Nordlicht und Sterne – Fata Morgana in Norwegen

Reisebericht von Mathias Levens, 11/2006

Die erste Polarlicht & Sterne Tour auf der Hurtig Route dieser Herbstsaison überraschte durch den frühen Winterbeginn in Norwegen und tolles Wetter.

Für die elf Tage der Fahrt war die MS Finnmarken unser Zuhause, eines der komfortabelsten Schiffe auf der Hurtig - Postlinie entlang der norwegischen Küste. Das moderne Schiff bietet einen gehobenen Komfort mit Swimming- und Whirlpools an Bord, trotzdem wurde bei der Innengestaltung besonders auf eine gemütliche Einrichtung mit Anlehnung an den Art Deco Stil geachtet. Eine amerikanische Reisegruppe wunderte sich allerdings erstens über das Fehlen eines Kasinos an Bord und zweitens über den gehaltvollen europäischen Kaffee. Dies sind Dinge, die viele Gäste unserer Reise erstens als unnötig und zweitens als überlebenswichtig betrachten ...

Als Besonderheit ist die Finnmarken mit einer begehbaren Back ausgestattet, die einen ungestörten und blendfreien Blick auf den nächtlichen Himmel und das Polarlicht bietet. Der Bug des Schiffes ist nicht beleuchtet, da die Brückenbesatzung die Lichter der Seezeichen gut erkennen muss. Allerdings sollte man sich gegen den eisigen Fahrtwind auf dem Vorderdeck gut wappnen, denn spätestens in der Barentssee kann ansonsten Zähneklappern für artfremde Geräusche sorgen und den Beobachtungsgenuss sehr einschränken. Einige Gäste griffen zur Pinguintaktik und standen in Decken gehüllt dicht beieinander in der einzigen windgeschützten Ecke.

Dieser Aufwand lohnte sich, da kräftiges Polarlicht häufiger auf dieser Reise zu beobachten war und auch der Sternschnuppenstrom der Orioniden zur Erfüllung mancher Wünsche führte.... Offensichtlich stand gutes Wetter ganz oben auf der Wunschliste der Passagiere, denn wir erlebten auf dieser Fahrt häufig sonnige Tage in verschneiter Winterlandschaft.

Mit dem klaren und kalten Wetter kam auch die fantastische Fernsicht zur Geltung, so das neben der atemberaubend schönen Küste Norwegens auch ungewöhnlich viele Luftspiegelungen zu sehen waren. Schwebende Berge, Häuser und Schiffe sorgten für Kurzweil beim Blick durch das Fernglas. Auch in kühleren Gegenden als in den Wüsten ist eine Fata Morgana zu sichten, Neptuns nördliches Reich bietet also einige Überraschungen.

Der Herrscher selbst zeigte sich bei der Polarkreistaufe den deutschen Reisenden gegenüber gnädig, erkannte er bei einigen Mitstreitern doch bereits die Salzkruste in den Nasenlöchern und auf der Kleidung.

So viele Aktivitäten führen in der Regel zu ziehenden Gefühlen in der Magengegend, die dank der Restaurantcrew und der sehr reichhaltigen und leckeren Büfetts sowie Menüs aber schnell bekämpft sind. Schnell neigt man zum Aufbau körpereigenen Rettungsgerätes, welches aber aufgrund der ruhigen Lage des Schiffes auch bei rauerer See nicht vonnöten ist. Das Andenken an die gute Kost wird dann meist erst zu Hause erfolgreich zu bekämpfen sein.

Wieder einmal lässt sich zusammenfassend berichten das es sich bei der Hurtigrute meines Erachtens nach um die schönste "Sehreise" der Welt handelt, die bei jeder Witterung und Jahreszeit immer wieder neue Eindrücke vermittelt.

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