15. Woche - Entspannen und schauen – der Sternenhimmel über dem Kraterrand des Teide

 -  Astrofoto der Woche
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Mit dem heutigen AdW soll wieder einmal an eine einfache Aufnahmetechnik erinnert werden: Die weitwinkelige Astrofotografie mit kurzen Belichtungszeiten. Bildautor ist Martin Günster. Er hatte am 7. Februar dieses Jahres die Gelegenheit, den Pico del Teide auf Teneriffa zu besuchen. Dort wollte er ursprünglich Deep-Sky-Fotografie betreiben. Dies wurde aber nichts, weil viel Staub in der Luft lag. Außerdem stand der Mond noch mit 30% Beleuchtung am Himmel. Der Bildautor schreibt dazu: „So habe ich dann aus der Not eine Tugend gemacht und die tolle Landschaft mit auf das Bild genommen.“

Das Bild zeigt das Sternbild Canis Major über dem südlichen Innenrand der Krater-Caldera. Hell scheint Sirius über den rötlichen, zerklüfteten Lavafelsen. Dort auf der Kratersohle liegt die Höhe über dem Meeresspiegel bei 2200 – 2400 m. Die Nikon D5600, ausgestattet mit einem Objektiv 1:1,4/50 mm (auch Nikon), saß auf einem Fotostativ. Bei einer Einstellung von ISO 3200 entstand dann u.a. diese Aufnahme mit nur 20 s Belichtungszeit.

Anmerkungen: Diese einfache Aufnahmetechnik hat ihre ausgesprochenen Reize. Kombiniert man den Sternenhimmel mit einem nicht alltäglichen irdischen Vordergrund, so fängt man mit dem Bild eine stimmungsvolle Atmosphäre ein, an die man sich gern immer wieder erinnert. Wenn dann noch zartes Mondlicht hinzukommt, wird die Landschaft erhellt und erkennbar. Ich selbst (P.R.) habe 1977 im Winter von Montana Blanca aus (das liegt ganz nahe am Standpunkt von Martin Günster) über dem südlichen Kraterrand des Teide die Wintersternbilder mit einem 1:1,4/50 mm bei Blende 2 und 15 s Belichtungszeit auf dem Kodak 103a-E aufgenommen. Erinnerungen werden wach …

Stativaufnahmen mit lichtstarker Optik und hoher ISO-Empfindlichkeit darf man als einen guten Einstieg in die Astrofotografie empfehlen. Und gerade auf Teneriffa ist – ähnlich wie auf La Palma – eine gute Höhenlage gegeben. Zudem stehen die Sternbilder bei Kulmination entsprechend der geografischen Breite des Aufnahmeortes etwa 18 bis 24° höher als im mitteleuropäischen Raum. Das schafft neue interessante Himmelsansichten, z.B. das Sternbild Grus (Kranich) oder auch den Centaurus mit dem markanten Kugelsternhaufen Omega Centauri.

Das AdW-Team dankt Martin Günster vielmals für diese feine nächtliche Szenerie und gratuliert herzlich zum Astrofoto der Woche.

 

Peter Riepe
Bildautor: Martin Günster

 

 

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