GRP108 mit MS Trollfjord – 16.-26. Oktober 2017

Reisebericht von Alexander Kerste

Das nächste Minimum der Sonnenaktivität steht an, es gibt kaum noch Flecken auf der Sonne, und da soll man nach Norwegen auf Polarlichtjagd gehen? Gibt doch eh nichts zu sehen...

Von wegen!

Sonnenflecken sind nur Indikator für die Sonnenaktivität, für die Polarlichter sind koronale Löcher viel interessanter. Außerdem ist es Natur, und die macht sowieso, was sie will. Und im Oktober hat sie sich richtig Mühe gegeben.

Meine mittlerweile elfte Fahrt als Lektor auf der Hurtigrute hat eine reiche Ausbeute an Fotos gebracht, genug für meinen bislang längsten Zeitrafferfilm. Bei außergewöhnlich ruhiger See konnte ich die Kamera auch auf Seestrecken mitlaufen lassen, an denen es keine ganz so hohe Aktivität gab.

Polarlicht im Raftsund,
über der Eismeerkathedrale
und über Svolvær.

Dabei hatte das Polarlicht einige Überraschungen: Kurz nach Beginn der Reise ging es mit schönstem Polarlicht von Svolvær aus durch den Raftsund, mit einem Abstecher in den nächtlichen Trollfjord. Nach dem Erlebnis kann ich eigentlich in Rente gehen... Die Strecke zwischen Skjervøy und Tromsø, die südgehend eigentlich Nordlichtgarant ist, hielt sich überraschend stark zurück, dafür gab es im Hafen von Tromsø ein imposantes Nordlicht über der Eismeerkathedrale. Auch Svolvær verabschiedete uns noch einmal mit einer sehr schönen Show über dem Hafen. 

Erst am letzten Tag wurde das Wetter dann schlechter, sodass die Helgelandküste hinter Wolken verborgen blieb – aber so blieb wenigstens etwas Zeit, die ganzen Bilder zu sichten. Das Ergebnis ist mein bislang längster Zeitrafferfilm. Den kompletten Reisebericht gibt es wieder in meinem Blog unter www.kerste.de.

Der Film zur Reise

Nordlicht und Sterne GRP108 – die Nordlichtausbeute im Zeitraffer. Film: Alexander Kerste

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