42. Woche - Milchstraße und Zodiakallicht über der Burgruine Hohenburg

 -  Astrofoto der Woche

Landschaften mit Vordergrundmotiven bei Nacht - das Interesse an derartigen Bildern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Grund dafür ist sicherlich in erster Linie, dass große Chips für große Aufnahmefelder zur Verfügung stehen, dazu dann auch die passenden Kameras mit den geeigneten Weitwinkelobjektiven.

Das heutige AdW stammt von Lukas Dorko. Wir begrüßen den tschechischen Astrofotografen hier ganz herzlich mit seinem „Erstlingswerk“ in der AdW-Runde. Am 27. Februar 2019 war er bei der Burgruine Hohenburg. Dazu eine kleine Information: „Die Hohenburg ist eine der ältesten Burgengründungen auf dem Nordgau, der heutigen Oberpfalz. Sie schützte eine wichtige Handelsstraße des Mittelalters, die von der unteren Elbe über Forchheim nach Regensburg verlief. Ihre Gründer waren vielleicht der um 1050 zum ersten Mal genannte Graf Ernst und seine Frau Pilifrid. 1115 wird wieder ein Graf Ernst in einer Urkunde genannt, dieses Mal ausdrücklich „von Hohenburg“. Berthold und Diepold von Hohenburg stehen ab 1237 in engster Verbindung zum letzten Staufer-Kaiser Friedrich II. 1258 gelangte nach dem Zusammenbruch des stauffischen Herrschaftssystems die Herrschaft über die Hohenburg endgültig an den Regensburger Bischof, der die Burg seither mit Pflegern besetzte. Ab 1600 nahmen die Pfleger ihren Sitz im Tal, die Burg verfiel. Nachdem der bayerische Staat während der Säkularisiation die Herrschaft übernommen hatte, entschloss man sich 1812 zum Abriss aller Gebäude (Text in Teilen aus: http://burgenseite.de/html/hohenburg.html).

Wir sehen die Milchstraße vom Cepheus hin zum Perseus, ferner den Stier mit den Plejaden und den Hyaden, bis hin zum Orion und schließlich Sirius im Großen Hund. Über dem rechten Teil der Burgruine erhebt sich das Zodiakallicht. Aufnahmeoptik war ein Sigma Art 1:3,2/f = 24 mm an einer Canon EOS 6D (mod). Das Bild ist ein Einzelschuss, 15 Sekunden bei ISO 6400 belichtet. Sicherlich hätte man auch mehrere solcher Einzelbilder in Folge machen können, um dann Vordergrund und Sternenhimmel zu trennen, separat zu bearbeiten und dann zu einem Summenbild zusammenzusetzen. So nehmen wir aber gern das Rauschen in Kauf, denn man sieht es ja doch erst bei stärkerem Hineinzoomen. Es handelt sich übrigens um ein auf 50% verkleinertes Bild.

Einen herzlichen Dank an Lukas Dorko und unsere Gratulation zum Astrofoto der Woche.

Peter Riepe

Bildautor: Lukas Dorko

 

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