Sterne und Weltraum 4 / 2018

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Interstellare Reisen sind gängiges Thema von Sciencefiction-Romanen. Wissenschaftler befassen sich eher selten damit. Wie auch sollte ein Raumschiff die unvorstellbaren Distanzen zwischen den Sternen überbrücken? Zwar gibt es einige Raumsonden, die nach ihrem Vorbeiflug an Planeten unser Sonnensystem für immer verlassen haben und in die Weiten des Alls entschwunden sind. Rekordhalter ist die Sonde Voyager 1: Vor mehr als 40 Jahren gestartet, ist sie jetzt 21 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Bis zum nächsten Sternsystem – Alpha Centauri mit den drei Sternen A, B und Proxima – ist es hingegen rund 2000 Mal so weit.

Interstellare Raumfahrt: Die erste Reise zu den Sternen   Eine Reihe von klugen Köpfen denkt darüber nach, wie sich die Hürde in Raum und Zeit überwinden ließe, um interstellare Reisen Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Raumsonde wie Voyager 1 hätte schon zu Beginn der vorletzten Eiszeit in Europa vom Neandertaler auf die Reise geschickt werden müssen, um heute beim nächsten Sternsystem Alpha Centauri anzukommen. Daher gehen Wissenschaftler neue Wege. Der Ansatz von Breakthrough Starshot – so der Name des kühnen Plans – enthält mehrere radikale Vorschläge, um, Proxima Centauri b, einen erdähnlichen Planeten der Alpha Centauri umkreist, schon in wenigen Jahren zu erreichen. Dazu soll eine winzige, zentimetergroße Sonde mit eine Masse von ungefähr ein Gramm entwickelt werden. Als Antrieb dient ein Lichtsegel, das von starken Lasern auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden soll. Mit dieser Geschwindigkeit würde die interstellare Reise nur wenige Jahrzehnte dauern. Wie das alles bewerkstelligt werden soll, lesen Sie im ersten Teil der Titelgeschichte ab der Seite 24.

Spektroskopie: Echelle-Spektrografen - Präzision in Farbe   Die wellenlängenabhängige Analyse des Lichts kosmischer Objekte, ist ein bedeutendes Werkzeug der Himmelsforschung. Durch eine Analyse des Spektrums der Sonne können sie rückschließen, welche Elemente in den oberen Schichten ihrer Atmosphäre vorkommen – aber nicht nur dort: Die Astrospektroskopie lässt sich auch auf weit entfernte Sterne, Gasnebel und sogar Galaxien anwenden. Ein Großteil unseres Wissens über den Kosmos basiert heute auf Erkenntnissen, die Forscher erst durch die Spektroskopie gewannen: etwa die chemischen Elemente von Sternen und die Größe unseres Milchstraßensystems. Mit so genannten Echelle-Spektrografen lässt sich ein ebenso breiter Spektralbereich erfassen wie mit klassischen Geräten – jedoch bei deutlich höherer Auflösung. Die moderne Variante ist auch kommerziell erhältlich und lässt sich direkt am eigenen Teleskop anschließen. Paul Herren stellt die physikalischen Hintergründe und den Einsatz der Echelle-Spektrografen in der Amateurastronomie vor (ab S. 64).

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • Nachrichten   Würden Raumsonden auf dem Jupitermond Europa versinken? • Die fernste Supernova • Mit ExTra auf Planetenjagd • Steht das Weltraumteleskop WFIRST vor dem Aus? • Ein Galaxienwinzling im Sternbild Schütze • Ein schrumpfender Sturm auf Neptun • Die ungewöhnliche Galaxie NGC 474
    • Kurzberichte   Die gescheiterte LED-Revolution • Die richtige Menge Kohlenstoff für die Erde • Gigantische Magnetfelder im Universum
  • Welt der Wissenschaft   Interstellare Raumfahrt: Bremsmanöver bei Alpha Centauri • The world at night: Kirschblüte in Japan
  • Aktuelles am Sternenhimmel   
    • Der Himmel im Überblick  Nachtschicht für Planetenbeobachter • Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem   Die Planeten: Jupiter und Venus dominieren die Himmelsbühne • Fernglastipp: Doppelte Begegnung von Mond und Jupiter • Bedeckungen heller Sterne durch den Mond • Sonne aktuell: Ein kleiner Fleck unter falschem Verdacht • Kleinplaneten; Ceres bis Lamberta • Erdnahe Kleinplaneten: Zwei NEOs am selben Tag in Erdnähe • Meteore: Lyriden • Kometen: Die Beobachtungssaison für 21P/Giacobini-Zinner beginnt
    • Objekte des Monats   Der Kugelsternhaufen NGC 4147: ein Kleiner unter den Großen • Der Veränderliche des Monats: Delta Cephei
  • Astronomie und Praxis
    • Monatsthema   Doppelsterne am Frühlingshimmel
    • Wunder des Weltalls   Gas und Staub, nah und fern
    • Astroszene   Dieterskirchen: Eine Volkssternwarte mit Planetarium

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 16.3.2018 bis zum 19.4.2018 im Handel kaufen,
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Samstag,den 20.Oktober 2018
Woche 42, Tag 293

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