Sterne und Weltraum - Heft 1 / 2017

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Am 14. November 2016 war Vollmond. Nicht irgendeiner, sondern ein "Supermond". Das meinten zumindest viele Medien. Und suggerierten der Öffentlichkeit, ein riesiger Erdtrabant stünde am Himmel, wie es nur alle Jubeljahre vorkäme. Eine Betrachtung der himmelsmechanischen Grundlagen zeigt den wahren Sachverhalt: Der scheinbare Durchmesser des Mondes variiert - in ganz unspektakulärem Maße.

Erdmond: Das Supermond-Phänomen

Welchen Gegenstand müssen Sie zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, um damit bei ausgestrecktem Arm die Scheibe des Vollmonds am Himmel zu verdecken: ein Zehn-Cent-Stück? Eine Ein-Euro-Münze? Oder einen noch größeren Gegenstand? Tatsächlich reicht bereits eine Erbse, um in dieser Geometrie den Vollmond vollständig zu verdecken. Wenn Ihnen diese Aussage merkwürdig vorkommt, probieren Sie es aus! Ein Selbstversuch ist schnell gemacht. Und ein Experiment ist immer die beste Methode, eine Behauptung zu überprüfen. Dagegen häuften sich einige Tage vor dem 14. November 2016 Meldungen in den Medien, der zu diesem Termin anstehende Vollmond sei ein ganz besonderer: ein so genannter Supermond, wie er nur selten vorkomme, weil sich der Erdtrabant "derzeit" so nahe an der Erde befinde wie schon lange nicht mehr und deshalb besonders groß am Himmel erscheine. Uwe Reichert stellt in seinem Artikel die himmelsmechanischen Grundlagen des Phänomens vor und veranschaulicht das Phänomen an Hand von Fotomontagen (S. 34ff).

Extrasolare Trojaner

Die Welt staunte nicht schlecht, als Max Wolf in Heidelberg am 22. Februar 1906 auf einen neuen Kleinplaneten stieß. Dieser befand sich 55 Grad östlich von Jupiter auf der Ekliptik und bewegte sich relativ zu ihm kaum. Es handelte sich um keinen klassischen Kleinplaneten, sondern um die erste Entdeckung eines Trojaners. So bezeichnen wir heute Kleinplaneten, die sich an den beiden stabilen Orten auf der Umlaufbahn eines Planeten befinden. Und jetzt ist es erstmals mit Hilfe der Daten des Satellitenobservatoriums Kepler gelungen, Trojaner außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Michael Hippke und Daniel Angerhausen berichten über die Hintergründe und ihre Entdeckung (S. 16ff).

 

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