Sterne und Weltraum 5 / 2017

 -  Zeitschrift / Sterne und Weltraum

Alle leuchtenden und nicht leuchtenden Objekte im Weltall – also unter anderem Sterne, Planeten, Gas- und Staubwolken – machen nur etwa vier Prozent des gesamten Masseanteils im Universum aus. Diese vier Prozent bestehen aus gewöhnlicher Materie, die aus Atomen aufgebaut ist. Und der überwiegende "Rest", immerhin 96 Prozent des gesamten Inventars? Nun, etwa ein Viertel davon sollte etwas sein, was wir nicht sehen können, was sich aber anhand seiner Schwerkraft bemerkbar macht. Astronomen haben für diese rätselhafte Substanz den Begriff "Dunkle Materie" geprägt. Für das Vorhandensein dieser Dunklen Materie sprechen zahlreiche Indizien, die sich vor allem aus Beobachtungen von Galaxien und noch größeren Strukturen im All, den Galaxienhaufen, ergeben. Ob es Dunkle Materie tatsächlich gibt, ist freilich noch nicht erwiesen.

Dunkle Materie: Das Rätsel der kosmischen Strahlung   Für das Vorhandensein der Dunklen Materie sprechen zahlreiche Indizien, die sich vor allem aus Beobachtungen von Galaxien und noch größeren Strukturen im All, den Galaxienhaufen, ergeben. Ob es Dunkle Materie tatsächlich gibt, ist freilich noch nicht erwiesen. Hoffnungen setzen die Wissenschaftler auf ein Experiment, das seit nunmehr sechs Jahren an Bord der Internationalen Raumstation ISS in Betrieb ist: Das Alpha-Magnet-Spektrometer, kurz AMS, ist ein Teilchendetektor, der die aus dem All einfallende kosmische Teilchenstrahlung nach Art, Masse und Energie analysiert. Von besonderem Interesse sind dabei solche Partikel, die nur in geringer Anzahl in der kosmischen Strahlung vorhanden sind. Das macht die Messungen langwierig und mühsam. Denn es sind schlicht viele gemessene Ereignisse nötig, um eine zuverlässige Statistik zu erhalten. Nachdem die Ergebnisse der ersten fünf Jahre Messzeit publiziert wurden, fasst der Leiter des Experiments, der Physik-Nobelpreisträger Samuel Ting, die Resultate in unserer Titelgeschichte zusammen (ab S. 24).

Smartphone-Apps: Der Weltraum für Kinder   Bislang waren es hauptsächlich Astronomiebücher, die Kindern den Weltraum näherbrachten. Zunehmend erobern jedoch auch digitale Angebote den Markt: Software für PC, Tablet und Smartphone. So gibt es mittlerweile viele naturwissenschaftliche Apps, die sich an junge Forscher richten, auch zur Astronomie. Wir stellen exemplarisch drei Produkte für Kinder im Grundschulalter vor, die unterschiedliche Methoden nutzen, um jungen Forschern das Weltall näherzubringen, und somit einen guten Querschnitt durch den Markt bieten. Die erste App, die hier betrachtet wird, ist "Star Walk Kids " – ein Planetariumsprogramm, das Kindern den Sternhimmel erklärt. Einen gänzlich anderen Zugang versucht die App "Weltraum für Kinder ", die keine Planetariumsfunktion bietet, sondern eine trickfilmähnliche, spielerische Reise durch das Sonnensystem. Die dritte App, "Cosmolander ", ist ein klassisch aufgebautes Lernprogramm, in dem man die gewünschten Seiten meist nach Bedarf selbst öffnet. Lesen Sie den Bericht hierzu ab Seite 70.

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • SuW im Bild   Mond mit Wulst
    • Nachrichten   Einstein@home findet 13 zuvor unbekannte Pulsare • Gaia entdeckt Kugelsternhaufen neben Sirius • Saturnmond Mimas in Gänze • SDSS 1557 – ein besonderes Doppelsternsystem • Gab es mehrere Generationen von Marsmonden? • UGC 12591 – eine linsenförmige Galaxie • Wiege der Riesensterne – Westerlund 1
    • Kurzberichte   Schnelle Radioblitze stammen aus ferner Galaxie • TRAPPIST-1: Neues zum Exoplanetensystem
  • Welt der Wissenschaft   Sternentwicklung: Wie wächst ein Riesenstern? • Essay: Bei Licht betrachtet: Mehr oder weniger postfaktisch • The world at night: Auf dem Dach der Welt
  • Aktuelles am Sternenhimmel   Monatsthema: Eine runde Sache: Kugelsternhaufen am Frühlingshimmel • Feldstechertipp: Die nördliche Krone – nicht ganz ohne
    • Der Himmel im Überblick  Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem   Die Planeten • Zwergplaneten • Sonne aktuell: Aktivität im Süden beendet? • Kleinplaneten:6) Hebe für kleine Fernrohre • Meteore: Teilchen vom Kometen 1P/Halley • Kometen: C/2015 V2 (Johnson) erreicht das Helligkeitsmaximum
    • Objekte des Monats   Die Galaxie Messier 102 • Sternbedeckungen durch den Mond • Deep-Sky-Objekte mit Zeichenstift: Messier 106 • Der Veränderliche des Monats: AI Draconis
  • Astronomie und Praxis
    • Beobachtungen   Vor 20 Jahren: Komet Hale-Bopp am Nachthimmel
    • Wunder des Weltalls   Sicheln, Kometen und ein Feuervogel

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenkliches, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 13.4.2017 bis zum 11.5.2017 im Handel kaufen,
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Woche 38, Tag 263

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