Der Mondschwindel in den Medien

Vor rund 40 Jahren setzte ein Mensch erstmals einen Fuß auf einen anderen Himmelskörper als unsere Erde. Das war zu Recht ein Jahrtausendereignis. Kaum ein Mensch zweifelte daran, dass die Berichterstattung authentisch war. Im Jahre 1976 änderte sich das in der Öffentlichkeit durch den Autor Bill Kaysing. „We never went to the moon" ist der Titel seines Buches, in dem er anhand von unterschiedlichen Beobachtungen am Bild- und Videomaterial der NASA Mondmissionen Hinweise zu erkennen glaubt, die belegen, dass diese Aufnahmen nicht auf dem Mond erfolgten, sondern auf der Erde.

Natürlich versuchten weitere Personen ihren Erfolg, in dem sie die Verschwörungsthesen aufgriffen und teilweise verfeinerten. Seit einigen Jahren geistern nun wieder vermehrt Berichte über einen angeblichen Mondschwindel, bzw. Betrug der NASA bei den Mondlandungen durch die Medien. Das Internet fördert zudem die Verbreitung dieser Thesen.

Es heisst, dass 10% bis 20% der Menschen in den USA und Europa mittlerweile diesen Thesen Glauben schenken!

Worin besteht nun die Wirkung und der Erfolg der Verschwörungstheoretiker? Sie treten erst einmal mit Ihrer polternde Empörung, Dreistigkeit bis hin zu Beleidigungen und oftmals unsachlichen Argumentationsweise sehr selbstbewusst auf. Gemischt mit scheinbar folgerichtigen Beweisführungen ist die Suggestion perfekt. Der unbedarfte Leser wird somit verblüfft und regelrecht eingeschüchtert. Die Verschwörungstheoretiker treffen damit einen Nerv bei vielen Leuten, die über die modernen Massenmedien täglich mit Betrügereien aller Art konfrontiert werden. Auch ist ein USA-bashing recht beliebt.

Es braucht schon ein gewisses Mass an Anstrengung, sich fundierte und kritische Gedanken über die inhaltliche Korrektheit der beschriebenen „Sachverhalte" zu machen, wie man es häufig auch bei viel lebensnäheren Informationen tun müsste, dafür aber die Zeit fehlt. So wird oftmals das Behauptete leichtsinnig als richtig angenommen.

Wir von Astronomie.de wollen Ihnen mit diesen Seiten eine leicht nachvollziehbare Gegendarstellung einiger populären Theorien bieten. Dabei sollen Sie praktische Beispiele zum ausprobieren ermutigen. Einige nicht zu schwere Schulphysikformeln zeigen ihre Nützlichkeit beim Widerlegen der Verschwörungstheorie.

Wir können hier allerdings nicht beweisen, dass die Astronauten auf dem Mond gelandet sind. Das kann derzeit niemand. Wir belegen nur, dass die angeblichen Beweise der Verschwörungstheoretiker unzureichend sind für deren Behauptung, die Mondlandemissionen haben nicht stattgefunden.

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