Planeten um ein Schwarzes Loch? - Berechnungen zeigen Möglichkeit von bizarren Welten

 -  Aktuelles aus der Astronomie
Künstlerische Darstellung von Planeten, die ein supermassereiches Schwarzes Loch umkreisen. (Gutschrift: Kagoshima University)

"Ich habe das dunkle Universum gähnen sehen,

wo die schwarzen Planeten ohne Ziel rollen;

wo sie in ihrem Entsetzen unbeachtet rollen, ohne Wissen, Glanz oder Namen."

- HP Lovecraft, Nemesis

 

Theoretiker auf zwei verschiedenen Gebieten widersetzten sich dem allgemeinen Wissen, dass Planeten Sterne wie die Sonne umkreisen müssen. Sie schlugen die Möglichkeit von Tausenden von Planeten um ein supermassives Schwarzes Loch vor.

 

"Unter den richtigen Bedingungen könnten Planeten auch in rauen Umgebungen entstehen, beispielsweise um ein Schwarzes Loch", sagt Keiichi Wada, Professor an der Kagoshima-Universität, der aktive galaktische Kerne erforscht, bei denen es sich um leuchtende Objekte handelt, die von Schwarzen Löchern angeregt werden.

Nach neuesten Theorien werden Planeten aus flauschigen Staubaggregaten in einer protoplanetaren Scheibe um einen jungen Stern gebildet. Aber nicht nur junge Sterne besitzen Staubscheiben. In einem neuartigen Ansatz konzentrierten sich die Forscher auf schwere Scheiben um supermassereiche Schwarze Löcher in den Kernen von Galaxien.

"Unsere Berechnungen zeigen, dass Zehntausende von Planeten mit der 10-fachen Masse der Erde etwa 10 Lichtjahre von einem Schwarzen Loch entfernt entstehen könnten", sagt Eiichiro Kokubo, Professor am National Astronomical Observatory of Japan, der die Planetenbildung untersucht. "Um Schwarze Löcher könnten Planetensysteme von erstaunlichem Ausmaß existieren."

Einige supermassereiche Schwarze Löcher haben große Mengen an Materie in Form einer schweren, dichten Scheibe um sich herum. Eine Scheibe kann das Hunderttausendfache der Masse der Sonne an Staub enthalten. Das ist das Milliardenfache der Staubmasse einer protoplanetaren Scheibe.

In einem Niedertemperaturbereich einer protoplanetaren Scheibe haften Staubkörner mit Eismänteln zusammen und entwickeln sich zu flauschigen Aggregaten. Eine Staubscheibe um ein Schwarzes Loch ist so dicht, dass die intensive Strahlung aus dem zentralen Bereich blockiert wird und Niedertemperaturbereiche gebildet werden. Die Forscher wandten die Planetenbildungstheorie auf umlaufende Scheiben an und stellten fest, dass Planeten in mehreren hundert Millionen Jahren gebildet werden könnten.

Gegenwärtig gibt es keine Techniken, um diese Planeten um Schwarze Löcher herum zu entdecken. Die Forscher erwarten jedoch, dass diese Studie ein neues Feld der Astronomie eröffnen wird.

 

Quelle und weitere Informationen unter: https://www.cfca.nao.ac.jp/en/pr/20191125

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