Die Nordlicht-Saison hat begonnen

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Langsam geht der 24 Sonnenfleckenzyklus dem Ende entgegen, und Sonnenbeobachter konnten schon öfter wieder eine porentief reine Sonne beobachten. Die Polarlichtaktivität ist dennoch ungebrochen: Im hohen Norden gibt es zwar nicht mehr in jeder klaren Nacht die ganz große Show, aber wer in den letzten Tagen in Nordnorwegen war, konnte sich von der Aurora in ihren Bann ziehen lassen.

Seit mehreren Jahren bieten Astronomie.de und Hurtigruten Deutschland gemeinsam die Nordlicht-und-Sterne-Reisen an, bei denen es elf Tage lang mit dem Postschiff entlang der norwegischen Küste von Bergen bis hoch nach Kirkenes und wieder zurück nach Trondheim geht. Es ist die komfortabelste Möglichkeit, um einen Eindruck von Norwegen zu erhalten und gleichzeitig eine fast sichere Chance für Polarlicht zu haben.

Rund um den letzten Neumond Ende Oktober/Anfang November waren gleich zwei Gruppen unterwegs, einmal auf der MS Nordkapp (Bild links, bei der Schiffsbegegnung vor Berlevåg) und einen Tag später auf der MS Finnmarken.

Die Teilnehmer beider Reisen erlebten eine ganz eigene Norwegenreise, die von starker Polarlichtaktivität gekrönt wurde. Zum Teil über mehrere Stunden hinweg tanzte die Aurora prächtig über den Schiffen (rechts über der Finnmarken), nachdem sie bereits am Start der Reise kurz nach Bergen als Schimmer im Norden zu sehen war – danach war jedem klar, warum sie als Aurora Borealis bezeichnet wird, also als Nördliche Morgenröte. Im Polarlichtoval rund um Tromsø waren ihre Farbe und Bewegung dann auch deutlich zu sehen.

Jede Reise ist anders, und auch das Polarlicht verliert nie seinen Reiz. Die Reisen im Oktober finden noch nach dem Herbstfahrplan statt, sodass neben einem Abstecher in den Hjørundfjord auch ein Besuch des Trollfjords möglich war, der im Winter wegen Lawinengefahr für die Schiffe gesperrt ist. Im Gegensatz zu den großen Kreuzfahrtschiffen steuern die komfortablen Postschiffe der Hurtigrute auch viele kleinere Häfen an, die für größere Schiffe unzugänglich sind. Urke im Hjørundfjord gehört mit derzeit etwas mehr als 50 Einwohnern sicherlich zu den ungewöhnlicheren Reisezielen.

In den großen Städten wie Trondheim oder Tromsø bleibt ausreichend Zeit für eine Stadtbesichtigung, auch Ausflüge zum Nordkap, den Inseln der Vesterålen und Lofoten oder einem Wikingerfest sind möglich; im Winter dann auch Schlittenhundetouren.

In den meisten klaren Nächten ist dann auch die Aurora zu sehen und liefert denen, die die Nacht über wachsam bleiben, ihr unvergessliches Schauspiel. Die Kamera kann es nur annähernd wiedergeben, dennoch liefen die Kameras zweier unserer Lektoren durch.

Dieses Video von Alexander Kerste zeigt die Polarlichter, die vom 24.11. bis zum 3.10.2016 von der MS Finnmarken aus beobachtet wurden:

https://vimeo.com/190465174

Den Reisebericht dazu finden Sie hier.

Noch mehr Glück mit dem Wetter hatte die Gruppe, die einen Tag vorher mit Hans Zekl auf der MS Nordkapp gestartet war. Er hat seine Bilder in diesem Video zusammengefasst:

https://www.youtube.com/attribution_link?a=CHJeLvurrZs&u=/watch%3Fv%3DIo21jvMk2_U%26feature%3Dem-share_video_user

Seit Ende November sind die nächsten Nordlicht-und-Sterne-Touren gestartet, für dieses sind noch Plätze frei.

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