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Ausdruck vom: Samstag, der 24.02.2024

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Der Sternenhimmel heute

Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde
Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde
Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde
Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde
Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde

Der Mondlauf

Mondphasen:
Am 3. Februar ist Halbmond im Sternbild Jungfrau. Am 10. Februar ist Neumond im Sternbild Steinbock.
Am 16. Februar ist Halbmond im Sternbild Stier. Am 24. Februar ist Vollmond im Sternbild Löwe.

Erdnähe und Erdferne:
Am 10. Februar durchläuft der Mond im Sternbild Wassermann den erdnächsten Punkt seiner Bahn (358087 km Abstand zur Erde). Den erdfernsten Punkt seiner Bahn (406311 km Abstand zur Erde) durchläuft der Mond am 25. Februar im Sternbild Löwe.

Knotendurchgänge der Mondbahn:
Am 14. Februar überquert der Mond im Sternbild Fische die Ekliptik nach Norden. Am 27. Februar überquert der Mond im Sternbild Jungfrau die Ekliptik nach Süden.

Sehenswerte Konstellationen:
Am 10. Februar kann man um 18:00 mit einem lichtstarken Fernglas, Geduld und Glück ca. 3° über dem Südwesthorizont die schmale Sichel des jungen Mondes im Sternbild Wassermann wahrnehmen.
Am 15. Februar kann der Mond um 23:00 als Aufsuchhilfe für den 5,7m hellen Uranus dienen. Uranus befindet sich dabei ca. 3° östlich des Mondes.
Am 16. Februar passiert der zunehmende Mond gegen 20:00 die Plejaden im südlichen Abstand von ca. 1°.

Bedeckungen heller Sterne durch den Mond:
Im Februar sind keine Bedeckungen heller Sterne durch den Mond beobachtbar.

Im Überblick - Der Sternenhimmel im Februar

Die Februarnächte sind in Mitteleuropa lang. Die astronomische Dunkelheit beginnt am Monatsanfang um 19:20 und dauert danach elf Stunden. Am Monatsende beginnt sie um 20:00 und dauert danach immerhin noch 9,5 Stunden.
Diese langen Nächte bieten die Möglichkeit, viele Himmelsobjekte nacheinander lange zu beobachten und zu fotografieren, wenn das Wetter das erlaubt. Leider tut es das oft nicht. Also muss man sich in Geduld üben und muss seine Ausrüstung einsatzbereit halten, damit man die Phasen mit sternklarem Nachthimmel nutzen kann, wenn sie da sind. Um sie rechtzeitig zu bemerken, sollte man die Aussichten für klaren Nachthimmel stets prüfen und mittels Wetter-Apps (z. B. Wetteronline, Meteoblue oder Kachelmannwetter) die aktuellen Wettervorhersagen für den vorgesehenen Beobachtungsplatz checken.

Für erfolgreiche Himmelsbeobachtungen braucht man einen Beobachtungsplatz, der gut erreichbar ist und zugleich so abgelegen liegt, dass man dort ungestört beobachten und fotografieren kann, möglichst fern von den Lichtglocken der Ortschaften und Gewerbegebiete. Er muss einen guten Rundblick zum fernen Horizont bieten. Der Untergrund muss dort fest sein, damit die Stative einen sicheren Stand haben, und er muss eben sein, damit man dort in der Dunkelheit nicht stolpert. Wichtig ist auch ein Schutz vor kaltem Wind, der einem beim Beobachten Tränen in die Augen treibt, und der bei der Astrofotografie zu verwackelten Aufnahmen führen kann.
Passen Wetter und Beobachtungsplatz, kann man schöne Beobachtungen machen, sofern man weiß, welche Himmelsobjekte man beobachten möchte, und wie man sie am Nachthimmel auffindet, und wie gut man sie mit dem verfügbaren Gerät wahrnehmen kann.

Ist das Beobachtungsgerät aufgestellt, muss es zunächst auskühlen. Ist es ein Newton-Teleskop, sollte man im Anschluss an das Auskühlen die Kollimation von Haupt- und Fangspiegel prüfen und justieren. Im kalten Winterwind kühlen offene Spiegelfernrohre zum Glück rasch aus.
Bei Refraktoren und Spiegelfernrohren mit geschlossenem Tubus dauert das Auskühlen meist etwas länger. Stellt man den Tubus senkrecht, mit dem offenen Okularauszug nach oben, kann wärmere Luft am schnellsten aus dem Tubus entweichen.

Als Beobachter braucht man einen mit Rotlicht beleuchteten kleinen Tisch, auf dem man Zubehör griffbereit bereitlegen kann. Wird die Nacht zu kalt, kann man sich ins Auto setzen, um heißen Tee aus der mitgebrachten Thermoskanne in Becher zu füllen, mit denen man kalte Finger sehr angenehm wärmen kann. Knabbert man dazu auch noch knusprige Kekse, kann man frische Kräfte sammeln und die Chancen der klaren Winternacht so länger nutzen.

Beobachtungen in Winternächten erfordern eine Kleidung, die dafür sorgt, dass einem die Kälte nicht in die Zehen beißen kann, dass sie einem nicht in den Rücken kriechen wird, dass einem nicht die Ohren abfrieren werden, und die Finger zu gefühllos werden können, um Geräte zu bedienen und zu halten.
Schafft sie das nicht, wird man mit dem Beobachten viel früher aufhören als erhofft.
Neben anforderungsgerechter Bekleidung sind USB-Handwärmer in der Jackentasche hilfreich. Damit kann man Finger, Akkus und Okulare einige Stunden lang aufwärmen, während man unter einem sternklaren Winterhimmel steht.

Am 10. Februar ist Neumond, und am 24. Februar ist Vollmond. Bis 22:00 kann man den Jupiter sehen, und mit Fernrohr und Fernglas auch den Uranus. Die Venus kann man vor Sonnenaufgang über dem Südosthimmel wahrnehmen.
Im Februar zieht der Komet 12P/Pons-Brooks vom Sternbild Schwan in das Sternbild Pegasus. Er kann mit Ferngläsern und Fernrohren von 19:00 bis 22:00 sehr gut beobachtet werden und kann im Februar eine Helligkeit von 6m erreichen. 12P/Pons–Brooks ist periodischer Komet mit einer Umlaufzeit von 71 Jahren. Er gehört zu den hellsten bekannten periodischen Kometen.

Sternkarte Gesamtübersicht

Ansicht zu einem anderen Zeitpunkt

Die Ansicht für einen anderen Tag und Stunde des Jahres finden Sie auf unserer Partnerseite von www.Der-Mond.de - Wissen und Beobachtung zum Mond

Stellarium bietet eine eigenen Webservice, mit dem Sie sich zu jedem Zeitpunkt und Ort mit individuellen Einstellungen den Sternenhimmel ähnlich wie in Stellarium anzeigen lassen können: https://stellarium-web.org/

Der Mond - Geheimnisvoller Begleiter unserer Erde

Planetenverlauf im Monatsüberblick

Merkur

Der Merkur wandert im Februar vom Sternbild Schütze durch das Sternbild Steinbock tief in das Sternbild Wassermann. Er geht am Monatsanfang eine halbe Stunde vor der Sonne auf, kann jedoch am hellen Morgenhimmel nicht wahrgenommen werden. Im Laufe des Monats verringert Merkur seinen Winkelabstand von der Sonne und erreicht am 28. Februar gemeinsam mit Saturn im Sternbild Wassermann seine Konjunktion mit der Sonne.

Venus

Die Venus wandert im Februar vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock. Sie geht ca. 1,5 Stunden vor der Sonne auf. Danach kann man sie am Morgendämmerungshimmel - als 4,0m hellen Morgenstern bis kurz vor Sonnenaufgang sehen.

Mars

Mars wandert im Februar ebenfalls vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock. Da Mars im Februar ca. eine Stunde vor der Sonne aufgeht und hundert Mal schwächer leuchtet als die Venus, kann man Mars am Morgendämmerungshimmel mit bloßem Auge nicht sehen. Später befindet er sich dann westlich der Sonne am Taghimmel und ist dort nicht beobachtbar.

Jupiter

Jupiter wandert im Februar im Sternbild Widder sehr gemächlich parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Man kann ihn im Februar von 19:00 bis 22:00 mit bloßem Auge gut sehen.
Am Monatsanfang ist er -2,4m hell, sein Winkeldurchmesser beträgt noch 40 Bogensekunden, und er ist 742 Millionen km von der Erde entfernt. Am Monatsende ist er noch -2,2m hell, sein Winkeldurchmesser beträgt 37 Bogensekunden, und er ist bereits 808 Millionen km von der Erde entfernt.
Ist es windstill und ist die Luft ruhig, kann man mit einem kleinen Fernrohr bei 30-facher Vergrößerung die beiden äquatorialen Wolkenbänder in der Atmosphäre Jupiters sehen, sowie die vier hellsten Jupitermonde.
Beobachtet man den Jupiter dann mit Fernrohren großer Öffnung und mit hoher Vergrößerung, kann man in den Wolkenbändern Jupiters auch noch Sturmwirbel und hellere Wolkenstrukturen wahrnehmen.

Saturn

Saturn zieht im Februar im Sternbild Wassermann sehr langsam parallel zur Ekliptik in östliche Richtung. Er befindet sich aus Sicht der Erde hinter der Sonne am Taghimmel, sodass man ihn nicht sehen kann. Am 29. Februar steht er in Konjunktion mit der Sonne

Uranus

Der 5.7m helle Uranus zieht im Februar im Sternbild Widder sehr gemächlich parallel zur Ekliptik in westliche Richtung. Uranus ist derzeit ca. 2,9 Milliarden km von uns entfernt, und sein Winkeldurchmesser beträgt 3,6 Bogensekunden.
Uranus kann von 19:00 bis 23:00 beobachtet werden. Mit einem Fernglas findet man ihn auf der Mitte der Linie von Jupiter zu den Plejaden. Mit einem Fernrohr kann man ihn bei hoher Vergrößerung als eine winzige olivgrüne Kugel sehen.

Neptun

Neptun wandert im Februar im Sternbild Fische in östliche Richtung. Man kann den 7.9m hellen Neptun mit einem lichtstarken Fernglas ca. 5° südlich des 4,5m hellen Sterns Lambda Piscium wahrnehmen.
Neptun ist im Februar über 4,51 Milliarden km von der Erde entfernt. In dieser Entfernung hat das Sonnenlicht nur ein 850stel seiner Intensität auf der Erde. Man kann den fernen Planeten nach der Abenddämmerung mit einem Fernglas wahrnehmen, er sieht darin aber nur wie ein ungewöhnlich mattes Sternchen aus
Mit etwas Glück und einem langbrennweitigen Fernrohr ab 12 cm Öffnung bei hoher Vergrößerung kann man Neptun als ein 2,3 Bogensekunden großes mattes blaues Scheibchen wahrnehmen.

Zwergplanet Pluto

Der Zwergplanet Pluto wandert im Februar am westlichen Rand des Sternbilds Steinbock sehr langsam in östliche Richtung. Er ist nun ca. 5,36 Milliarden km von der Erde entfernt.
Da Pluto im Februar mit der Sonne am Taghimmel steht, ist Pluto  unbeobachtbar. Die Sonne leuchtet am Himmel nämlich ca. 25 Billiarden Mal heller als Pluto.

Über den Autor Günther Bendt

Günther Bendt ist Jahrgang 1951, Diplompädagoge und Ingenieur für Physikalische/Biomedizinische Technik. Er arbeitete in internationalen Unternehmen der Medizintechnik und war zuletzt mehrere Jahrzehnte Technischer Redakteur in einem Telekommunikationsunternehmen. Seit dem Sommer 2016 ist er im Ruhestand.

Als Kind beobachtete er zufällig eine Mondfinsternis, dieses Erlebnis weckte sein Interesse an der Astronomie. Seit 1997 macht er Führungen für Besuchergruppen der Volksternwarte Aachen. Er ist aktives Mitglied im Arbeitskreis Astronomie der Sternwarte. Seit 2000 wartet er die technische Ausstattung der Sternwarte.

Bei Astronomie.de erstellt er seit 2004 u. a. die monatliche Himmelsvorschau. Seit 2008 präsentiert er im Arbeitskreis Astronomie seine monatlichen „Neuigkeiten aus der Astronomie“.

Als astronomischer Betreuer hat Günther Bendt seit 2009 diverse Reisegruppen für Astronomie.de und für andere Veranstalter auf Sonnenfinsternisreisen nach China und Australien, zum Venustransit auf Island sowie zu diversen Polarlichtbeobachtungen im winterlichen Lappland begleitet. Er war bei fünf Reisen zum Nordkap auf einem Expeditionsschiff Kreuzfahrt-Lektor für Astronomie und Polarlicht. Auf fünf Kontinenten hat er bislang acht Totale Sonnenfinsternisse erlebt.