Der Sternenhimmel im Januar

Die Januarnächte sind in Mitteleuropa elf Stunden lang astronomisch dunkel. Wenn das Wetter mitspielt, kann man während dieser langen Nächte nacheinander Sternbilder des Sommernachthimmels, des Herbstnachthimmels, des Winternachthimmels und des Frühlingsnachhimmels sehen. Man muss hierfür nur zum richtigen Zeitpunkt in den Nachthimmel schauen.
Das Januarwetter ist in Mitteleuropa wechselhaft. Mal ist der Himmel trübe, verregnet, grau oder stürmisch, mal gibt es Frost und Schnee. Längere Perioden mit frostklarem Hochdruckwetter werden leider seltener, daher wird auch die Planung von Beobachtungen schwieriger. Es gibt jedoch auch im Januar Phasen mit sternklarem Himmel. Wenn die auftreten, muss man sie ausnutzen.
Die Januarnächte sind lang und kalt. Man braucht warme und zweckmäßige Kleidung, damit man es lange im Freien aushalten kann. Eine Thermoskanne mit Heißgetränk tut ebenfalls gut. Der Beobachtungsplatz muss windgeschützt sein, damit einem kein kalter Wind die Tränen in die Augen treibt. Sein Untergrund muss fest und eben sein, damit die Geräte dort einen guten Stand haben. Er sollte möglichst fern von störenden Lichtquellen liegen. Falls sich das Wetter verschlechtert, muss man seine Geräte vom Beobachtungsplatz rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Die Geräte müssen vor dem Beginn der Beobachtung gut ausgekühlt und gut kollimiert sein, damit sie während der Beobachtung ihre beste Leistung bringen. Damit man nicht alleine in der kalten Finsternis steht, sollte man als Amateurastronom Beobachtungen gemeinsam mit anderen interessierten Beobachtern durchführen. Wenn man das macht, bietet sich auch die Möglichkeit, nebeneinander mehrere Beobachtungsgeräte einzusetzen. So kann man mehr Beobachtungen machen, und man kann sich mit seinen Mitbeobachtern über das Gesehene austauschen.
Wenn man unter dem klaren Sternenhimmel steht, tut es gut zu wissen, welche Objekte mit dem verfügbaren Beobachtungsgerät zum Beobachtungszeitpunkt erfolgreich beobachtet werden können, und wie man die betreffenden Objekte zuverlässig auffinden kann.
Am 2. Januar und am 31. Januar ist Vollmond. Am 16. Januar ist Neumond. Daher sind die zweite sowie die dritte Januarwoche für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten am besten geeignet.
Am 3. Januar hat der Sternschnuppenstrom der Quadrantiden sein Maximum. Nach der Abenddämmerung können noch Sternschnuppen aus diesem Strom von Norden kommend über den Himmel ziehen. Der Radiant der Quadrantiden liegt in Nordteil des Sternbilds Bärenhüter. Diese Sternschnuppen sind 41 km/s schnell, sie stammen vom Asteroiden 2003 EH1, der ein Bruchstück eines ausgegasten Kometenkerns ist. Leider stört der Schein des noch fast vollen Mondes die Beobachtung der Quadrantiden sehr.
Im Januar kann man bis ca. 19:00 den Planeten Neptun beobachten. Uranus ist bis 23:00 sichtbar. Ab 4:00 tritt Jupiter im Osten markant ins Blickfeld, begleitet von Mars.

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