Überblick gegen 4:00

Die Sterne des Schlangenträgers versinken im westlichen Horizontdunst. Auch die Sterne des Sternbilds Adler senken sich nun im Südwesten zum Horizont. Das Sternbild Schütze ist dort bereits untergegangen. Das kleine Sternbild Eidechse sehen wir nun im Zenit, östlich davon sehen wir die uns mittlerweile schon vertrauten Sternanordnungen der befden Sternbilder Cassiopeia und Perseus. Das Sternbild Pegasus überquert jetzt den Meridian. Darunter sehen wir das unauffällige Sternbild Wassermann, und tief im Süden leuchtet ruhig der Stern Fomalhaut, der Hauptstern im Südlichen Fisch.

Über dem Osthorizont sehen wir den Stern Aldebaran im Sternbild Stier, und auch den kleinen Sternhaufen der Plejaden. Darunter erheben sich die Sterne des Sternbilds Orion über den Horizont. Auch die hellsten Sterne des Sternbilds Zwillinge lassen sich schon im Horizontdunst erahnen. Wir sind mitten im Sommer, aber um diese Zeit vor der Morgendämmerung sieht bereits die ersten Wintersternbilder. Man wird sie in den kommenden Monaten noch besser beobachten können.

 

Abschluss

Jede Beobachtungsnacht findet schließlich ihr Ende. Es kann am Wetter liegen, an einer anwachsenden Müdigkeit, oder schlicht an Zeitmangel, oder weil ab 4:00 die Morgendämmerung näher rückt.

Dann heißt es, die Geräte im Schein der Kopflampen im Dunkeln mit Umsicht abzubauen und sie danach sorgfältig im Kofferraum zu verstauen. Abschließend sollte man nachschauen, ob am  Beobachtungsplatz vielleicht noch Zubehörteile, Kleidungsstücke oder im Gras vergessener Abfall  liegen, die in der Dunkelheit übersehen wurden.

Hat man seinen Beobachtungsplatz abgeräumt und sauber hinterlassen, kann man die Kopfleuchten ausschalten, um noch einmal rundum zum Horizont und zum Himmel hinauf  zu blicken und die Stille zu genießen.

Und dann steigt man ins Auto, schließt die Türen. Der Motor springt zum Glück sofort an, die Scheinwerfer leuchten auf und tauchen den Weg in helles Licht. Gemächlich rollen wir auf dem knirschenden Schotterweg bergab, fahren dann zwischen Wiesen und dunklen Hecken bis zur Kreisstraße, und dann durch lang gezogene Kurven hinunter ins Tal. Wir sitzen entspannt und lassen dabei die Eindrücke und Erfahrungen aus der Beobachtungsnacht Revue passieren, während wir durch den stillen Buchenhochwald auf der verlassen liegenden Straße nach Hause fahren.

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