Sterne und Weltraum 8 / 2017

 -  Zeitschrift / Sterne und Weltraum

Jedes einzelne der Stickstoff-, Sauerstoff- und Eisenatome in unserem Körper ist einst im Innern eines heißen Sterns entstanden. Und das Gleiche trifft auf alle übrigen Elemente zu (mit der Ausnahme von Wasserstoff und einem Teil des Heliums und Lithiums, die bereits unmittelbar nach dem Urknall entstanden sind). Irgendwann im Entwicklungszyklus der Sterne wurden die erbrüteten Elemente in den interstellaren Raum hinein verstreut - zum Beispiel durch Sternwinde, die langsam die Gase aus der äußeren Hülle wegblasen. Das tief im Kern eines Sterns eingeschlossene Eisen kann sogar nur dann als Baustoff für weitere Himmelskörper zur Verfügung stehen, wenn der Stern am Ende seines Daseins als Supernova vollständig zerrissen wird. Wie im Lauf nachfolgender Äonen die chemische Entwicklung des Universums ablief, ist intensiver Forschungsgegenstand.

Sternenentwicklung
Auf der Spur metallarmer Sterne   Jedes einzelne der Stickstoff-, Sauerstoff- und Eisenatome in unserem Körper ist einst im Innern eines heißen Sterns entstanden. Und das Gleiche trifft auf fast alle übrigen Elemente zu, mit der Ausnahme von Wasserstoff und einem Teil des Heliums und Lithiums, die bereits unmittelbar nach dem Urknall entstanden sind. Irgendwann im Entwicklungszyklus der Sterne wurden die erbrüteten Elemente in den interstellaren Raum hinein verstreut. Das tief im Kern eines Sterns eingeschlossene Eisen kann sogar nur dann als Baustoff für weitere Himmelskörper zur Verfügung stehen, wenn der Stern am Ende seines Daseins als Supernova vollständig zerrissen wird. Wie im Lauf nachfolgender Äonen die chemische Entwicklung des Universums ablief, ist intensiver Forschungsgegenstand. Astronomen untersuchen dazu die frühesten Generationen von Sternen. Da diese Sterne selten sind, bedarf es Himmelsdurchmusterungen wie mit LAMOST in China oder dem SkyMapper-Teleskop in Australien. Komplexe Modelle von Sternatmosphären sind hierzu ebenfalls essenziell. Die Autoren unserer Titelgeschichte berichten über ihre Arbeiten zu diesem Thema ab Seite 22.

Gravitationslinse: Standardkerze mal 52  
Supernovae vom Typ Ia sind fast perfekte Standardkerzen für die Vermessung des Universums. Denn ihre absoluten Helligkeiten ähneln sich sehr. Aus diesem bekannten Wert und der gemessenen scheinbaren Helligkeit lässt sich ihre Entfernung zur Erde direkt berechnen. Dank dieser Eigenschaft haben Supernovae vom Typ Ia Ende der 1990er Jahre entscheidend zur Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums beigetragen – ein Durchbruch, der 2011 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. Einem internationalen Forscherteam um Ariel Goobar von der Universität Stockholm ist es nun gelungen, mit Hilfe einer Typ-Ia-Supernova zum ersten Mal die Verstärkungswirkung einer Gravitationslinse direkt zu bestimmen, ohne komplizierte Modelle zu bemühen. Lesen Sie mehr hierzu ab S. 16.

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • Nachrichten   Jupiter entstand früh • Ein tanzendes Sternenpaar • Ein Leichtgewicht: Der Gasriese KELT-11b • Enceladus – wenn ein Mond umkippt • Galaktische Winde: Eine Brutstätte für junge Sterne? • Galaxien am Ende des Universums • Wann ist ein Stern ein Stern?
    • Kurzberichte   Gravitationswellen – die Dritte
  • Welt der Wissenschaft   Exoplanetensuche: Präzisionsastronomie auf dem Wendelstein • Interview: Alpenastronomie - SuW im Gespräch mit Ulrich Hopp dem Leiter des Observatoriums Wendelstein • The world at night: Ein Klosterlager unter der Milchstraße
  • Aktuelles am Sternenhimmel   Monatsthema: Ein seltsamer Stern: Kleiner Effekt – großes Rätsel • Feldstechertipp: Partielle Mondfinsternis am 7. August 2017 • Auch in Europa teilweise sichtbar: Die Sonnenfinsternis am 21. August 2017
    • Der Himmel im Überblick  Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem   Die Planeten • Zwergplaneten • Sonne aktuell: Schöne Penumbren und Protuberanzen • Kleinplaneten: Zwei günstige Oppositionen im Steinbock • Meteore: Perseiden bei abnehmendem Mond • Kometen: Die Beobachtungssaison für C/2016 R2 (PANSTARRS) beginnt
    • Objekte des Monats   Messier 7: Ein sehr naher Sternhaufen im Skorpion • Sternbedeckungen durch den Mond
  • Astronomie und Praxis
    • Beobachtungen   Die Kometen des Jahres 2016
    • Orte des Wissens   Hohe Messkunst im Salon: der Mathematisch-Physikalische Salon im Dresdner Zwinger
    • Wunder des Weltalls   Berggipfel und Gasriesen
    • Astroszene   Träumen erlaubt: Der 33. ATT in Essen am 13. Mai 2017
    • Leserreise   Im Bann des Polarlichts

    Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

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Freitag,den 28.Juli 2017
Woche 30, Tag 209

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