Der Reiseverlauf

(ohne Gewähr, Programmänderungen jederzeit vorbehalten)

Jeden Tag startet eines der Hurtigrutenschiffe auf die 12tägige Rundreise Bergen-Kirkenes-Bergen. 34 Häfen werden dabei angelaufen – einige nur für für eine Viertelstunde, während der Aufenthalt in größeren Städten auch mehrere Stunden dauern kann. Die Häfen, die nordgehend bei Nacht angelaufen werden, werden auf der südgehenden Route tagsüber angesteuert. So bieten sich genügend Möglichkeiten, um einen Überblick über Norwegen zu erhalten. Je nach Jahreszeit gibt es ein paar Variationen der Route – im Herbst steht der Hjørunderfjord auf dem Programm, im Frühjahr der Lyngenfjord. Abhängig vom Wetter oder Veranstaltungen/Feiertagen in Norwegen können auch einmal Häfen ausgelassen werden. Da die Hurtigrute immer noch Fähr- und Frachtdienst macht und vor allem die Gemeinden im Norden versorgt, haben sind Sie näher an Norwegen dran als mit den großen Kreuzfahrtschiffen, die die kleineren Häfen oft nicht einmal anlaufen können.

Tag 1: Bergen

Die Reise beginnt: Bergen-Flesland Lufthavn
Tyske Bryggen, das alte Hansekontor am Hafen von Bergen.
Erster Blick aufs Schiff
Mit etwas Glück sehen Sie bereits nach der Abfahrt in Bergen das erste Polarlicht als schwaches Schimmern am Horizont.

Der erste Reisetag ist der Anreisetag: Sie fliegen mit einem Linienflug von Deutschland nach Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Am Flughafen treffen Sie dann auf Ihre Reiseleiter, mit denen Sie per Bus zum Hurtigruten-Terminal fahren – wenn es noch hell ist, haben Sie oft noch die Gelegenheit, um aus dem Bus einen Blick auf Bergen zu werfen.

Auf dem Schiff erwartet sie nicht nur das Abendessen, sondern auch jede Menge Informationen. Verpassen Sie darüber nicht die Abfahrt – ab November legt das Schiff um 22:30 ab, wenn der Herbstfahrplan noch gilt, heißt es schon früher: Leinen los!

Fast 2500 Kilometer geht es nun entlang der norwegischen Küste bis nach Kirkenes, bevor das Schiff wendet und die Reise zurück nach Süden geht.

Tag 2: Ålesund

Die Jugendstilstadt Ålesund bietet eine auf dieser Reise einzigartige Architektur
Molde wird abends besucht – Winterfahrer sehen die Stadt daher nur bei Dunkelheit.
Vom Hausberg Aksla aus bietet sich ein herrlicher Blick auf Ålesund

Der wichtigste Halt des Tages ist die Jugendstilstadt Ålesund. Früher war sie eine typisch norwegische Stadt mit zahlreichen Holzhäusern, bis sie am 23. Januar 1904 abbrannte. Nicht zuletzt durch die Hilfe des deutschen Kaisers, der gerne Norwegen Urlaub machte, wurde sie rasch wieder aufgebaut – diesmal aus Stein und im Jugendstil. Normalerweise haben Sie fast drei Stunden Zeit, um die Stadt zu erkunden oder die Treppen zu ersteigen, die auf den Hausberg Aksla führen. Nur in September und Oktober hält das Schiff hier kürzer: Dann steht ein Abstecher in den Hjørundfjord an, der noch nicht so touristisch überlaufen ist wie der berühmte Geirangerfjord, den die Schiffe im Sommer besuchen.

Nach Ålesund steht eine Seestrecke an – so weit im Süden laufen die Schiffe noch nicht jeden Hafen an, hier ist auch im Winter genug Verkehr, der die Ortschaften verbindet. Erst am Abend wird daher in Molde angelegt, das im Winter somit nur bei Dunkelheit zu sehen ist. Im späten Frühjahr gibt es die Chance, Molde bei Tageslicht zu sehen – dann ist das markante, wie ein Segel geformte Hotel am Hafen nicht zu übersehen.

In Molde wie auch später in Kristiansund wird nur kurz Halt gemacht.

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Tag 3: Trondheim

Treffen in Trondheim: MS Richard With und MS Finnmarken nebeneinander am Kai.
Alte Speicherhäuser am Nidelv, der durch Trondheim fließt.
Die Gamly Bybro, die auffällige alte Stadtbrücke in der Nähe des Doms
Der Nidaros-Dom im Schnee.
Der Kjeungskjærfyr hat einen fast unaussprechlichen Namen, wird aber dennoch gerne fotografiert.

In den frühen Morgenstunden macht das Schiff in Trondheim fest, der ehemaligen Königsstadt. Noch heute werden die norwegischen Könige hier im Dom gekrönt. Ihnen bleibt ausreichend Zeit für eine Stadtrundfahrt, oder um die Altstadt zu Fuß zu erkunden. Gut 20 Minuten brauchen Sie vom Hafen in das Stadtzentrum mit seinen malerischen Holzhäusern, dem historischen Bakklandet-Viertel und dem imposanten Dom in der Nähe der alten Brücke. Im Hafen liegen wir neben dem südgehenden Hurtigrutenschiff – Frühaufstehern bleibt ausreichend Zeit für einen Besuch.

Hier können Sie auch in aller Ruhe nach Souvenirs schauen – auf der nordgehenden Route besuchen wir die größeren Städte bei Tag; südgehend nur kleinere Ortschaften. Viele Geschäfte öffnen aber erst um 10 Uhr.

Während der Liegezeit werden auch einige Ausflüge angeboten, nicht nur eine Stadtrundfahrt. Welche, hängt von der Jahreszeit ab und davon, wie viele Teilnehmer es gibt.

Nachdem das Schiff Trondheim gegen Mittag verlässt, passiert es Kjeungskjærfyr. Dieser rote Leuchtturm ist wohl der am häufigsten fotografierte Leuchtturm Norwegens.

Die Reise führt weiter durch die malerische Landschaft, bei gutem Wetter geht es auch durch den engen Stokksund. Am Abend erreichen wir Rørvik. Hier begegnen wir der südgehenden Hurtigrute, und es bleibt genug Zeit, um das andere Schiff zu besuchen: Mit ihrer Bordkarte oder einem Ausweis können Sie jedes Hurtigrutenschiff besuchen, dem Sie im Hafen begegnen – die Möglichkeit gibt es in Trondheim und Rørvik, den anderen Schiffen begegnen wir auf See.

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Tag 4: Bodø und die Lofoten

Ørnes liegt in einer malerischen Bergkulisse
Bodø ist eine moderne Stadt
Im Hafen von Bodø gibt es einiges zu sehen, mit etwas Glück auch die Gamle Salten
Die Lofotenwand am Horizont
Auf dem Lofotr-Wikingerfest
Svolvær, die Hauptstadt des Lichts
Polarlicht über Svolvær
An der Mündung des Trollfjords

Jetzt wird es ernst: In den frühen Morgenstunden überqueren wir den Polarkreis. Im Lauf des Tages wird das mit einer kleinen Zeremonie gewürdigt. Nun sind wir in den Regionen, in denen es Mitternachtssonne oder – zu unserer Reisezeit – Polarnacht geben kann. Völlig dunkel wird es aber nicht: Selbst, wenn die Sonne nicht über den Horizont kommt, gibt es doch eine lange Dämmerung. Eindrucksvoll ist es dennoch...

Ørnes ist einer der hübschesten Häfen auf der Route und so ein klischeehaftes Postkartenmotiv, dass man ihn schon selbst sehen muss, um es zu glauben. Die Landschaft ist nun schon deutlich wilder und gebirgiger als zu Beginn der Reise.

In Bodø haben wir einen längeren Aufenthalt. Die erst 1816 gegründete Stadt hat ihren Reiz, auch wenn er sich nicht auf Anhieb erschließt – im zweiten Weltkrieg wurde sie 1940 von der deutschen Luftwaffe komplett zerstört. Daher dominieren moderne Bauten; die Landschaft hat mehr für das Auge zu bieten als die Architektur. Ein Spaziergang am Hafen lohnt sich trotzdem. Bodø ist auch der nördliche Endpunkt des norwegischen Eisenbahnnetzes.

Nach Bodø geht es auf offene See: Rund vier Stunden dauert die Fahrt über den Vestfjord, bis wir schließlich die Lofoten erreichen. Bei gutem Wetter kann man sehen, wie die "Lofotenwand" am Horizont auftaucht und immer größer wird, bis sie schließlich in zahlreiche Inseln zerfällt: Aus der Entfernung wirken sie wie ein massives Gebirge.

Stamsund ist der erste Hafen, den wir auf den Lofoten erreichen. Wer das Lofotr-Wikingerfest gebucht hat, verlässt hier das Schiff und kann mit den Wikingern in einem rekonstruierten Langhaus feiern.

Alle anderen reisen mit dem Schiff weiter durch die Lofoten nach Svolvær, wo auch die Besucher des Wikingerfests wieder zusteigen. Svolvær nennt sich auch Hauptstadt des Lichts; bei klarem Himmel sind die Chancen sehr gut, über der Stadt Polarlicht zu sehen. Noch reizvoller ist es, wenn während der anschließenden Fahrt durch den engen Raftsund Polarlicht zu sehen ist und Schnee liegt: Dann bietet sich eine grandiose Kulisse, über der das Nordlicht tanzt.

Wenn das Wetter es zulässt, besucht das Schiff auch den engen Trollfjord. Im Winter ist er allerdings wegen Lawinengefahr gesperrt; weiter als bis zur Mündung geht es im Winter nicht.Dafür wird er dann mit den Scheinwerfern des Schiffs beleuchtet.

Der Raftsund trennt die Lofoten von den Inseln der Vesterålen; der nächste Hafen ist also schon auf den nördlicheren Vesterålen. Stokmarknes ist der Geburtsort der Hurtigrute, südgehend sind wir dort bei Tag und nicht erst nach Mitternacht.

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Tag 5: Tromsø

Die Trondenes-Kirke bei Harstad
Die 1,5 km lange Gisundbrücke bei Finnsnes
Historische Speichergebäude im Hafen von Tromsø
Polarlicht über Skjervøy
Die Domkirke von Tromsø

Zum Frühstück besuchen wir Harstad auf den Vesterålen. Nach dem Ablegen passieren wir die Trondenes-Kirke, Norwegens älteste Steinkirche. Hier begann auch die Christianisierung des Landes. Wer auf der südgehenden Route die Vesterålen-Bustour macht, kann sie aus der Nähe besuchen; heute passieren wir sie nur aus der Ferne.

Die grandiose Landschaft entschädigt dafür aber bei weitem. Am späten Vormittag legen wir dann in Finnsness an. Für das hübsche Städtchen bleibt nicht viel Zeit, bevor wir unter der 1,5 km langen Gisund-Brücke hindurchfahren. Es ist immer Maßarbeit – viel Platz ist nicht zwischen Schiff und Brücke. Daher verpassen die Kreuzfahrtschiffe viel von Norwegen.

Das Highlight des Tages ist Tromsø, das Paris des Nordens. Gerade im Winter ist es eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat – von Sehenswürdigkeiten bis zu Shopping. Wenn genug Schnee liegt, können Sie hier auch die erste Schlittenhundetour buchen, ansonsten bietet sich zum Beispiel ein Besuch in der Mack-Brauerei an, die unzählige Biersorten anbietet. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Kreditkarte gut gefüllt ist – Alkohol ist teuer in Norwegen. Ein Besuch im Polarmuseum ist da wesentlich günstiger...

Viel interessanter ist aber, dass Tromsø mitten im Polarlichtoval liegt. Wenn es in Polarlicht gibt und der Himmel klar ist, dann können Sie es in dieser Gegend sehen. Die Strecke bis Skjervøy ist windgeschützt und bietet eine herrliche Kulisse – wenn alles klappt, werden Sie diesen Streckenabschnitt nicht vergessen!

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Tag 6: Das Nordkapp

Die MS Lofoten kurz vor Havøysund
Erster Blick auf Honningsvåg
Honningsvåg von oben
Die MS Nordkapp im Hafen von Honningsvåg
Das Nordkap
Mystisch: die Finnkirke
Schiffsbegegnung bei Berlevåg

In den frühen Morgenstunden legen wir in Hammerfest an – mittlerweile nicht mehr die nördlichste Stadt der Welt, auch wenn sie den Titel für den Tourismus weiterhin tragen darf. Sie können diesen Halt aber getrost verschlafen, wir sind hier auf der südgehenden Route bei Tag.

Interessanter wird es nach dem Frühstück, wenn wir Havøysund verlassen und durch den Magerøya-Sund fahren. Die Landschaft wird nun karg und arktisch. Am Nordkap fahren wir mit dem Schiff nicht vorbei: Es liegt auf der Insel Magerøya, die Route führt südlich an der Insel vorbei. Kurz vor Havøysund begegnen wir auch dem südgehenden Hurtigrutenschiff – wenn Sie wollen, können Sie ihm zuwinken.

Das Städtchen Honningsvåg wirkt beinahe unwirklich – und doch wohnen sogar hier oben im Norden Menschen. Honningsvåg ist einen Spaziergang wert, von einem Aussichtspunkt am Berg hat man einen schönen Blick auf den Ort. Wer zum ersten Mal hier ist, wird stattdessen wohl die Fahrt zum Nordkap machen. Mit dem Bus geht es zum nördlichsten Punkt Europas. Früher legten die Schiffe noch unterhalb des steilen Nordkap-Plateaus an, und man musste eine steile Trepper erklimmen. Heute ist es komfortabler, und Sie können diese arktische Gegend ausgeruht genießen. Im Winter ist es auch noch nicht so voll, mit etwas Glück sind nur die Gäste der Hurtigrute am Nordkap.

Und dann geht die Reise auch schon weiter: Das Schiff steuert zahlreiche kleine Häfen an, die geschützt in kleinen Fjorden liegen; dazwischen geht es immer wieder raus auf die Barentssee. Vor Kjøllefjord führt die Route an der Finnkirke vorbei. Diese markante Felsformation war früher Opferplatz der Samen, heute wird sie bunt beleuchtet, wenn die Hurtigrute vorbeifährt.

Berlevåg erreichen wir gegen 22 Uhr. Der Ort hat erst seit wenigen Jahren einen Hafen; früher wurden Passagiere und Fracht mit Booten an Land gebracht. Heute begegnen sich die Schiffe der Hurtigrute vor dem Hafen, da nur eines gleichzeitig Platz im Hafen hat. Wenn die Crews sich gut kennen, kann es zu einer Winkekonkurrenz kommen – dann machen beide Schiffe Party, und wer am lautesten ist, hat gewonnen.

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Tag 7: Kirkenes, der Wendepunkt

Das Stadtzentrum von Kirkenes
Schlittenhunde-Fahrt in Kirkenes
Der Hafen von Vardø
Die Festung Vardøhus
Steilneset, das Hexendenkmal
Eine Polarlicht-Korona über der Barentssee

Heute erreichen wir den Wendepunkt der Fahrt: Kirkenes. Die Stadt liegt etwa auf der selben Höhe wie Tromsø, aber abseits des wärmenden Golfstroms. Sie lebt vor allem von der Krabbenfischerei, dem Handel mit Russland und gelegentlich vom Eisenerzabbau – je nachdem, ob die Mine gerade rentabel ist oder nicht. Nur wenige Kilometer trennen sie von der russischen Grenze, zu der auch ein Ausflug angeboten wird. Alternativ kann bei ausreichend Schnee das Schneehotel besucht werden oder eine Ausfahrt mit Schlittenhunden oder Schneemobilen unternommen werden – beides ein Erlebnis! Und keine Sorge: Zumindest bei den Schlittenhunden müssen Sie nicht selber fahren.

Ab Kirkenes werden wir zur südgehenden Hurtigrute und fahren die Häfen nun in umgekehrter Reihenfolge ab – lediglich Vadsø, das am frühen Morgen auf dem Plan stand, wird nicht noch einmal besucht. Obwohl wir südgehend sind, führt die Route erst einmal nach Norden, zum östlichsten Hafen Norwegens: Vardø.

Nur eine Dreiviertelstunds bis Stunde beträgt die Liegezeit hier, dennoch gibt es viel zu sehen: Die kleine Festung Vardøhus sichert die Ostgrenze Norwegens und ist nur ein paar Minuten vom Schiff entfernt. Auch Spuren eines Graffiti-Wettbewerbs vor ein paar Jahren finden sich noch in der Stadt, die im 18. Jahrhundert Schauplatz von Hexenverbrennungen war. Fast 100 Männer und Frauen wurden hier zum Tode verurteilt, heute erinnert das Steilneset Hexendenkmal an die Prozesse. Es liegt ein Stück hinter der Festung Vardøhus, oft langt die Zeit jedoch nicht, um es zu besuchen.

Am Abend gibt es vor Berlevåg wieder eine Schiffsbegegnung, aber mit etwas Glück ist das uninteressant – dann tanzt nämlich das Polarlicht über der Barentssee. Mit etwas Glück können Sie es als Korona beobachten: Wenn wir direkt unter dem Nordlicht stehen, stehen die Lichtvorhänge direkt über uns.

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Tag 8: Hammerfest

Projekt Schneewittchen: Flüssiggasgewinnung vor Hammerfest
Die Grabkapelle in Hammerfest
Der Hammer: Polarlicht zwischen Skjervøy und Tromsø
Polarlicht über Tromsø
Die Kirche von Hammerfest

Mit großen Schritten geht es nun wieder südwärts. Am Morgen des achten Tages steht Hammerfest auf dem Programm. Vor den Toren der Stadt zieht die Flüssiggasanlage Snøvit auf der Insel Melkøya die Blicke auf sich. 

Hammerfest selbst rühmt sich weiterhin als nördlichste Stadt der Welt, auch wenn ihr nicht nur Honningsvåg diesen Titel streitig macht. Einen Besuch ist sie allemal wert: Vom Hausberg hat man einen schönen Blick, soweit der Zickzackweg, der auf den Berg führt, begehbar ist. In der Nähe der Kirche steht die Grabkapelle, die als einziges Gebäude der Stadt nicht niedergebrannt wurde, als die deutschen Wehrmachtstruppen sich am Ende des zweiten Weltkriegs aus der Finnmark zurückzogen. Das Wiederaufbaumuseum berichtet eindrucksvoll von dieser Ära, falls man genug Zeit dafür hat. Wahrscheinlich statten Sie aber eher dem berühmten Eisbärenclub einen Besuch ab, der sich direkt am Kai befindet: Hier darf nur Mitglied werden, wer den Antrag persönlich abgibt. Überhaupt ist der Eisbär in der Stadt sehr prominent, schließlich ist der das Wappentier von Hammerfest.

Von Hammerfest aus führt die Route südwärts über Øksfjord und Skjervøy, wo jeweils nur kurz Halt gemacht wird. Hoffen Sie noch einmal auf klaren Himmel: Wir nähern uns wieder Tromsø, beste Chancen für Nordlicht also!

Aber selbst, wenn das Wetter nicht mitspielt, kann es ein langer Abend werden: In Tromsø findet in der Eismeerkathedrale das Mitternachtskonzert statt, exklusiv für die Hurtigrute. Das Konzert ist eindrucksvoll und eine angenehme Art, den Tag ausklingen zu lassen.

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Tag 9: Vesterålen und Lofoten

Die Trondenes-Kirke von Land aus
Geheimnisvolle Vesterålen: Erkennen Sie den Trollkopf in den Berggipfeln?
Die MS Nordkapp vom Bus aus
Die Risøyrenna ist nur wenige Meter tief
Die alte Finnmarken im Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes
Der Trollfjord bei besserem Licht als auf der nordgehenden Route

Der Tag beginnt wieder in Harstad und stellt Sie vor eine schwierige Wahl: Verlassen Sie das Schiff und machen Sie die Busreise über die Vesterålen, oder fahren Sie mit dem Schiffbis nach Sortland?

Beides hat seinen Reiz: Mit dem Bus werfen Sie einmal einen Blick in das Inland, das Ihnen sonst verborgen bleibt, und haben auch die Gelegenheit, die Trondenes-Kirche mit dem angeschlossenen, sehenswerten Museum zu besuchen. Außerdem überholen Sie so das Schiff und können es einmal von außen fotografieren.

Aber auch die Fahrt entlang der Küste hat ihren Reiz: Es geht durch die Risøyrinne, die wenig spektakulär wirkt, aber nur wenig tiefer ist als der Tiefgang der Hurtigruten-Schiffe.Wie sie sich auch entscheiden: Die Vesterålen-Inseln sind mehr als einen Blick wert. In Sortland sind dann auch alle Mann wieder an Bord, und die Reise geht gemeinsam weiter.

Am Nachmittag steht Stokmarknes auf dem Programm. Es ist die Heimatstadt von Richard With, dem Gründer der Hurtigrute. Das Hurtigrutenmuseum wird privat betrieben und kostet daher Eintritt, aber es lohnt sich: Hier können Sie die alte Finnmarken besichtigen, die von 1956 bis 1993 auf der Hurtigrute fuhr. Für ihren Erhalt werden die Eintrittsgelder dringend benötigt. Nach einem Besuch auf ihr werden Sie den Luxus Ihres modernen Hurtigrutenschiffs noch mehr zu schätzen wissen.

Anschließend geht es wieder durch den Raftsund und am Trollfjord vorbei nach Svolvær. Hier bleibt genug Zeit, um einen Blick in den Ort zu werfen, in dem sich viele Künstler niedergelassen haben. Und mit etwas Glück gibt es wieder Nordlicht, wenn die Reise südwärts nach Stamsund und Richtung Polarkreis geht.

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Tag 10: Die Helgelandküste

Das Polarkreismonument auf der Insel Vikingen
Die Berggipfel der Sieben Schwestern bei Sandnessjoen
Brønnøysund
Berg mit Loch: Der Torghatten bei Brønnøysund in der Abenddämmerung
Polarlicht südlich von Rørvik

Die Reise nähert sich unerbittlich ihrem Ende, aber zur Belohnung gibt es noch einmal einen der schönsten Küstenabschnitte Norwegens: die Helgelandküste.

Der Morgen beginnt aber unangenehm: Wir überqueren den Polarkreis und verlassen den Norden somit eindeutig. Auch dieser Wegpunkt wird mit einer kleinen arktischen Zeremonie gefeiert. Zur Mittagszeit legen wir kurz in Sandnessjoen an. Hier sind schon die sieben Schwestern zu sehen: Sieben Berggipfel, zwischen denen sich einst Gletscher ihren Weg gebahnt hatten. In voller Pracht zeigen sie sich, nachdem wir den Hafen verlassen haben – zumindest, wenn sie ihre Köpfe nicht schüchtern hinter Wolken verbergen.

Bald tauchen die Lichter von Brønnøysund am Horizont auf. Es ist Norwegens Flensburg, hier lagern zahlreichen Daten des Landes. Für uns sind seine hübschen Häuschen interessanter, und der Torghatten. Am Fuße dieses Berges war einst die einflussreiche Wikingersiedlung Torgar, bis sie 1240 im Bürgerkrieg ausgelöscht wurde. Wenn es hell genug ist, wenn wir Brønnøysund verlassen, können Sie das Loch im Berg sehen: Im Torghatten ist ein Loch, das groß genug ist, um ein Hurtigrutenschiff hineinzustecken – nur der Schornstein könnte Probleme bereiten... Der Legende nach ist der Berg der Hut eines Trolls. Er schleuderte ihn einst, um einen Pfeil aufzuhalten.

Nach Brønnøysund steht nur noch Rørvik auf dem Programm, wo Sie wieder das nordgehende Schiff besichtigen können. Seien Sie nur rechtzeitig wieder zurück; es setzt seine Reise vor Ihrem Schiff fort. Obwohl es natürlich verlockend ist, den Trip gleich noch einmal zu machen...

Auch wenn wir bereits weit im Süden sind und die Reise morgen endet: Eventuell brauchen Sie Ihre Kamera noch einmal. Auch in diesen Breitengraden sind eindrucksvolle Polarlichter möglich, wenn Sonnenaktivität und Wetter mitspielen.

Tag 11: Trondheim

Ein letztes Mal in Trondheim
Der Nidaros-Dom
Nur auf der kompletten Rundreise: Kristiansund
Kurs auf Bergen

In der Regel endet die Reise jetzt: Trondheim ist meist der letzte Hafen der Nordlicht-und-Sterne-Tour. Wenn das Schiff um 10 Uhr ablegt, heißt es Abschied nehmen. Je nachdem, wie die Flüge gehen, bleibt vielleicht noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel, bevor es an den Flughafen geht.

Manche Touren gehen aber auch weiter bis Bergen, in diesem Fall haben Sie noch eineinhalb Tage auf dem Schiff vor sich und können die Tour ruhig ausklingen lassen. Bis Kristiansund am späten Nachmittag fährt das Schiff durch, und der 12. Reisetag bis Bergen ist ein Seetag: nachdem Florø kurz nach 8 Uhr verlassen wird, gibt es bis Bergen am frühen Nachmittag keinen Stop mehr. Spätestens dann endet die Reise, und sie haben nun Gelegenheit, die ganzen Eindrücke Revue passieren zu lassen.

Und wer weiß: Vielleicht hat Sie der Nordlicht-Virus gepackt, und Sie planen schon die nächste Reise?

Weitere Bilder finden Sie in der Panorama-Galerie.

Allgemeine Informationen

Weiter lesen: Die im Reisepreis eingeschlossenen Leistungen

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