Sterne beobachten

Graue Katzen (Dunkeladaption)
Die Bilderzeugung in unseren Auge funktioniert wie in einer Kamera. Hornhaut und Linse übernehmen dabei die Aufgaben des Objektives. Die Linse des Auges hat die Möglichkeit ihre Form zu verändern und damit die Brechkraft zu variieren. So können Gegenstände mit unterschiedlichen Entfernungen scharf auf der Netzhaut abgebildet werden.
Sternhelligkeit
Am nächtlichen Himmel gibt es Sterne unterschiedlicher Helligkeit: wenige sehr helle und sehr viele ganz lichtschwache Sterne. Insgesamt sind mit bloßem Auge mehr als 3.000 Sterne am Nachthimmel zu beobachten. Wenn Sie den Nachthimmel an verschiedenen Orten betrachten, so werden Sie schnell feststellen, daß Sie mal mehr, mal weniger Sterne sehen können, mal auch ganz lichtschwache, mal nur hellere, ganz abhängig davon, wie hell der Himmelshintergrund an dem betreffenden Beobachtungsort gerade ist.
Starhopping
Starhopping bedeutet, dass man beim Aufsuchen eines Objekts sozusagen von Stern zu Stern hüpft. Ein wünschenswerter Nebeneffekt dieser Vorgehensweise ist, dass der Beobachter dabei den Himmel mit der Zeit immer besser kennenlernt. Das kann dazu führen, dass er schliesslich viele Objekte ganz ohne Karte einzustellen vermag. Es werden allmählich immer weniger Hilfsmittel zur Beobachtung benötigt, wodurch der Beobachter "Deep-Sky" noch unmittelbar erleben kann.
Offene Sternhaufen - Kugelsternhaufen
Vergleichen Sie doch einmal! Die zu vergleichenden Sternhaufen sollten hell sein sowie ähnliche Helligkeiten und ähnliche Winkeldurchmesser am Himmel besitzen. Mit NGC 2281 im Sternbild Fuhrmann und M 3 im Sternbild Jagdhunde finden wir zwei solche Sternhaufen. Sie stehen zur gleichen Zeit am Himmel und in ähnlich großer Höhe - ideal für einen Vergleich der Haufenstruktur.
Erste Lichtkurve
Doppelsterne sind ein in allen Sternbildern sehr verbreitetes Phänomen. Doch gibt es Doppelsterne, die nur durch ihren Lichtwechsel auffallen, die "bedeckungsveränderlichen Sterne". Der beobachtete Lichtwechsel kommt dadurch zustande, dass die beiden Sterne sich in einer Ebene umeinander bewegen, deren Kante zufällig genau in unsere Richtung zeigt. Während die beiden Sterne umeinander laufen, bedecken sie sich also gegenseitig bei jedem Umlauf.
Wahrnehmung von flächenhaften Objekten
Als visuelle Beobachter sollten wir uns zu Beginn mit unserem eigenen Lichtsensor, dem menschlichen Auge befassen. Unser Auge besteht aus einem optischen System, das von Hornhaut, Iris, Linse und Glaskörper gebildet wird. Die Netzhaut dahinter dient als Empfänger für das ankommende Licht. Für die Wahrnehmung lichtschwacher Objekte sind Aufbau und Eigenschaften der Netzhaut von entscheidender Bedeutung.
Lichtverschmutzung
"Dunkel war's, der Mond schien helle..."- so beginnt das bekannte "Lügengedicht" aus dem späten 19. Jahrhundert. Auch heute wäre das glatt gelogen, denn es wird fast nirgendwo mehr so richtig dunkel. Leuchtreklamen, illuminierte Gärten, grelle Straßen- und Hausbeleuchtungen, Parkplätze, Sportplätze, Baustellen und nicht zuletzt die "Sky-Beamer" mit ihren leistungsstarken Strahlen, sorgen dafür, daß die Nacht zum Tage wird.

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