Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie https://www.astronomie.de/rss_newsticker.xml Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie de_DE Astronomie.de Sat, 26 Sep 2020 00:00:16 +0200 Sat, 26 Sep 2020 00:00:16 +0200 TYPO3 EXT:news news-5020 Sat, 19 Sep 2020 20:46:00 +0200 Erstmals Planet bei Weißem Zwergstern nachgewiesen https://www.astronomie.de/neuigkeiten/erstmals-planet-bei-weissem-zwergstern-nachgewiesen/ Jupitergroßer Begleiter umkreist seinen Stern in nur 34 Stunden. Der 81 Lichtjahre entfernte Weiße Zwergstern WD 1856+534 blinkt: Alle 34 Stunden verringert sich seine Helligkeit für acht Minuten um 56 Prozent. Ursache dafür ist ein jupitergroßer Planet, der den Weißen Zwerg auf einer extrem engen Umlaufbahn umkreist, wie die Beobachtungen eines internationalen Forscherteams zeigen. Es ist der erste Nachweis eines Planeten bei einem Weißen Zwerg – und die enge Umlaufbahn ist für die Wissenschaftler eine Überraschung. Denn Weiße Zwerge sind die Endstadien von Sternen ähnlich unserer Sonne. Wenn ihr Kernbrennstoff verbraucht ist, blähen sie sich zunächst...

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news-5019 Thu, 17 Sep 2020 20:39:00 +0200 Kosmologie: Galaxienhaufen sind zu klumpig https://www.astronomie.de/neuigkeiten/kosmologie-galaxienhaufen-sind-zu-klumpig/ Die geheimnisvolle Dunkle Materie ist in Galaxienhaufen erheblich ungleichmäßiger verteilt, als es Computersimulationen im Rahmen des kosmologischen Standardmodels vorhersagen. Das zeigt die Analyse von elf großen Galaxienhaufen durch ein... Die Wissenschaftler nutzten für ihre Untersuchung den „Gravitationslinseneffekt“, also die Ablenkung des Lichts weiter entfernter Galaxien an im Vordergrund liegenden Galaxienhaufen. Die sich daraus ergebenden Verzerrungen der Bilder der fernen Galaxien deuten auf mindestens zehn Mal mehr Verdichtungen in den Galaxienhaufen als theoretisch vorhergesagt, so die Astrophysiker im Fachblatt „Science“.

Ursache für diese Diskrepanz könnten...

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news-5013 Wed, 09 Sep 2020 21:35:00 +0200 Neue Rekorde bei Gravitationswellen https://www.astronomie.de/neuigkeiten/neue-rekorde-bei-gravitationswellen/ LIGO und Virgo registrieren Zusammenstoß ungewöhnlich großer Schwarzer Löcher. Die großen Detektoranlagen LIGO in den USA und Virgo in Italien haben am 21. Mai 2019 Gravitationswellen registriert, die in doppelter Hinsicht neue Rekorde aufstellen:... Mehr noch: Mit 142 Sonnenmassen ist das bei der kosmischen Katastrophe entstandene Schwarze Loch das bislang massereichste, dessen Entstehung Astrophysiker mit den Gravitationswellen-Detektoren beobachten konnten. Die beiden ursprünglichen Schwarzen Löcher besaßen die 66-fache und die 85-fache Masse der Sonne – und das stellt die Forscher vor ein Rätsel. Denn Schwarze Löcher mit einer Masse von 85 Sonnenmassen sollte es als Ergebnis normaler...

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news-5008 Sat, 29 Aug 2020 10:47:00 +0200 Woher die Erde ihr Wasser hat? https://www.astronomie.de/neuigkeiten/woher-die-erde-ihr-wasser-hat/ Die Lösung scheint einfacher als gedacht: Die Bausteine der Planetenentstehung enthielten erheblich mehr Wasser als vermutet. Die Erde ist im inneren Sonnensystem eine große Ausnahme: Es ist der einzige Planet mit einer großen Menge an Wasser an der... Ein französisches Forscherteam präsentiert auf diese seit Jahrzehnten unter Experten heftig umstrittene Frage jetzt eine erstaunlich einfache Antwort: Das Wasser war bereits in den felsigen Bausteinen enthalten, aus denen die Erde entstanden ist. Mehr als das Dreifache des Wassers aller irdischen Ozeane könnten diese Bausteine geliefert haben, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Science“.

„Das innere Sonnensystem war zu heiß, um Wasser...

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news-5003 Sun, 16 Aug 2020 20:17:00 +0200 Überraschend aktiver Zwergplanet https://www.astronomie.de/neuigkeiten/ueberraschend-aktiver-zwergplanet-1/ Raumsonde Dawn liefert Hinweise auf salzhaltigen Wasserozean unter der Oberfläche von Ceres. Der Zwergplanet Ceres besaß ursprünglich einen globalen Ozean – der sich teilweise dank eines hohen Salzgehalts bis heute unter der Oberfläche des... Im Zentrum des Kraters Occator dringt offenbar sogar bis in die heutige Zeit Salzwasser an die Oberfläche, berichten die an der Mission beteiligten Wissenschaftler in einer ganzen Serie von Veröffentlichungen in den Fachblättern „Nature Astronomy“, „Nature Geoscience“ und „Nature Communications“.

Ceres ist mit einem Äquatordurchmesser von 964 Kilometern das größte Objekt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Da er zwar deutlich...

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news-4998 Sun, 09 Aug 2020 09:14:00 +0200 Weltraummüll-Verfolgung bei Tageslicht https://www.astronomie.de/neuigkeiten/weltraummuell-verfolgung-bei-tageslicht/ Neues Verfahren erweitert die Möglichkeiten von Laser-Tracking-Stationen. Der Weltraum ist voller Müll – und dieser Müll bedroht Satelliten und Raumstationen. Deshalb überwacht insbesondere das US-amerikanische „Space Surveillance Network“ SSN... Bessere Daten liefert das Laser-Tracking, eine Peilung per Laserstrahl von der Erde aus – doch bislang funktioniert dieses Verfahren nur für kurze Zeit in der Dämmerung. Abhilfe bietet nun ein neues Verfahren, das Forscher aus Deutschland, Österreich und Spanien entwickelt haben: Es ermöglicht das Laser-Tracking auch bei Tageslicht und erweitert so die Möglichkeiten von Tracking-Stationen von 6 auf 22 Stunden pro Tag, wie das Team im Fachblatt...

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news-4994 Wed, 05 Aug 2020 15:27:00 +0200 Sonnenaktivität: Bessere Vorhersage für das Weltraumwetter https://www.astronomie.de/neuigkeiten/sonnenaktivitaet-bessere-vorhersage-fuer-das-weltraumwetter/ Physikalisches Modell erkennt bevorstehende Eruptionen. Sonneneruptionen und damit verbundene koronale Massenauswürfe können – wenn sie auf die Magnetosphäre der Erde treffen – schwerwiegende Folgen haben: Störungen der Telekommunikation,... Doch bislang ist die Vorhersage solcher Eruptionen schwierig und ungenau. Das könnte sich nun ändern: Ein Forscherteam aus Japan hat ein neues physikalisches Modell entwickelt, das bevorstehende Eruptionen und Massenauswürfe bis zu 24 Stunden im Voraus erkennt. Die Wissenschaftler haben ihr Modell erfolgreich anhand von Beobachtungsdaten des US-amerikanischen Forschungssatelliten „Solar Dynamics Observatory“ SDO getestet, wie sie im Fachblatt...

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news-4992 Thu, 30 Jul 2020 08:53:00 +0200 Aus dem Weltall zu Gast in Blaubeuren https://www.astronomie.de/neuigkeiten/aus-dem-weltall-zu-gast-in-blaubeuren/ Schwerster Steinmeteorit Deutschlands wird bis zum 25. Oktober 2020 im Urgeschichtlichen Museum ausgestellt Wer in Blaubeuren in der Erde gräbt, kann spannende Sachen finden: „Das einmalige weit verzweigte Höhlensystem unter dem Blautopf und die ältesten Kunstwerke der Welt haben wir in unserer Region schon entdeckt“, sagt Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold. „Und jetzt dieses Geschenk des Himmels!“ Gemeint ist der schwerste Steinmeteorit Deutschlands. 1989 von einem Blaubeurer in seinem Garten beim Ausheben eines Kabelgrabens gefunden, dann...

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news-4988 Sat, 25 Jul 2020 21:10:00 +0200 Ringlaser misst Erdrotation in Echtzeit https://www.astronomie.de/neuigkeiten/ringlaser-misst-erdrotation-in-echtzeit/ Einzigartiges Instrument liefert Basisdaten für Geologie und Astrophysik. Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München ist es erstmals gelungen, die Rotationsbewegung der Erde hochpräzise und in Echtzeit mit... Bei einem solchen Ringlaser bewegen sich jeweils zwei Laserstrahlen gegenläufig quasi im Kreis – genauer: entlang den Seiten eines gleichseitigen Dreiecks – und ermöglichen so Messungen von Drehbewegungen. Die in der Nähe von Fürstenfeldbruck gebaute Anlage ROMY besteht aus insgesamt vier tetraederförmig angeordneten Ringlasern mit jeweils zwölf Metern Armlänge. Damit lassen sich die Bewegungen der Erde in allen drei Dimensionen erfassen,...

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news-4984 Fri, 24 Jul 2020 07:55:00 +0200 Asteroidenschauer vor 800 Millionen Jahren https://www.astronomie.de/neuigkeiten/asteroidenschauer-vor-800-millionen-jahren/ Analyse von Mondkratern deutet auf erdgeschichtliche Katastrophe. Vor 800 Millionen Jahren zerbrach in unserem Sonnensystem ein etwa hundert Kilometer großer Asteroid und überschüttete Erde und Mond mit seinen Trümmerstücken. Darauf deutet die... Das heftige Bombardement könnte demnach auch der Auslöser für den Übergang in das erdgeschichtliche Zeitaltes des Cryogeniums gewesen sein, in dem ein großer Teil der Erde von Eis und Schnee bedeckt war. Die Analyse bestätige, dass solche Asteroidenschauer einen erheblichen Einfluss auf die Umweltbedingungen und die Entwicklung des Lebens auf der Erde gehabt haben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Communications“.

„Einschläge von...

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news-4980 Sat, 11 Jul 2020 12:49:00 +0200 Ein Sternstrom in der Sonnenumgebung https://www.astronomie.de/neuigkeiten/ein-sternstrom-in-der-sonnenumgebung/ Überreste einer Zwerggalaxie bestätigen Modell der Galaxienentstehung. In der Umgebung unseres Sonnensystems existiert ein Strom aus über 200 Sternen, bei dem es sich vermutlich um die Überreste einer in die Milchstraße eingedrungene Zwerggalaxie... Es ist das erste Mal, dass ein solcher Sternenstrom in der Scheibe der Milchstraße aufgespürt werden konnte. Die Entdeckung bestätige das Modell der Galaxienentstehung und -entwicklung durch Zusammenstöße und Kollisionen von Sternenansammlungen, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

„Im kosmologischen Standardmodell wachsen Galaxien an, indem sie kleinere Satellitengalaxien aufnehmen“, erläutern Lina Necib vom California...

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news-4977 Wed, 08 Jul 2020 15:54:00 +0200 Stern und Riesenplanet: Bewegung in einer Ebene https://www.astronomie.de/neuigkeiten/stern-und-riesenplanet-bewegung-in-einer-ebene/ Erstmalige Beobachtung der Ausrichtung erlaubt Rückschlüsse auf Planetenentstehung. Der Riesenplanet Beta Pictoris b bewegt sich nahezu exakt in der Äquatorebene seines Zentralsterns – also so, wie wir es auch bei den Planeten in unserem... Es ist das erste Mal, dass Astronomen der Nachweis einer solchen Ausrichtung bei einem Exoplaneten gelang, der sich auf einer weiten Umlaufbahn um seinen Stern befindet. Solche Beobachtungen erlauben Rückschlüsse auf die Entstehung von Planetensystemen, betonen die Wissenschaftler im Fachblatt „Astrophysical Journal“.

Astronomen gehen heute davon aus, dass Sterne und Planeten aus rotierenden Gaswolken entstehen, die sich durch die Schwerkraft...

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news-4972 Sun, 28 Jun 2020 15:54:00 +0200 Warme Geburt für kalten Zwergplaneten https://www.astronomie.de/neuigkeiten/warme-geburt-fuer-kalten-zwergplaneten/ Neues Entstehungsszenario erhöht Chancen für Leben auf Pluto und anderen Objekten im fernen Kuipergürtel. Der Zwergplanet Pluto könnte bereits seit seiner Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren einen Ozean aus Wasser unter seiner eisigen Oberfläche... Darauf deutet eine Analyse von Oberflächenstrukturen auf dem Himmelskörper durch US-amerikanische Forscher: Diese lassen sich unter der bisherigen Annahme einer „kalten Geburt“ von Pluto nicht erklären. Eine „warme Geburt“ des Zwergplaneten könnte auch die Entstehung von Leben in dem Ozean begünstigt haben, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Geoscience“.

„Bislang sind wir davon ausgegangen, dass Pluto aus kaltem Material entstanden...

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news-4969 Wed, 24 Jun 2020 11:19:00 +0200 Astronomen registrieren 38 Strahlungsausbrüche ein und derselben Quelle https://www.astronomie.de/neuigkeiten/astronomen-registrieren-38-strahlungsausbrueche-ein-und-derselben-quelle/ Sie verwirren Astronomen seit ihrer Entdeckung im Jahr 2007: Extrem kurze, aber sehr energiereiche Ausbrüche von Radiostrahlung, die völlig unregelmäßig aus fernen Galaxien zur Erde gelangen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam erstmals eine... „Bislang ist die Ursache der Radioblitze völlig unbekannt“, erläutern Dongzi Li von der University of Toronto und ihre Kollegen vom „Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment Fast Radio Burst Project“. Insgesamt verzeichnet die Fachliteratur bereits 51 unterschiedliche Erklärungsversuche, von denen die meisten auf Sternexplosionen oder Neutronensterne mit starken Magnetfelder basieren. Dachten die Astronomen zunächst, die Radioblitze wären...

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news-4967 Thu, 18 Jun 2020 10:22:00 +0200 Nahaufnahme zeigt Doppel-Proto-Sternsystem bei der Entstehung https://www.astronomie.de/neuigkeiten/nahaufnahme-zeigt-doppel-proto-sternsystem-bei-der-entstehung/ Hochauflösende Beobachtungen eines jungen Sternsystems offenbaren eindeutig ein Paar von Proto-Sternen im frühesten Entwicklungsstadium, die tief in die Quelle IRAS 16293-2422 der Ophiuchus-Molekülwolke eingebettet sind. Das Team unter der Leitung... Das System IRAS 16293-2422 ist eine der hellsten Sternentstehungsregionen in unserer Nachbarschaft. Es befindet sich in der Ophiuchus-Molekülwolke in einer Entfernung von etwa 460 Lichtjahren und wurde bereits eingehend untersucht, unter anderem weil sich hier zahlreiche komplexe organische Moleküle, die Bausteine präbiotischer Moleküle, durch ihre Emission zeigen. Bis jetzt war jedoch die detaillierte Quellen-Konfiguration in dieser Region...

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news-4965 Mon, 15 Jun 2020 00:00:00 +0200 Simulationen zeigen klimatischen Einfluss von Gesteinsstaub https://www.astronomie.de/neuigkeiten/simulationen-zeigen-klimatischen-einfluss-von-gesteinsstaub/ Auch außerhalb der klassischen habitablen Zone können Planeten lebensfreundlich sein – durch Gesteinsstaub. Das zeigen Klimamodelle von Exoplaneten, die jetzt ein Team britischer Astrophysiker präsentiert. Demnach kann der Staub Planeten bei anderen Sternen sowohl abkühlen als auch erwärmen und so den lebensfreundlichen Bereich um einen Stern vergrößern. Noch wichtiger: Bei Planeten mit gebundener Rotation sorgt Staub für einen Temperaturausgleich zwischen Tag- und Nachtseite. Die Forscher berichten im Fachblatt „Nature Communications“ über die Ergebnisse ihrer Simulationen.

Als habitabel oder lebensfreundlich sehen Astronomen jenen Bereich um...

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news-4958 Sun, 31 May 2020 12:07:00 +0200 Asteroideneinschlag schafft Lebensraum für Mikroben? https://www.astronomie.de/neuigkeiten/asteroideneinschlag-schafft-lebensraum-fuer-mikroben/ Der Einschlag eines Asteroiden im Norden der mexikanischen Halbinsel Yukatan vor 66 Millionen Jahren leitete das Aussterben der großen Dinosaurier ein – schuf aber zugleich Lebensraum für Mikroben. Das zeigt die Untersuchung eines unterseeischen... Über eine Million Jahre lang gab es demnach an der Einschlagstelle ein bis in eine Tiefe von 700 Metern reichendes hydrothermales System, in dem Mikroben florieren konnten. Auf ähnliche Weise, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Science Advances“, könnten Einschläge auf der jungen Erde die Entstehung von Leben gefördert haben.

Der 10 bis 15 Kilometer große Himmelskörper riss bei seinem Aufprall den noch heute sichtbaren, 180 Kilometer großen...

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news-4955 Fri, 29 May 2020 11:25:00 +0200 ALMA entdeckt funkelndes Herz der Milchstraße https://www.astronomie.de/neuigkeiten/alma-entdeckt-funkelndes-herz-der-milchstrasse/ Astronomen, die das Atacama Large Millimeter / Submillimeter Array (ALMA) verwendeten, fanden quasi-periodisches Flackern in Millimeterwellen vom Zentrum der Milchstraße, Sagittarius (Sgr) A *. Das Team interpretierte diese Blinzeln als Folge der... "Es ist bekannt, dass Sgr A * manchmal in Millimeterwellenlängen aufflammt", sagt Yuhei Iwata, der Hauptautor des in den Astrophysical Journal Letters veröffentlichten Papiers und Doktorand an der Keio University in Japan. „Dieses Mal haben wir mit ALMA hochwertige Daten zur Variation der Funkwellenintensität von Sgr A * über 10 Tage und 70 Minuten pro Tag erhalten. Dann haben wir zwei Trends gefunden: quasi-periodische Variationen mit einer...

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news-4954 Sun, 24 May 2020 10:47:00 +0200 Astronomen entdecken mit ALMA ungewöhnliches Sternsystem https://www.astronomie.de/neuigkeiten/astronomen-entdecken-mit-alma-ungewoehnliches-sternsystem/ Bereits im jungen Kosmos – 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall – gab es massereiche Scheibengalaxien. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Forscherteams mit der Radioteleskop-Anlage ALMA in Chile. Bislang gingen Astronomen davon aus, dass sich Scheibengalaxien wie unsere Milchstraße erst im Laufe der kosmischen Evolution hierarchisch durch die Verschmelzung kleinerer Sternsysteme gebildet haben. Das mit ALMA aufgespürte System sei aber offenbar durch die Einfall kühlen Gases entstanden, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“.

„In den traditionellen Modellen der Galaxienentstehung erwarten wir, dass sich massereiche Scheibengalaxien...

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news-4952 Wed, 20 May 2020 09:31:00 +0200 TRAPPIST-1 Planetenbahnen nicht falsch ausgerichtet https://www.astronomie.de/neuigkeiten/trappist-1-planetenbahnen-nicht-falsch-ausgerichtet/ Astronomen, die das Subaru-Teleskop verwenden, haben festgestellt, dass die erdähnlichen Planeten des TRAPPIST-1-Systems nicht wesentlich falsch mit der Rotation des Sterns ausgerichtet sind. Dies ist ein wichtiges Ergebnis für das Verständnis der... Sterne wie die Sonne sind nicht statisch, sondern drehen sich um eine Achse. Diese Drehung macht sich am deutlichsten bemerkbar, wenn sich Merkmale wie Sonnenflecken auf der Oberfläche des Sterns befinden. Im Sonnensystem sind die Umlaufbahnen aller Planeten auf 6 Grad mit der Rotation der Sonne ausgerichtet. In der Vergangenheit wurde angenommen, dass Planetenbahnen mit der Rotation des Sterns ausgerichtet sind, aber es gibt jetzt viele bekannte...

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news-4947 Wed, 13 May 2020 22:28:00 +0200 Zu viel Kohlenstoff im Mond https://www.astronomie.de/neuigkeiten/zu-viel-kohlenstoff-im-mond/ Von der Oberfläche des Mondes aus strömen unerwartet viele Kohlenstoff-Ionen ins All. Das zeigt eine neue Auswertung der Messungen der japanischen Raumsonde Kaguya, die in den Jahren 2007 bis 2009 den Erdtrabanten umkreist hat. Der Mond müsse demnach... „Seit Jahrzehnten sind wir davon überzeugt, dass der Mond kaum flüchtige Stoffe wie Kohlenstoff enthält – vor allem aufgrund der Analysen der von den Apollo-Missionen zur Erde gebrachten Gesteinsproben“, erläutern Shoichiro Yokota von der Universität Osaka und seine Kollegen. „Dieser Mangel an leichten Elementen ist zugleich eine der wesentlichen Begründungen für das Szenario des großen Einschlags für die Entstehung des Mondes.“ Denn das beim...

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news-4943 Fri, 08 May 2020 17:54:00 +0200 Forscherstreit um ein Schwarzes Loch https://www.astronomie.de/neuigkeiten/forscherstreit-um-ein-schwarzes-loch/ Seltsames Himmelobjekt könnte Einblick in die Entwicklung massereicher Sterne geben. Befindet sich 7000 Lichtjahre von der Erde entfernt ein Schwarzes Loch mit der 70-fachen Masse unserer Sonne? Das behauptete im vergangenen Jahr ein internationales... Doch die Behauptung zog sofort Kritik von Fachkollegen auf sich: Derart massereiche Schwarze Löcher sollte es aufgrund theoretischer Erwägungen in unserer Milchstraße nicht geben. Jetzt präsentieren belgische Astronomen im Fachblatt „Nature“ weitere Beobachtungen des seltsamen Himmelsobjekts – und zeigen, dass es sich als eher gewöhnlicher Doppelstern interpretieren lässt. Liu und seine Kollegen setzen sich – ebenfalls in „Nature“ – zur Wehr:...

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news-4942 Wed, 06 May 2020 17:46:00 +0200 Unsere Sonne tickt anders https://www.astronomie.de/neuigkeiten/unsere-sonne-tickt-anders/ Vergleichbare Sterne sind erheblich aktiver – die Frage ist: Warum? Sterne, die ansonsten in jeder Hinsicht unserer Sonne ähneln, zeigen im Mittel eine fünf Mal höhere Aktivität. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam auf Basis... Eine Erklärung für diesen Unterschied haben die Wissenschaftler bislang nicht. Sie halten es aber für denkbar, dass auch die Sonne Phasen mit erheblicher stärkerer Aktivität durchlaufen könnte, wie das Team im Fachblatt „Science“ schreibt.

Die Aktivität der Sonne manifestiert sich vor allem in dunklen Flecken auf ihrer Oberfläche, sowie in Strahlungsausbrüchen. Solche Ausbrüche können auch zum Auslöser geomagnetischer Stürme werden – mit...

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news-4940 Thu, 30 Apr 2020 16:49:00 +0200 TAMA300 Blazes Trail für verbesserte Gravitationswellenastronomie https://www.astronomie.de/neuigkeiten/tama300-blazes-trail-fuer-verbesserte-gravitationswellenastronomie/ Forscher des National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) haben die Infrastruktur des ehemaligen Gravitationswellendetektors TAMA300 in Mitaka, Tokio, genutzt, um eine neue Technik zur Reduzierung des Quantenrauschens in Detektoren zu... Als die Beobachtungen im Jahr 2000 begannen, war TAMA300 einer der weltweit ersten großen interferometrischen Gravitationswellendetektoren. Zu dieser Zeit hatte TAMA300 die weltweit höchste Empfindlichkeit und setzte eine Obergrenze für die Stärke von Gravitationswellensignalen. Die erste Erfassung der tatsächlichen Gravitationswellen erfolgte jedoch 15 Jahre später im Jahr 2015 durch LIGO. Seitdem hat sich die Detektortechnologie so weit...

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news-4937 Wed, 22 Apr 2020 21:04:00 +0200 ALMA enthüllt ungewöhnliche Zusammensetzung des interstellaren Kometen 2I / Borisov https://www.astronomie.de/neuigkeiten/alma-enthuellt-ungewoehnliche-zusammensetzung-des-interstellaren-kometen-2i-borisov/ Ein galaktischer Besucher betrat letztes Jahr unser Sonnensystem - der interstellare Komet 2I/Borisov. Als die Astronomen das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) am 15. und 16. Dezember 2019 auf den Kometen richteten, beobachteten sie... Die ALMA-Beobachtungen eines Teams internationaler Wissenschaftler unter der Leitung von Martin Cordiner und Stefanie Milam im Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, zeigten, dass das aus dem Kometen austretende Gas ungewöhnlich hohe Mengen an Kohlenmonoxid (CO) enthielt. Die CO-Konzentration ist höher als bei jedem Kometen innerhalb von 2 AE um die Sonne herum (innerhalb von weniger als 186 Millionen Meilen oder 300...

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news-4934 Sat, 11 Apr 2020 17:18:00 +0200 Starke Winde auf Braunen Zwergen https://www.astronomie.de/neuigkeiten/starke-winde-auf-braunen-zwergen/ Neue Methode zur Messung von Windgeschwindigkeiten auch für große Exoplaneten geeignet. Als Braune Zwerge bezeichnen Astronomen Himmelsobjekte, die bezüglich ihrer Masse zwischen Planeten und Sternen angesiedelt sind. Einem Forscherteam aus den USA und Großbritannien ist es jetzt mit einem neuen Verfahren erstmals gelungen, die Windgeschwindigkeit in der Atmosphäre eines Braunen Zwergs zu bestimmen: Sie ist mit 2400 Kilometern pro Stunde deutlich höher als bei Gasplaneten wie Jupiter. Die Methode könnte sich künftig auch bei großen Planeten bei anderen Sternen anwenden lassen, betonen die Wissenschaftler im Fachblatt „Science“.

„Die globale Bewegung einer...

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news-4929 Mon, 06 Apr 2020 17:10:00 +0200 Pulsarwindnebel wurden als mögliche Beschleuniger für kosmische Strahlen untersucht https://www.astronomie.de/neuigkeiten/pulsarwindnebel-wurden-als-moegliche-beschleuniger-fuer-kosmische-strahlen-untersucht/ Ein Riesenstern geht mit einem Knall: Wenn er stirbt, explodiert er in einer Supernova und hinterlässt eine diffuse Gas- und Staubwolke um seinen eigenen kleinen, kompakten Kern, oft in Form eines Neutronensterns. Ein Pulsar ist ein schnell rotierender Neutronenstern mit einem extrem starken Magnetfeld, das elektromagnetische Strahlung emittiert, während er sich dreht, wie ein interstellarer Leuchtturm. Einige Pulsare erzeugen auch einen starken Wind geladener Teilchen, was zu einer Art Nebel führt, der als "Pulsarwindnebel" bezeichnet wird.

Pulsarwindnebel könnten erklären, wie und wo geladene Teilchen, sogenannte kosmische Strahlen, auf ihre hohen...

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news-4928 Sun, 05 Apr 2020 08:30:00 +0200 Wasserdampf formte das Uranus-System https://www.astronomie.de/neuigkeiten/wasserdampf-formte-das-uranus-system/ Bisherige Modellierungen vernachlässigten rasche Verdampfung nach großem Einschlag. Sowohl die extreme Neigung der Rotationsachse des Planeten Uranus als auch das System seiner Monde lassen sich durch den Einschlag eines großen Himmelskörpers in der... Uranus ist der siebte Planet in unserem Sonnensystem und gilt als „Eisriese“: Er besteht zu einem großen Teil aus gefrorenem Wasser mit einem relativ kleinem Gesteinskern. Ungewöhnlich an dem Planeten ist die Lage seiner Rotationsachse – sie ist um 98 Grad geneigt und liegt damit nahezu in der Ebene seiner Umlaufbahn. Und auch die Umlaufbahnen der fünf großen Monde von Uranus sind entsprechend geneigt. Das deutet darauf hin, dass beides ein und...

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news-4925 Sun, 29 Mar 2020 17:36:00 +0200 ALMA zeigt Gas, das von jungen Jets aus dem supermassiven Schwarzen Loch getroffen wurde https://www.astronomie.de/neuigkeiten/alma-zeigt-gas-das-von-jungen-jets-aus-dem-supermassiven-schwarzen-loch-getroffen-wurde/ Mit dem Atacama Large Millimeter / Submillimeter Array (ALMA) erhielten Astronomen das erste aufgelöste Bild von gestörten Gaswolken in einer 11 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie. Das Team stellte fest, dass die Störung durch junge,... Es ist allgemein bekannt, dass Schwarze Löcher eine starke Anziehungskraft auf die umgebende Materie ausüben. Es ist jedoch weniger bekannt, dass einige Schwarze Löcher sich schnell bewegende Ströme ionisierter Materie aufweisen, die als Jets bezeichnet werden. In einigen nahe gelegenen Galaxien entwickelten sich Jets, die galaktische Gaswolken auseinander blasen, was zu einer unterdrückten Sternentstehung führt. Um die Entwicklung der Galaxien...

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news-4924 Fri, 27 Mar 2020 17:22:00 +0100 Dunkle Materie: Aus für sterile Neutrinos? https://www.astronomie.de/neuigkeiten/dunkle-materie-aus-fuer-sterile-neutrinos/ Astronomen suchen vergeblich nach Röntgenstrahlung hypothetischer Elementarteilchen. Die Dunkle Materie im Kosmos besteht offenbar nicht aus sterilen Neutrinos. Zu diesem Schluss kommt ein Team US-amerikanischer Astronomen, die im Halo unserer...  Mehrere Forschergruppen hatten in den vergangenen Jahren Röntgenstrahlung bei weit entfernten Galaxien aufgespürt, die zu sterilen Neutrinos passt. Doch die jetzt im Fachblatt „Science“ veröffentlichten Messergebnisse des US-Teams zeigen, dass die Strahlung nicht vom Zerfall Dunkler Materieteilchen stammen kann.

„Eine Vielzahl astrophysikalischer Beobachtungen zeigt, dass Dunkle Materie etwa 80 Prozent der Materie im Kosmos ausmacht“, erläutern...

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