Frauen bei der NASA

Besonders die Frauen spielten für den Erfolg sämtlicher NASA Missionen eine unverzichtbare Rolle, die lange Zeit jedoch unter den Tisch gefallen lassen wurde. Schließlich galt die Luft- und Raumfahrt als reine Männerdomäne. Die NASA wurde aber für Frauen in technischen Berufen sogar zum Vorreiter der Zeit. Da es Computer in der Form in der wir sie heute kennen damals noch nicht existierten wurden die Berechnungen von Frauen per Hand durchgeführt, die sogenannten „Human Computers“. Auch grade, dass afroamerikanische Frauen in diesem Bereich zum Einsatz kamen war ein Skandal und wurde lange Zeit sogar vor den meisten Mitarbeiten geheim gehalten. Es gab sogar getrennte Büros und Toiletten. Der Grund warum Frauen für diese Arbeit eingesetzt wurden, ist grade zu enttäuschend. Sie waren billiger als männliche Arbeitskräfte. Abgesehen davon gab es für Frauen, die in den 30er und 40er Jahren Mathematik studiert hatten kaum Arbeitsplätze (außer Lehrerin); dafür wurden sie für die damaligen Verhältnisse ausgesprochen gut bezahlt.

Dabei war diese Art Job für Frauen in den USA schon länger bekannt. Seit den 1930ern haben Frauen Berechnungen für z.B.: Ingenieure angestellt, so wurden damals Flugzeuge entwickelt. Auch der Name „Computer“ hatte durchaus seine Begründung – vor allem da das Wort einfach nur „rechnen“ bedeutet: Die Planung verlief genau wie man es von heutigen Computern kennt, so hat jede Frau immer nur einen Rechenschritt durchgeführt ohne das Große und Ganze zu kennen. Dagegen stellte sich in den 50er Jahren Katherine Johnson, als sie grade Berechnungen für eine Abteilung zur Flugforschung durchführte, verlangt sie an den Besprechungen teilnehmen zu dürfen. Denn die Zahlen mit denen sie rechnete änderten sich in diesen Besprechungen teilweise stündlich. Ein Verbot diesbezüglich gab es nicht, trotzdem blieb sie vorerst eine Ausnahme.

Johnson machte sich jedoch damit einen Namen auch grade, weil sie sich hervorragend mit analytischer Geometrie auskannte. Sie schrieb sogar mit einigen Kollegen eine wissenschaftliche Abhandlung auf deren Grundlage später der erste Amerikaner (Alan Shepard) ins All flog. Selbst nachdem die Frauen in den 1960ern von raumgroßen IBM-Maschinen ersetzt wurden, die Zugegebenermaßen noch kein großes Vertrauen genossen, sagte der Astronaut John Glenn: Er werde nur fliegen, wenn sie (Johnson) sagt, dass die Zahlen stimmen. Viele Frauen wechselten ihre Jobs zu Programmiererinnen, nachdem die ersten elektronischen Computer eingeführt wurden. Deshalb galt Programmierer einige Zeit als „unmännlich“. Eine der ersten und besten war Margaret Hamilton, sie war unteranderem für die Software des Lande Moduls der Apollo 11 „Eagle“ verantwortlich. Und damit trug sie wesentlich zum Erfolg der Mission bei.

Bei der Landung meldete der Bordcomputer plötzlich Fehler, warum ist bis heute unbekannt. Aber Hamiltons Software ermöglichte es unwichtige Prozesse zu schließen und damit einen Neustart des überlasteten Computers zu bewirken. Erst danach konnte Neil Armstrong sicher landen. Einige der „Human Computer“-Frauen berichten später in Interviews, dass sie sehr stolz auf das sind, was sie geleistet haben.
So bekam Katherine Johnson fast 50 Jahre nach den Arbeiten an der Berechnung der Flugbahn für das Mercury-Programm und im Rahmen der Apollo 11-Mission die „Presidential Medal of Freedom“ verliehen. Durch ihren Einsatz konnte sich auch eine ganz neue Generation weiblicher Ingenieurinnen in der Raumfahrt etablieren. Am Jet Propulsion Laboratory (JPL) arbeiten heute auf jeder Ebene mehr Frauen als in jedem anderen NASA-Institut.

Über diese besondere Rolle der Frauen und ihre Widrigkeiten wurden Bücher geschrieben und Filme gedreht wie zum Beispiel, der Film „Hidden Figuren“ und das Buch „Rise oft he Rocket Girls“, die auch ein besonderes Augenmerk auf die Afroamerikanerinnen legen.

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