Sterne und Weltraum 8 / 2016

 -  Zeitschrift / Sterne und Weltraum

Die Sterne sind unvorstellbar weit weg von uns. Wir können nicht hinreisen, um sie aus der Nähe zu erforschen. Sie wären auch viel zu groß und zu heiß, um sie in einem Labor mit unseren Instrumenten zu untersuchen. Dennoch wissen Astronomen heute recht genau, woraus diese leuchtenden Gaskugeln ihre Energie beziehen und wie sie einst aus kalter, im interstellaren Raum dünn verteilter Materie entstanden sind. Woher beziehen die Astronomen dieses Verständnis über Vorgänge, die viele Lichtjahre von uns entfernt ablaufen? Beobachtungen mit Teleskopen in verschiedenen Wellenlängenbereichen sind eine Quelle der Erkenntnis. Physikalische Modelle und Theorien eine andere. Beide Quellen sind nicht unabhängig voneinander, sondern befruchten sich gegenseitig.

Sternentwicklung: Modelle der Sternentstehung   Woher beziehen die Astronomen das Verständnis über Vorgänge wie beispielsweise die Sternentstehung, die viele Lichtjahre von uns entfernt ablaufen? Eine Quelle der Erkenntnis sind Beobachtungen mit Teleskopen in verschiedenen Wellenlängenbereichen; physikalische Modelle und Theorien eine andere. Beide Quellen sind nicht unabhängig voneinander, sondern befruchten sich gegenseitig. Beobachtungen liefern Daten, die theoretisch erklärt werden müssen. Theorien erlauben Vorhersagen auf Phänomene, die sich durch Beobachtungen überprüfen lassen. Dieses Wechselspiel führt zu einer stetig wachsenden Datenbasis und zu immer passgenaueren Modellen. Am Beispiel einer weit ausgedehnten Gas- und Staubwolke, zu der auch der berühmte Orionnebel gehört, lässt sich erläutern, wie Astronomen den Prozess der Sternentstehung nach und nach besser verstehen lernen. Unser Autor Markus Pössel beschreibt diesen dynamischen Erkenntnisprozess in unserer Titelgeschichte, die auf S. 28 beginnt.

Der Kosmos in einem anderen Licht   In einer Experimentierhalle des Europäischen Kernforschungszentrums CERN thront ein mehr als zehn Meter langes und 30 Tonnen schweres Teleskop. Drehbar auf Schienen gelagert, kann es jeweils morgens und abends dem Lauf der Sonne folgen. Seine Enden aber sind sorgfältig gegen jegliches Licht abgedichtet, und auch die Halle besitzt keine Öffnung gen Himmel, wie sie bei Kuppeln von Sternwarten üblich sind. Hinter dieser Konstruktion verbirgt sich ein Axion-Helioskop, das die in der Sonne erzeugten Axionen nachweisen soll. Axionen sind eine derzeit noch hypothetische Art von Elementarteilchen, deren Existenz von verschiedenen theoretischen Modellen vorhergesagt wird. Die hypothetischen Teilchen verlassen unser Zentralgestirn mit nahezu Lichtgeschwindigkeit und treten ungehindert in die lichtdichte Magnetkammer ein. Dort verwandeln sie sich in einem starken Magnetfeld in Röntgenquanten, die von einer Röntgenoptik gebündelt und dann von verschiedenen Sensoren nachgewiesen werden sollen. Alexander Knochel stellt das Projekt und seine Bedeutung für die Astrophysik vor (S. 24ff).

 

Lesen Sie außerdem alles zu den Themen:

  • Blick in die Forschung
    • SuW im Bild   Der blaue Planet
    • Nachrichten   FU Orionis - ein gefräßiger Jungstern • Chinesische Sonde Chang’e-4 landet 2019 auf der Mondrückseite • Pluto-Durchmesser genau bestimmt • LISA Pathfinder funktioniert prächtig • Dünne Luft auf der jungen Erde • Der bisher größte Exoplanet um einen Doppelstern
    • Kurzberichte   Das detailreichste Bild eines jungen Planetensystems • Das Rätsel der schnellen Radioblitze
  • Welt der Wissenschaft   Sonnensystem: Stubenberg - Ein Meteoritenfall in Niederbayern liefert neues Material für die Forschung • Essay: Bei Licht betrachtet - Über die Faszination • The world at night: Planeten-Stelldichein am Pfaffensee
  • Aktuelles am Sternenhimmel   Monatsthema: Sternentwicklung im Fokus • Feldstechertipp: Ein Delfin im Sternenmeer
    • Der Himmel im Überblick  Astronomische Ereignisse • Abend- und Morgenhimmel
    • Das Sonnensystem   Die Planeten • Zwergplaneten • Sonne aktuell: Ein Vorgeschmack auf das kommende Minimum • Kleinplaneten: Zwei nahe Passagen für kleine Teleskope • Meteore: Gute Aussichten für die Perseiden • Kometen: 43P/Wolf-Harrington im Helligkeitsmaximum
    • Objekte des Monats   NGC 7662 - ein Schneeball in der Andromeda • Sternbedeckungen durch den Mond • Deep-Sky-Objekte mit Zeichenstift: NGC 7243 - ein lockerer Sternhaufen in der Eidechse • Der Veränderliche des Monats: U Sagittae
  • Astronomie und Praxis
    • Infrarotastronomie   Sternhaufen im "Großen Riss"
    • Beobachtungen   Die Aktivität der Sonne: Rückblick auf das Jahr 2015
    • Wunder des Weltalls   Milchstraße und Geschwister
    • Astroszene   Sternentstehung, Himmelsfotografie und Reiseberichte

Und viele Surftipps, Nachrichten, Termine, Leserbriefe, Neuerscheinungen, Nachdenklichem, Kreuzworträtsel, Kleinanzeigen, Autoren, Glossar.

  • Sie können das Heft vom 15. Juli 2016 bis 18. August 2016 im Handel kaufen,
  • im Online-Shop bestellen,
  • oder fordern Sie ein Miniabonnoment an.

 

nach oben

Anzeige

Der Himmel aktuell

Montag,den 22.Oktober 2018
Woche 43, Tag 295

Aktuelle MondphaseAufgang      17:52 Uhr
Untergang 04:53 Uhr

Mondalter 12.4 Tage
zunehmender Mond


Aktuelles SonnenbildBeg. Däm. 07:20 Uhr
Aufgang      07:53 Uhr

Untergang 18:15 Uhr
Ende Däm. 18:48 Uhr

Sichtbare Planeten:

Uranus

(Alle Angaben für 10 Grad ö.L. Länge / 50 Grad n.B., MESZ)

In Kooperation mit www.Der-Mond.org. Hole Dir jetzt das kostenlose Mondtool für Deine Homepage

Astro-Fan-Shop

Besondere Geschenke für den Amateur-Astronomen. Exklusiv von Astronomie.de und Personello