niedrig. Bei einem mondlos sternklaren Nachthimmel mit guter Transparenz hat man eine gute Chance, den Nebel wahrzunehmen. Das geht dann am besten mit einem UHC-Filter an einem lichtstarken Fernrohr kurzer Brennweite. Hin und wieder gelingt es aber auch, NGC 7293 bei indirektem Sehen sogar mit einem Fernglas 10x50 zu erahnen.
Folgt man am Himmel mit einem lichtstarken Fernglas einer Linie von Ny Aquarii nach Dabih (Beta Capricornii), findet man dort nach einem Drittel dieser Strecke bei dunklem, sternklarem Himmel ein schwaches kleines Nebelchen. Im kleinen Fernrohr erscheint das Nebelchen als ein blasser Nebelball. In Fernrohren größerer Öffnung kann man die Randbereiche des Nebelballs in einzelne Sterne aufgelöst sehen. Das ist der Kugelsternhaufen M72. Er ist über 60.000 Lichtjahre von uns entfernt.

Im Sternbild Wassermann kann man mit dem Fernglas ca. 1° östlich des 4,2m hellen Sterns Phi Aquarii den 7,9m hellen Planeten Neptun sehen. Im Fernrohr erscheint Neptun bei hoher Vergrößerung als ein mattes bläuliches Scheibchen von 2,2 Bogensekunden Durchmesser.

 

Sternbild Pegasus

Östlich des Sternbilds Schwan liegt das große und markante Sternenquadrat des Sternbilds Pegasus. Ca. 20° westlich des Pegasusquadrats liegt der 2,3m helle Enif. Enif ist der hellste Stern des Sternbilds Pegasus.
Enif kulminiert gegen 19.00. Ca. 7° westlich von Enif kann man das kleine und unauffällige Sternenviereck des Sternbilds Füllen sehen, oberhalb des Sternbilds Füllen sieht man den markanten Sternenrhombus des Sternbilds Delfin.
Ca. 4,4° nordwestlich von Enif kann man im Fernglas einen matten, runden Nebelfleck wahrnehmen: das ist der Kugelsternhaufen M15. Bereits in einem Fernrohr ab 10 cm Öffnung kann man bei Vergrößerungen ab 100-fach den Randbereich von M15 in zahllose einzelne Sterne aufgelöst sehen, manchmal auch bis in das mit zahllosen Sternen dicht besetzte Zentrum dieses Sternhaufens.

Der 2,5 m helle Stern Scheat (Beta Pegasi) bezeichnet die rechte obere Ecke des Pegasusquadrats dar. Scheat ist ein Roter Riese. Ca. 5° nordwestlich von Scheat finden wir den 3m hellen Matar (Eta Pegasi). Ca. 4,3° nordnordwestlich von Matar kann man bi sternklarem Himmel im Fernrohr ab 10 cm Öffnung die 9,5m helle Galaxie NGC 7331 sehen. Diese große Spiralgalaxie ist über 60 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Beobachtet man diese Himmelsregion mit einem Dobson-Teleskop großer Öffnung, kann man damit in der unmittelbaren Umgebung von NGC 7331 weitere kleine Spiralgalaxien wahrnehmen, die zu derselben Galaxiengruppe gehören wie NGC 7331.

 

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