Wo sind die Sterne geblieben?

Behauptung: Auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre, der Himmel ist auch am Tage schwarz und folglich übersäht von Tausenden von Sternen. Auf den Bildern erkennt man jedoch keine.

Diese Behauptungen bezüglich der fehlenden Atmosphäre, des schwarzen Taghimmels und der Sterne ist richtig.
Leider übersehen die Verschwörungstheoretiker, dass die Helligkeit der mit bloßem Auge sichtbaren Sterne extrem gering ist. Um den Sternenhimmel abzubilden muss man lange belichten. Da die Aufnahmen auf der Mondoberfläche am hellen Tag durchgeführt wurden, wurde auch entsprechend kurz belichtet. (Wie jeder Hobbyfotograf nachvollziehen kann.)

Der folgende Rechengang verdeutlicht den Helligkeitsunterschied zwischen einem sternenübersähten Himmel und einer Taglichtaufnahme bei Sonnenschein:

Eine Aufnahme am Tag wird mit 100ISO Empfindlichkeit und einer Blende von 8 mit 1/125 sek Belichtungsdauer aufgenommen. Für die Abbildung des Sternenhimmels mit so vielen Sternen, wie sie das bloße, dunkeladaptierte Auge erkennen kann, bei einer Filmempfindlichkeit von 200ISO, einer Brennweite von 28mm f2,8 benötigt man rund 15sek Belichtungszeit. (Die Werte können leicht variieren)

Die Faktoren der unterschiedlichen Kameraeinstellungen belaufen sich wie folgt:

SO100 zu ISO200:2x
Blende 2,8 zu 8:8x ( 8 geteilt durch 2,8 zum Quadrat)
Belichtungszeit:1.900x

Diese multiplizieren sich in ihrer Wirkung. Insgesamt ergibt sich so ein unterschiedlicher Belichtungszeitfaktor von rund 30.000x !

Mittlerweile hat sich einer der Skeptiker hiervon „großzügig“ verabschiedet. Das Argument war ja auch zu dumm.

Weiter lesen: Licht und Schattenspiele

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