Apollo 17 - das verschlafene Finale

Apollo  17 markiert das frühe Ende der Apollo-Missionen, die übrigen der ursprünglich zehn geplanten Landungen wurden vorzeitig gestrichen. Erstmals flog nun auch einer der Wissenschaftler mit, die für die Mondmission ausgebildet worden waren: Der Geologe Harrison „Jack“ Schmidt, der auch Pilot der Landefähre „Challenger“ war. Mit ihm erkundete Eugene Cernan den Mond, während Ronald Evans an Bord des Kommandomoduls „America“ blieb.
Die Saturn-V-Rakete startete in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember 1972, das war zugleich der erste und einzige Nachtstart in der Geschichte des Apollo-Programms. Eine Computerfehlfunktion verzögerte den Start allerdings um eineinhalb Stunden. Der Flug selbst verlief weitestgehend reibungslos, erst am dritten Tag, als die Raumkapsel in die Mondumlaufbahn einschwenken sollte, stand die Missionskontrolle in Houston vor einem neuen Problem: Die Astronauten antworteten nicht, da sie wegen Schlafproblemen starke Schlafmittel genommen hatten. Um sie zu wecken, spielte die NASA schließlich laute Musik auf die Kopfhörer von Ronald Evans, konnte ihn jedoch nicht wecken. Stattdessen meldete sich schließlich Eugene Cernan mit den Worten „Pardon, wir haben etwas verschlafen“, was die Flugkontrolle in Houston mit „Das ist die größte Untertreibung des Jahrhunderts“ kommentierte. Am 10. Dezember landeten Cernan und Schmidt schließlich im Mare Serenitatis, genauer gesagt beim Littrow-Krater im Taurus-Gebirge.
In drei je über sieben Stunden dauernden Außeneinsätzen legten die Astronauten über dreißig Kilometer in der Umgebung zurück und sammelten 110 Kilogramm Gesteinsproben ein. Damit verbrachten Cernan und Schmidt die längste Zeit aller Apollo-Missionen mit Exkursionen auf unserem Trabanten, außerdem stellten sie zahlreiche Experimente auf, darunter Geräte zur Zählung von Mikrometeoriten, Mondbeben und kosmischer Strahlung.
Die Lenkung des Mondautos funktionierte dieses Mal einwandfrei, dafür gab es ein anderes Problem: Ein Teil des hinteren Kotflügels brach ab, sodass die Astronauten während der Fahrt von einer Staubwolke eingehüllt wurden. Mittels einer Mondkarte ersetzten Cernan und Schmitt die verlorene Radabdeckung.
Zu dem überraschenden Ergebnissen der letzten Apollo-Mission gehörte der Fund von Spuren vulkanischer Akivität: Mehrere hundert Meter große Aschenfelder in der Ungebung des Kraters Shorty, die den Geologen Schmitt an orangefarbenen Wüstenboden erinnerten.
Am 14. Dezember begann der Rückflug, der 19. Dezember 1972 planmäßig mit der Landung endete. Zuvor unternahm Evans noch einen Weltraumspaziergang, um Datenkassetten zu bergen.

Der Landeplatz (Rükl Karte 25)

Apollo 17 landete in der Taurus-Littrow-Region im Mare Serenitatis. Das Gebiet ist am schönsten zu beobachten, wenn der Mond vier bis fünf Tage alt ist. Beginnen Sie mit der Suche am auffälligen Mare Crisium, dem nur scheinbar kreisrunden Meer der Gefahren. Sein Abstand zum Mondrand ist durch die Libration nicht immer gleich. Da unser Begleiter eine elliptische Bahn um die Erde hat (und gemäß den Keplerschen Gesetzen somit auch eine ständig wechselnde Umlaufgeschwindigkeit), sich jedoch immer mit der selben Geschwindigkeit um seine eigene Achse dreht, können wir immer wieder etwas über seinen rechten oder linken Rand hinweg spähen. Da das Mare Crisium so randnah liegt, erscheint es uns kreisrund, obwohl es in Wirklichkeit mit 570 mal 620 Kilometer eher länglich ist. Seine Kraterwälle sind etwa drei Kilometer hoch. Vor allem in der Nähe dieser Wälle gibt es einige Geisterkrater in seinem Inneren - alte Krater, die von der Lava des Mare Crisium überflutet wurden.
Bei passendem Sonnenstand ist auch Cleomedes einen Blick wert, der flache, 127 Kilometer große Krater im Norden. Auf seinem Grund gibt es Risse, einen Zentralhügel und die 30 Kilometer lange Rille Rima Cleomedes.
Um zum Landeplatz von Apollo 17 zu gelangen, müssen Sie allerdings vom Nordrand des Mare Crisium aus nach Westen, Richtung Terminator. Dabei stoßen Sie zuerst auf die flachen Krater Tisserand und Macrobius mit 37 bzw. 64 Kilometer Durchmesser. Macrobius hat terrassierte Wälle, die bei höherer Vergrößerung sichtbar werden.
Noch weiter westlich liegen einige kleine, aber gut erhaltene Krater, darunter der 20 Kilometer große Carmichael und der sogar nur 16 Kilometer große Hill. Beide Krater sind über 3000 Meter tief und liegen am Ostrand der Lavaebene Sinus Amoris, der Bucht der Liebe. Nach Norden schließt sich das 500 Kilometer große Taurus-Gebirge an. Die markanteste Form in ihm ist der Krater Römer. Der Krater ist nur vierzig Kilometer groß, aber deutlich zu erkennen, da er gut erhaltene, terrassierte Wälle und einen scharf begrenzten Rand hat. Aus seiner Mitte erhebt sich ein Zentralberg.
Von nun an wird die Orientierung kniffliger. Versuchen Sie einmal, den flachen, lavaüberfluteten Krater Maraldi zu erkennen. Er liegt etwa auf einer Linie mit Tisserand, Macrobius, Hill und Carmichael, jedoch am anderen Ufer des Sinus Amoris. Im Nordosten des 40 Kilometer großen Kraters liegt das 15 Kilometer große Bergmassiv Mons Maraldi - können Sie es erkennen?
Ein Stück westsüdwestlich liegt der Krater Vitruvius am südlichen Ende des Taurus-Gebirges. Er ist noch die auffälligste Landmarke, wenn Sie sich Apollo 17 nähern. Auch dieser 30 Kilometer große Krater wurde von Lava überflutet. Etwa eineinhalb Kraterdurchmesser nördlich liegt der 15 Kilometer große Berg Mons Vitruvius. Im Westen erstreckt sich zu seinen Füßen eine unregelmäßig geformte Lavaebene, an deren Nordrand Apollo 17 landete.
Der Landeplatz liegt ein Stück westlich der Verbindungslinie zwischen Vitruvius und dem unauffälligen, 31 Kilometer großen Krater Littrow, nur etwas näher an Littrow als an Vitruvius. Littrow selbst ist nicht ganz einfach zu identifizieren: Der Südwall dieses lavaüberfluteten Kraters ist unterbrochen, sodass Littrow sich kaum von mehreren unregelmäßigen, aber kleineren Lavafeldern in der Umgebung unterscheidet.

Weiterführende Informationen - Waren wir auf dem Mond?

Vor rund 40 Jahren setzte ein Mensch erstmals einen Fuß auf einen anderen Himmelskörper als unsere Erde. Das war zu Recht ein Jahrtausendereignis. Kaum ein Mensch zweifelte daran, dass die Berichterstattung authentisch war. Im Jahre 1976 änderte sich das in der Öffentlichkeit durch den Autor Bill Kaysing. „We never went to the moon" ist der Titel seines Buches, in dem er anhand von unterschiedlichen Beobachtungen am Bild- und Videomaterial der NASA Mondmissionen Hinweise zu erkennen glaubt, die belegen, dass diese Aufnahmen nicht auf dem Mond erfolgten, sondern auf der Erde.

Treten Sie mit uns den Beweis an und erfahren Sie, was wirklich dran ist!

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