Tag 3 - Trondheim

Winterliches Trondheim. Das graue gemusterte Gebäude ist das Rockheim-Museum.

Wir werden schon um 7 Uhr von der Bordreiseleiterin Tone geweckt, die die Passagiere über die von Hurtigruten angebotenen Ausflugsmöglichkeiten während des Aufenthalts in Trondheim unterrichtet. Um Viertel vor acht sollen sie starten. Deshalb beginnt das Frühstück heute früher.

Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Trondheim zeigt sich uns an diesem Morgen von seiner winterlichen Seite. Es ist zwar nicht mehr so kalt wie noch vor vier Wochen, aber der Schneefall ist wirklich heftig.

Meine Frau und ich gehen aber um acht Uhr erst einmal frühstücken und unterhalten uns dabei mit den Gästen, die am gestrigen Abend mit auf Deck waren und heute Morgen keinen Ausflug gebucht haben. Sie alle hoffen natürlich auf mehr, aber Franz und ich müssen die Erwartungen erst einmal etwas dämpfen, da der Wetterbericht für die nächsten Tage leider nur wenig Hoffnung macht und die Polarlichtaktivität auch zurückgegangen ist. Meine Frau beschließen, wegen des heftigen Schneefalls auf dem Schiff zu bleiben. Wir waren ja auch schön öfters in der Stadt, sogar mit unserem eigenen Auto und wohnten damals einige Tage nahe dem Stadtzentrum.

Außerdem möchte ich die Anlage im Amfi testen, damit alles bei meinem Vortrag heute Nachmittag funktioniert. Den Test muss ich allerdings dann doch verschieben, da die Technik im Amfi in den letzten Tagen immer wieder Probleme machte und heute Vormittag ein Techniker sich darum kümmert.

Um zwölf Uhr heißt es wieder „Leinen los“ und die Trollfjord macht sich auf den Weg zum nächsten Hafen, Rørvik. Der Techniker ist jetzt wieder von Bord und ich gehe ins Amfi, um alles zu prüfen. Die Beamer funktionieren, es gibt sogar einen Ton über das Audiokabel, das mit dem VGA-Kabel verbunden ist.

Nach dem Mittagessen besuche einen weiteren Vortrag von John, diesmal über die Geschichte und Entstehung der Nordlichter. John kann wirklich sehr lebendig erzählen.

Um 16:30 steht mein Vortrag für unsere Reisegruppe zu demselben Thema erzählen. John ist so nett und lässt mich eine halbe Stunde früher dran, um den Laptop anzuschließen und noch einmal kurz zu testen. Es funktioniert auch anfangs, dann aber habe ich weder am Laptop noch über den Beamer ein Bild. Franz fährt die Anlage des Konferenzraums zweimal hoch und runter, aber sie will nicht. Später erfahre ich von John, dass er am Tag zuvor mit denselben Problemen kämpfte. Ich schließe den Rechner an der anderen Seite der Projektionswand an und es scheint zu funktionieren.

Sabine und Kari machen noch ein paar Ankündigungen und ich lege dann los. Die Impress-Präsentation läuft auch wie vorgesehen. Doch dann dauert es manchmal, bis die nächste Folie erscheint. Hin und wieder wird sogar eine übersprungen. Ärgerlich, aber jetzt ist nichts zu machen. Ich schaffe es aber, trotz der kleineren Probleme, den Vortrag vernünftig zu Ende zu bringen. Trotz der Pannen, kam er bei den Mitreisenden gut an.

Nach mir gibt Franz Tipps und Ratschläge, wie man Nordlichter am besten fotografiert. Auch sein Rechner hat leichte Probleme, obwohl er ihn über ein HDMI-Kabel angeschlossen hat. Aber auch bei ihm hält die Anlage dann doch durch.

Erst am nächsten Tag merke ich, dass die Probleme das Betriebssystem meines Rechners etwas durcheinander gebracht haben. Ich hatte ihn nach meinem Vortrag einfach zugeklappt. Als ich ihn am nächsten Tag herunterfahren wollte, funktionierte das nicht. Ich musste ihn hart abschalten. Beim erneuten Hochfahren brauchte er dann eine gefühlte halbe Ewigkeit, bis ich mich wieder anmelden konnte.

Im Hafen von Rørvik liegen die Trollfjord und die Nordlys zusammen am Kai.

Beim Abendessen gibt es eine Überraschung für Kari. Der Restaurantchef kommt zu ihr und fragt sie, ob sie wisse, dass sie auf einem ganz besonderen Stuhl sitzt. Wir machen alle große Augen, was an ihm so besonderes sein soll. Saß hier kürzlich der König? Der nicht, aber Ende Februar fuhr der bekannte Popsänger Paul Simon vom Duo Simon und Garfunkel (Bridge over Troubled Water) auf der Trollfjord und saß beim Abendessen immer auf diesem Stuhl. Natürlich waren wir neugierig, wie es dabei zuging, und so erfuhren wir einiges über den Menschen Paul Simon.

In Rørvik treffen wir im Hafen die Nordlys, die gleichzeitig mit uns ankommt. Franz und ich gehen hinüber und schauen sie uns an. Ein schönes Schiff, noch in einem älteren, aber stimmungsvollen Design, viel Glas an den Decken und den Wänden.

Der Rest des Abends verläuft ruhig. In der Wolkendecke zeigt sich nur wenige, winzige Lücken, aber kein Nordlicht. Um Mitternacht ist dann wieder Feierabend für Franz und mich.

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