Sterne und Weltraum Heft 4 / 2015

 -  Zeitschrift / Sterne und Weltraum

Himmelskörper wie der Mond und der Planet Merkur sind von Einschlagkratern unterschiedlicher Größe dicht übersät. Denn ohne Atmosphäre sind sie schutzlos dem Aufprall von großen und kleinen Brocken ausgesetzt, die im Sonnensystem seit seiner Entstehung vor 4,6 Milliarden Jahren umherfliegen. Auf unserer Erde hingegen kennen wir relativ wenige Krater, die auf den Einschlag eines kosmischen Eindringlings zurückzuführen sind. Das liegt aber nur zum Teil an dem Schutz, den uns die Erdatmosphäre bietet. Denn lediglich die kleinsten Geschosse verglühen als Meteor oder Sternschnuppe in der irdischen Lufthülle. Objekte mit Durchmessern von 50 Metern oder mehr treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche der Erde auf, hinterlassen große Impaktkrater und führen zu weiträumigen Zerstörungen. Die Spuren ihrer Gewalt werden aber im Lauf der Zeit durch Erosionsprozesse wie Verwitterung, Überflutung und Ablagerung von Sedimenten sowie durch die langfristigen tektonischen Vorgänge in der Erdkruste bis zur Unkenntlichkeit verwischt.

Meteoritenkrater: Irdische Einschlagkrater im Radarbild   Himmelskörper wie der Mond und der Planet Merkur sind von Einschlagkratern unterschiedlicher Größe dicht übersät. Denn ohne Atmosphäre sind sie schutzlos dem Aufprall von großen und kleinen Brocken ausgesetzt. Auf unserer Erde hingegen kennen wir relativ wenige Krater, die auf den Einschlag eines kosmischen Eindringlings zurückzuführen sind. Das liegt aber nur zum Teil an dem Schutz, den uns die Erdatmosphäre bietet, daneben führen Erosionsprozesse wie Verwitterung, Überflutung und Ablagerung von Sedimenten sowie die langfristigen tektonischen Vorgänge in der Erdkruste dazu, dass Impaktstrukturen schwer zu erkennen sind. So sind zurzeit nur 184 Impaktstrukturen auf der Erde bekannt. Moderne Methoden der Fernerkundung können nun helfen, verborgene Impaktkrater ausfindig zu machen. Mit Hilfe von zwei identischen Satelliten, die seit 2010 im Formationsflug die Erde mit Radarstrahlen abtasten, entstand ein hochgenaues digitales Höhenmodell der Erdoberfläche. Diese wertvolle Datenbank durchforsten Wissenschaftler nach Merkmalen bisher unerkannt gebliebener Einschlagkrater (S. 26ff).

Sternentwicklung: Heiße Unterzwerge   Eigentlich dürfte es sie gar nicht geben: Sterne, deutlich kleiner als die Sonne, aber so heiß wie die massereichsten und größten Sterne im Weltall. Diese heißen Unterzwerge können sich nur in engen Doppelsternsystemen mit Massenaustausch entwickeln. Ist der Partner in einem solchen engen Doppelsystem ein Weißer Zwerg, kann dieser durch weiteren Massenaustausch schließlich als Supernova des Typs Ia explodieren. Dabei wird der heiße Unterzwerg mit hoher Geschwindigkeit davongeschleudert. Stephan Geier gibt einen über diese Exoten im Sternenreich und ihre Bedeutung in der aktuellen Forschung (S. 38ff).

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • Nachrichten   Quasar PDS 456 stößt heißes Gas in alle Richtungen aus • New Horizons beobachtet zwei Kleinmonde von Pluto • Neuer Satellit zur Sonnenbeobachtung gestartet • Die größte Digitalkamera der Welt kann gebaut werden • Ein Riesenplanet auf Abruf • Die gewellte Staubscheibe um Beta Pictoris
    • Kurzberichte   Steigender Puls bei jungen Sternen • Wetterleuchten am Schwarzen Loch • Geburt eines Megasterns
  • Welt der Wissenschaft   The world at night: Sternhelle Nacht
  • Aktuelles am Sternenhimmel   Monatsthema: Frühlingsattraktionen: Galaxien und Kugelsternhaufen •  Feldstechertipp: Totale Mondfinsternis am 4. April 2015
    • Der Himmel im Überblick  Abend- und Morgenhimmel • Astronomische Ereignisse
    • Das Sonnensystem   Der Lauf des Mondes • Die Planeten • Zwergplaneten • Sonnenaktivität aktuell • Kleinplaneten • Meteore: Lyriden im Aufwind • Kometen: Zwei zirkumpolare Schweifsterne
    • Objekte des Monats   Die Spiralgalaxien Messier 51 und Messier 94 • Der Cepheide Delta Cephei • Sternbedeckungen durch den Mond
  • Astronomie und Praxis
    • Astrofotografie    Volkskamera mit Vollformat: Die Canon EOS 6D in der Praxis
    • Im Dialog   Stefan Seip und Uwe Reichert: Lob und Tadel für die Canon EOS 6D
    • Computer    Sternennächte mit dem Computer – die Planetariumssoftware Starry Night Pro Plus 7
    • Wunder des Weltalls   Gas-Riesen und eine Konjunktion

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 20.3.2015 bis zum 16.4.2015 im Handel kaufen,
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