Sterne und Weltraum 01 / 2019

 -  Zeitschrift / Sterne und Weltraum

Regelmäßigen Lesern unserer Zeitschrift ist er kein Unbekannter: 1I/‘Oumuamua, ein merkwürdig geformter Himmelskörper, der im Jahr 2017 dabei ertappt wurde, wie er auf ungewöhnlicher Bahn durch das Sonnensystem raste. Er entpuppte sich als erster nachgewiesener Himmelskörper interstellaren Ursprungs, muss also von einem fremden Stern zu uns gekommen sein. Als gäbe dies den Astronomen nicht schon genügend Stoff zum Nachdenken, bereicherte jüngst eine Publikation aus der Feder US-amerikanischer Kollegen die Debatte: Sie spekulierten darüber, ob das mysteriöse Objekt nicht ein künstlich hergestelltes Lichtsegel sein könne. Das wiederum animierte Teile der Presse, Vermutungen über ein außerirdisches Raumschiff anzustellen. Der Medienhype nahm seinen Lauf.

Interstellare Himmelskörper: Zum "Alien-Raumschiff" 1I/‘Oumuamua Den regelmäßigen Lesern unserer Zeitschrift ist es kein Unbekannter: das Objekt 1I/‘Oumuamua, ein merkwürdig geformter Himmelskörper, der im Jahr 2017 dabei ertappt wurde, wie er auf ungewöhnlicher Bahn durch das Sonnensystem raste. Es entpuppte sich als erster nachgewiesener Himmelskörper interstellaren Ursprungs, muss also von einem fremden Stern zu uns gekommen sein. Doch woher kam es genau? Welche Gestalt hat es? Erfährt es eine zusätzliche Beschleunigung? Der erste entdeckte interstellare Besucher gibt Rätsel auf – so viele, dass er jüngst als Machwerk einer außerirdischen Intelligenz betrachtet wurde. Andreas Müller ordnet in seinem Beitrag ab Seite 36 die bekannten Fakten zu 1I/‘Oumuamua, diskutiert die offenen Fragen und bewertet die ins Kraut geschossenen Spekulationen.

Asteroidenforschung: OSIRIS-REx bei Bennu: Rendezvous mit der Urmaterie OSIRIS-REx ist die bislang komplexeste Asteroidensonde der US-Raumfahrtbehörde NASA. Mit ihrer Ankunft beim Asteroiden Bennu beginnt die NASA-Raumsonde mit der akribischen Untersuchung des kleinen Himmelskörpers, der zu einer besonders ursprünglichen Klasse von Planetoiden gehört: den Asteroiden des Spektraltyps B, das heißt, er ist ein kohlenstoffreiches Objekt. Er ähnelt dem bisherigen Kenntnisstand nach stark den kohligen Chondriten, einer besonders urtümlichen Klasse von Meteoriten. Diese gelten als Überreste des Materials, aus dem sich unsere Erde und ihre felsigen Schwesterplaneten im inneren Sonnensystem vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren bildeten. Der Glanzpunkt der Nasa-Mission wird der Rücktransport von Gesteinsmaterial zur Erde sein. Tilmann Althaus gibt ab Seite 26 einen Überblick über die wichtigsten Instrumente der Sonde und die Mission selbst vom Start 2016 bis zum jetzigen Zeitpunkt.

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

Blick in die Forschung

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  • Kurzberichte Ultima Thule – New Horizons erforscht das Ende der Welt • HuBi 1 und die Zukunft der Sonne • Viel gefressen und doch zu langsam gewachsen

Welt der Wissenschaft Spektroskopie: Stellare Fingerabdrücke • The world at night: Orion und die weißen Berge

  • Aktuelles am Sternenhimmel

Der Himmel im Überblick Nur der Mond schaut zu? • Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel

Das Sonnensystem Die Planeten: Zwei helle Morgensterne • Fernglastipp: Totale Mondfinsternis vor dem Frühstück • Bedeckungen heller Sterne durch den Mond • Sonne aktuell: Auch kleine Flecken zählen • Kleinplaneten: (433) Eros in Erdnähe Erdnaher Kleinplanet (454177) 2013 GJ35 • Meteore: Beste Bedingungen für die Quadrantiden • Kometen: 46P/Wirtanen steht hoch am Nordhimmel

Objekte des Monats Melotte 20: Prächtige Sternwolke im Perseus • Die Bedeckungsveränderlichen BM Ori und V1016 Ori

  • Astronomie und Praxis

Monatsthema Der Blazar TXS 0506+056: Auge in Auge mit einer kosmischen Strahlenkanone

Beobachtungen Die Mondentfernung selbst messen

Wunder des Weltalls Leoniden und ein Seepferd

Leserreise Namibia: Den südlichen Sternhimmel erleben und fotografieren

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