Sterne und Weltraum 4 / 2019

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Nach technischen Verbesserungen nehmen die Gravitationswellendetektoren LIGO in den USA und Virgo in Italien in diesen Wochen ihren Messbetrieb wieder auf. Unterstützt werden sie von GEO600, einem kleineren Detektor in der Nähe von Hannover, an dem wesentliche der nun in LIGO und Virgo eingesetzten Komponenten entwickelt wurden. Während die Wissenschaft gespannt auf neue Messungen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen wartet, die miteinander verschmelzen und dabei das Gefüge der Raumzeit erschüttern, stellen wir Ihnen in diesem Heft bereits den nächsten Schritt dieser Forschungsrichtung vor: LISA wird ein Gravitationswellenempfänger der Superlative sein, mit 2,5 Millionen Kilometer langen Interferometerarmen und bisher unerreichter Empfindlichkeit.

Gravitationswellen: LISA: Das größte Observatorium der Welt Nach technischen Verbesserungen nehmen die Gravitationswellendetektoren LIGO in den USA und Virgo in Italien in diesen Wochen ihren Messbetrieb wieder auf. Während die Wissenschaft gespannt auf neue Messungen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen wartet, stellen wir Ihnen in diesem Heft bereits den nächsten Schritt dieser Forschungsrichtung vor: ESA und NASA wollen 2034 das ambitionierte Gravitationswellen-Observatorium LISA (Laser Interferometer Space Antenna) starten. Die zu Grunde liegende Idee klingt abenteuerlich: Im Weltraumtauschen formen drei weit auseinanderstehende Satelliten ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit einer Kantenlänge von 2,5 Millionen Kilometern. Die drei Satelliten senden Laserstrahlen aus und bestimmen damit ihren gegenseitigen Abstand mit schier unglaublicher Genauigkeit. Läuft eine Gravitationswelle durch diese riesige Anordnung, verändert sich die Länge der Interferometerarme um den Bruchteil eines Atomdurchmessers. Dass dieses Messprinzip funktioniert, haben nicht nur die irdischen Detektoren bewiesen, sondern auch die Sonde LISA Pathfinder, welche die Technologie für LISA mit großem Erfolg im Weltraum erprobte. LISA kann anders als erdgebundene Detektoren Gravitationswellen mit niedrigeren Frequenzen und völlig andere Quellen aufspüren, unter anderem Weiße Zwerge und sehr massereiche Schwarze Löcher. Lesen Sie mehr zu den technischen Details und der Arbeitsweise des geplanten Detektors ab Seite 26.

Doppelsterne: Ein schönes Paar: Albireo Stabile Sternen-Ehe oder flüchtige Affäre? Auch im Reich der Sterne ist es nicht immer offenkundig, wer mit wem liiert ist und ob eine Verbindung auf Dauer besteht. Manche scheinen zusammenzugehören, doch in Wahrheit sind sie durch Welten getrennt. Selbst beim Vorzeige-Doppelstern am Himmel, Beta Cygni, besser bekannt als Albireo (der »Kopf« des Sternbilds Schwan), ist unklar, in welchem Verhältnis die beiden Partner zueinander stehen. Ob die beiden eng beieinander stehenden Sterne tatsächlich physisch zusammengehören, wurde nie schlüssig geklärt. Die Daten des Astrometrie-Satelliten Gaia sollten den Beziehungsstatus klären können. Doch die Suche nach einer Antwort gleicht einem Wissenschaftskrimi. Lesen Sie diese spannende Detektivgeschichte von Ulrich Bastian ab Seite 36!

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • SuW im Bild Stürmischer Jupiter
    • Nachrichten Eine Galaxie mit langem Schweif • Mission des Marsrovers Opportunity beendet • Exoplanet auf Bildern des Satelliten TESS entdeckt • Eine Zwerggalaxie als Zufallsfund • Ein Erdmeteorit auf dem Mond entdeckt? • Eine Sternenwiege in der Großen Magellanschen Wolke • Die seltsame Gestalt von Ultima Thule
    • Kurzberichte Zwergplanet Ceres: Weitere potenzielle Kryovulkane • Auf dem Weg zum perfekten Bildsensor • Kollidierten einst die Magellanschen Wolken?
       
  • Welt der Wissenschaft The world at night: Himmlisches Stelldichein über Schloss Solitude
    :
  • Aktuelles am Sternenhimmel
    • Der Himmel im Überblick Helle Gasplaneten setzen zur Schleife an • Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem Die Planeten: Mars ist König des Abends • Sonne aktuell: Dauerbrenner Nordhalbkugel • Sternbedeckungen durch den Mond im April 2019 • Kleinplaneten: Pallas trifft Mufrid • Meteore: Lyriden mit Mond • Kometen: C/2016 R2 (PANSTARRS) – Das Ende einer langen Beobachtungsperiode
    • Objekte des Monats Messier 108: Die kleine Milchstraße im Großen Bären • Fernglastipp: Der Virgohaufen: Ein Galaxiennest im Fernglas • Der Veränderliche des Monats: Mirastern R Bootis
       
  • Astronomie und Praxis
    • Monatsthema: Finstere Juwelen in der Nördlichen Krone
    • Beobachtungen Schüler auf Supernovajagd
    • Wunder des Weltalls Unser Mond im Fokus
    • Astroszene Jubiläum für die Reiff-Förderpreis
    • Leserreise Bern: Auf den Spuren von Albert Einstein

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 15.3.2019 bis zum 17.4.2019 im Handel kaufen,
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Der Himmel aktuell

Donnerstag,den 21.März 2019
Woche 12, Tag 80

Aktuelle MondphaseAufgang      19:09 Uhr
Untergang 06:58 Uhr

Mondalter 15.7 Tage
abnehmender Mond


Aktuelles SonnenbildBeg. Däm. 05:50 Uhr
Aufgang      06:21 Uhr

Untergang 18:34 Uhr
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Sichtbare Planeten:

Mars, Uranus

(Alle Angaben für 10 Grad ö.L. Länge / 50 Grad n.B., MEZ)

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