Sterne und Weltraum 2 / 2017

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Saturn ist der majestätischste Planet unseres Sonnensystems. Hinsichtlich seiner Größe muss er sich zwar knapp dem Riesenplaneten Jupiter geschlagen geben. Seinen zweiten Platz wertet er aber durch sein imposantes Ringsystem auf, das ihm ein unverwechselbares Aussehen verleiht und ihn zum "Herrn der Ringe" krönt. Jahrtausendelang war Saturn nur ein mythologisch verklärter Lichtpunkt am Himmel, der in knapp 30 Jahren einmal das Firmament umrundete. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts offenbarte sich nach systematischen Beobachtungen mit immer besseren Fernrohren sein besonderer Charakter: Christiaan Huygens vermutete als Erster, dass die im Teleskop sichtbaren seitlichen "Anhängsel" des Planeten ein frei schwebender Ring sein müssten, der sich den Beobachtern während eines Saturnumlaufs mit wechselnder Neigung präsentiere. Und Giovanni Cassini entdeckte nicht nur mehrere Monde des Planeten, sondern bemerkte auch eine Teilung im Ringsystem.

Planetenforschung: Cassini im Reich der Ringe  

Saturn ist der majestätischste Planet unseres Sonnensystems. Hinsichtlich seiner Größe muss er sich zwar knapp dem Riesenplaneten Jupiter geschlagen geben. Seinen zweiten Platz wertet er aber durch sein imposantes Ringsystem auf, das ihm ein unverwechselbares Aussehen verleiht und ihn zum "Herrn der Ringe" krönt. Sein besonderer Charakter offenbarte sich erst im des 17. Jahrhunderts nach systematischen Beobachtungen mit immer besseren Fernrohren. Im 20. Jahrhundert starteten mehrere Raumfahrtmissionen, die Aufnahmen von Saturn machten. Die Ramfahrtbehörden der USA und Europas entwickelten danach eine weitere Mission, die nach den frühen Saturnforschern Cassini und Huygens benannt wurde und im Juli 2004 ihr Ziel erreichte. Während der Orbiter Cassini seitdem den Planeten, seine Ringe und seine Monde untersucht, tauchte die mitgeführte Sonde Huygens im Januar 2005 in die dichte Atmosphäre des größten Saturnmondes Titan ein und landete erfolgreich auf seiner Oberfläche. Die Daten und Bilder, die der Orbiter Cassini seit mehr als zwölf Jahren aus dem Saturnsystem sendet, machen uns zu unmittelbaren Zeugen des wissenschaftlichen Fortschritts. Bereits mehrfach haben wir in unserer Zeitschrift darüber berichtet. Im vorliegenden Heft lassen wir vor allem die ästhetischen Bilder wirken, die uns fantastische Einblicke in die faszinierende Welt des Saturnsystems ermöglichen (ab S. 28).

 

Twannberg – ein Meteoritenstreufeld im Schweizer Jura

Meteoritenfälle sind seltene Ereignisse. Weltweit werden jährlich nur einige wenige frisch gefallene Meteoriten gefunden und dokumentiert. Die Häufigkeit von Meteoritenfällen nimmt zum Glück mit zunehmender Größe stark ab. Von besonderem Interesse sind die kleinen Körper, da diese Ereignisse mit größerer Wahrscheinlichkeit. Überreste von solchen kosmischen Kleinkatastrophen finden sich auf der Erde als kleine Krater, Streufelder oder als Kombination von Kratern mit Streufeldern. Im Schweizer Jura fand man ein solches Streufeld. Am Twannberg in der Nähe von Biel liegen Bruchstücke eines der größten Eisenmeteoritenfälle Europas. Der mehrere Meter große Asteroid mit sehr ungewöhnlicher Zusammensetzung zerbrach beim Fall in der Erdatmosphäre vor mehr als 100 000 Jahren in Tausende Fragmente. Beda A. Hofmann berichtet über die derzeitigen Erkenntnisstand (ab Seite 18).

 

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