Sterne und Weltraum 6 / 2017

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Lauscht man Unterhaltungen von Teilchenphysikern, hört man sie gelegentlich von WIMPs reden, der Abkürzung für "weakly interacting massive particles". Dahinter verbirgt sich eine Teilchenart, von der wir noch nicht wissen, ob es sie überhaupt gibt. Falls ja, würde sie eine der großen Fragen lösen, was sich hinter der rätselhaften Dunklen Materie verbirgt. Das Problem dabei: WIMPs sind - wenn es sie tatsächlich geben sollte - noch schwieriger nachzuweisen als die geisterhaften Neutrinos, die ebenfalls nur schwach mit normaler Materie in Wechselwirkung treten und deshalb ungehindert den gesamten Erdball und selbst noch größere Himmelskörper durchqueren können. Eines der Experimente, das die Physiker für ihre Jagd nach WIMPs einsetzen ist das Alpha-Magnet-Spektrometer AMS an Bord der Internationalen Raumstation.

Dunkle Materie: Was können wir vom AMS-Experiment lernen?   Das Alpha-Magnet-Spektrometer AMS misst auf der Internationalen Raumstation die Zusammensetzung der kosmischen Strahlung. Dank seiner einzigartigen Warte kombiniert das AMS-Experiment nun die Vorzüge von Laborbedingungen mit der hohen Energie der kosmischen Teilchenstrahlung: Als hochempfindlicher Detektor untersucht das AMS die aus dem All einfallenden Teilchen, bevor sie durch Reaktionen mit der Erdatmosphäre verändert werden. In den Messdaten dieses aufwändigen Experiments sehen die Forscher überraschende Signale, die sie ins Grübeln bringen. Ist unsere Vorstellung von der Dunklen Materie richtig? Gibt es unbekannte Quellen von Antimaterie? Die Daten liefern Impulse für mehrere Forschungsrichtungen: Teilchenphysiker, Astrophysiker und auch diejenigen Forscher, die den Ursprung und die Ausbreitung der kosmischen Strahlung untersuchen, profitieren davon. Der theoretische Physiker John Ellis erklärt, was die neuen Messdaten für die Teilchenphysik, die Modelle der Dunklen Materie und für andere neue Phänomene bedeuten (ab S. 26).

Videoastronomie: Der Himmel live und in Farbe   Seit mehr als 20 Jahren träumen Amateurastronomen davon, die mit einem Teleskop anvisierten Himmelsobjekte unmittelbar auf einem Bildschirm darstellen zu können. Mit den heute für astronomische Anwendungen verfügbaren Videokameras lässt sich dieser Traum verwirklichen. Eine moderne Videokamera wird in den Okularauszug eines Teleskops eingesetzt und das aufgenommene Bild auf einem Monitor dargestellt. So lässt sich beispielsweise der Orionnebel farbig und detailreich präsentieren. Diese Technik ist besonders für Volkssternwarten attraktiv, da mehrere Besuche gleichzeitig das Bild betrachten können. Hier betrachten wir die Entwicklung und Grundlagen der Videoastronomie (ab S.68).

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • SuW im Bild   Explosion im Orionnebel
    • Nachrichten   Junger Vulkanismus auf Ceres entdeckt • Ein massereicher Brauner Zwerg • ALMA beobachtet große Staubmengen in junger Galaxie • Sind die Welten von TRAPPIST-1 unbewohnbar? • Zwei mögliche Landeplätze für die Mission ExoMars 2020 • Ein Hangrutsch auf Komet 67P • Gigantische Gashalos um junge Galaxien
    • Kurzberichte   Riesiger Gasozean speist das Wachstum der massereichsten Galaxien • Im Schatten der Planetenringe • Planet verursacht stellares Herzklopfen
  • Welt der Wissenschaft   Interview mit Stefan Schael: "Mit dem AMS produzieren wir neues Wissen" • The world at night: Planeten-Rendezvous
  • Aktuelles am Sternenhimmel   Monatsthema: Der Ringplanet in voller Schönheit • Feldstechertipp: 21. Juni: Mond bei Venus im Morgengrauen
    • Der Himmel im Überblick   Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem   Die Planeten • Zwergplaneten • Sonne aktuell: Überraschende Aktivität auf der Südhalbkugel • Kleinplaneten; (10) Hygiea, (40) Harmonia und (412) Elisabetha in Opposition • Meteore: Arietiden und Juni-Bootiden • Kometen: C/2015 V2 (Johnson) ist im Perihel beobachtbar
    • Objekte des Monats   Antares – ein Roter Riese mit Juwelen • Sternbedeckungen durch den Mond • Deep-Sky-Objekte mit Zeichenstift: NGC 4314 im Haar der Berenike • Der Veränderliche des Monats: U Ophiuchi
  • Astronomie und Praxis
    • Orte des Wissens   San Fernando: Spaniens älteste Sternwarte
    • Wunder des Weltalls   Sternschnuppe und Haarsterne

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 12.5.2017 bis zum 15.6.2017 im Handel kaufen,
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