Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie https://www.astronomie.de/rss_newsticker.xml Astronomie.de - Aktuelles aus der Astronomie de_DE Astronomie.de Fri, 15 Nov 2019 00:00:13 +0100 Fri, 15 Nov 2019 00:00:13 +0100 TYPO3 EXT:news news-4808 Fri, 08 Nov 2019 20:55:00 +0100 Gravitationslinse liefert Einblick in wichtige Phase der kosmischen Entwicklung https://www.astronomie.de/neuigkeiten/gravitationslinse-liefert-einblick-in-wichtige-phase-der-kosmischen-entwicklung/ Astronomen haben erstmals direkt beobachtet, wie die Strahlung der ersten Sterne im jungen Kosmos in den intergalaktischen Raum entfliehen und dort das Wasserstoffgas ionisieren konnte. Dabei kam ihnen ein kosmischer Zufall zur Hilfe: Die Forscher... Astronomen haben erstmals direkt beobachtet, wie die Strahlung der ersten Sterne im jungen Kosmos in den intergalaktischen Raum entfliehen und dort das Wasserstoffgas ionisieren konnte. Dabei kam ihnen ein kosmischer Zufall zur Hilfe: Die Forscher beobachten eine weit entfernte Galaxie durch eine Gravitationslinse, also einen Galaxienhaufen, der als Vergrößerungsglas fungiert. Die energiereiche ultraviolette Strahlung entstehender Sterne...

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news-4803 Tue, 05 Nov 2019 17:51:00 +0100 Weltweite Beobachtungen bestätigen den nahe gelegenen Exoplaneten Lensing https://www.astronomie.de/neuigkeiten/weltweite-beobachtungen-bestaetigen-den-nahe-gelegenen-exoplaneten-lensing/ Forscher, die Teleskope auf der ganzen Welt verwendeten, bestätigten und charakterisierten einen Exoplaneten, der einen nahe gelegenen Stern umkreist, durch ein seltenes Phänomen, das als Gravitationsmikrolinse bekannt ist. Der Exoplanet hat eine... Am 1. November 2017 berichtete der Amateurastronom Tadashi Kojima in der japanischen Präfektur Gunma über ein rätselhaftes neues Objekt im Sternbild Stier. Astronomen auf der ganzen Welt begannen mit Nachbeobachtungen und stellten fest, dass dies ein Beispiel für ein seltenes Ereignis ist, das als Gravitationsmikrolinsen bezeichnet wird. Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie sagt uns, dass die Schwerkraft den Raum verzerrt. Wenn ein...

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news-4798 Fri, 01 Nov 2019 09:58:00 +0100 Astronomen beobachten Kollision von vier Galaxienhaufen https://www.astronomie.de/neuigkeiten/astronomen-beobachten-kollision-von-vier-galaxienhaufen/ Drei Milliarden Lichtjahre von uns entfernt am Rand des Sternbilds Jagdhunde bildet sich eine der größten Strukturen im Kosmos: Dort stoßen gleich vier Galaxienhaufen zusammen, um zu einem Superhaufen zu verschmelzen. Das zeigen Beobachtungen eines...  

Galaxienhaufen sind die größten kosmischen Gebilde, die durch die Schwerkraft zusammengehalten werden. Sie bestehen aus mehreren Hundert oder gar Tausenden von Galaxien, sowie großen Mengen an Wasserstoffgas zwischen den Sternsystemen. Durch Zusammenstöße und Verschmelzungen können sich im Verlauf von Milliarden Jahren immer größere Galaxienhaufen und sogar extrem große Superhaufen bilden. Für solche Kollisionen gibt es am Himmel zahlreiche...

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news-4783 Sat, 19 Oct 2019 21:16:00 +0200 Interstellarer Komet: Fremd und doch vertraut https://www.astronomie.de/neuigkeiten/interstellarer-komet-fremd-und-doch-vertraut/ Astronomen haben zum zweiten Mal einen Himmelskörper aufgespürt, der aus dem interstellaren Raum in unser Sonnensystem eingedrungen ist. Während der erste interstellare Besucher „Oumuamua“ vor zwei Jahren insbesondere auf Grund seiner... „Die Existenz interstellarer Kometen, die in unser Sonnensystem eindringen, wurde seit Jahrzehnten vorhergesagt“, erläutern Piotr Guzik von der Universität Krakau in Polen und seine Kollegen. Die Entdeckung von „Oumuamua“ vor zwei Jahren war daher für sich genommen keine große Überraschung. Überraschend war für die Himmelsforscher jedoch, dass sich das Objekt nicht wie ein Komet verhielt – also in der Nähe der Sonne keinen Schweif ausbildete –...

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news-4778 Mon, 07 Oct 2019 17:41:40 +0200 Mars: Spuren austrocknender Teiche https://www.astronomie.de/neuigkeiten/mars-spuren-austrocknender-teiche/ Im Krater Gale auf dem Mars sind vor 3,3 bis 3,7 Milliarden Jahre extrem salzhaltige Teiche ausgetrocknet – vermutlich Überreste eines größeren Sees, der einst den Krater ausfüllte. Das zeigen Messungen des US-amerikanischen Robotfahrzeugs Curiosity,... „Salze sind eine Art geochemischer Fingerabdruck der Vergangenheit der von Seen auf der Erde hinterlassenen Becken“, erläutern Willliam Rapin vom California Institute of Technology und seine Kollegen. Deshalb sind die Forscher auch auf dem Mars sehr an den Spuren von Salzablagerungen interessiert. Solche Ablagerungen sind zwar seit langem durch Messungen aus der Marsumlaufbahn bekannt. Doch eine zeitliche Einordnung der damit verbundenen Prozesse...

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news-4773 Thu, 03 Oct 2019 17:43:00 +0200 Geburt eines Galaxienhaufens https://www.astronomie.de/neuigkeiten/geburt-eines-galaxienhaufens/ Bereits 800 Millionen Jahre nach dem Urknall formte sich ein großer Galaxienhaufen. Das zeigt die Entdeckung von zwölf nahe beieinander stehenden Galaxien durch ein internationales Forscherteam. Es handelt sich um den frühesten Proto-Galaxienhaufen,... Wie diese Galaxienhaufen entstehen, ist bislang ein ungelöstes Rätsel der Astronomie: Bilden sich zunächst gleichmäßig im Kosmos Galaxien, die dann sich erst später durch ihre Anziehungskraft in Haufen ansammeln? Oder entstehen Galaxienhaufen aus riesigen Verdichtungen des Wasserstoff-Gases im frühen Universum, in denen dann Teilbereiche zu einzelnen Galaxien kollabieren?

Um diese Fragen zu beantworten, suchen Astronomen mit den größten...

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news-4772 Tue, 01 Oct 2019 17:41:00 +0200 Kleiner Stern, großer Planet https://www.astronomie.de/neuigkeiten/kleiner-stern-grosser-planet/ ie Entdeckung eines Planeten, der einen anderen Stern umkreist, sorgt heute kaum mehr für Aufregung. Denn immerhin schon knapp 4000 solcher „Exoplaneten“ kennen Astronomen inzwischen. Der jetzt von einem internationalen Forscherteam gemeldete... Die Standardtheorie der Planetenentstehung nennt sich „Kern-Akkretion“, denn in diesem Modell bilden sich in rotierenden Scheiben aus Gas und Staub um junge Sterne zunächst Planetenkerne aus zu Gestein verdichtetem Staub. Diese Planetenkerne sammeln dann mit ihrer Anziehungskraft Gas aus der Umgebung ein, „Akkretion“ nennen die Astronomen diesen Vorgang. Je nachdem, wie viel Gas in der Umgebung vorhanden ist, bilden sich entweder erdähnliche...

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news-4763 Tue, 17 Sep 2019 16:14:40 +0200 Rekord-Doppelstern bestätigt Einstein https://www.astronomie.de/neuigkeiten/rekord-doppelstern-bestaetigt-einstein/ Es ist ein neuer Rekord: 7600 Lichtjahre von der Erde entfernt umkreisen sich zwei Weiße Zwergsterne mit einer Umlaufzeit von nur 6,9 Minuten. ZTF J1539+5027, so die Katalogbezeichnung des astronomischen Objekts, ist damit der bislang schnellste... „Die Allgemeine Relativitätstheorie sagt voraus, dass Doppelsterne mit sehr kurzen Umlaufzeiten eine große Menge an Gravitationswellen aussenden“, erläutern Kevin Burdge vom California Institute of Technology und seine Kollegen. Dadurch verliert das System Bahnenergie – die Sterne bewegen sich spiralförmig aufeinander zu, um in einigen Millionen Jahren zusammenzustoßen. Diese Veränderung der Umlaufbahn von ZTF J1539+5027 konnte das Team nach der...

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news-4757 Tue, 17 Sep 2019 16:06:29 +0200 Sind die Saturnringe wirklich jung? https://www.astronomie.de/neuigkeiten/sind-die-saturnringe-wirklich-jung/ Die Saturnringe sind mit zehn bis hundert Millionen Jahren viel jünger ist als der Planet selbst – diese These sorgte Anfang des Jahres weltweit für Aufsehen. Jetzt widersprechen Forscher aus Frankreich und den USA dieser Interpretation der von der... „Das Alter der Ringe wurde – daran möchten wir erinnern – keineswegs gemessen“, stellen Arélien Crida von der Sternwarte Côte d’Azur und seine Kollegen klar. Vielmehr handele es sich um eine anhand theoretischer Überlegungen aus den Cassini-Daten gezogene Schlussfolgerung. Dabei spiele, wir die Forscher ausführen, insbesondere die Verschmutzung der Ringe durch kosmischen Staub und Mikrometeoriten eine entscheidende Rolle: Diesen Prozess sollte...

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news-4756 Wed, 11 Sep 2019 16:04:00 +0200 Wasserdampf in der Atmosphäre eines (fast) erdähnlichen Planeten https://www.astronomie.de/neuigkeiten/wasserdampf-in-der-atmosphaere-eines-fast-erdaehnlichen-planeten/ Ein Forscherteam aus Großbritannien hat mithilfe spektroskopischer Untersuchungen mit dem Weltraumteleskop Hubble erstmals Wasser in der Atmosphäre eines Planeten nachgewiesen, der seine Bahn in der lebensfreundlichen Zone eines Sterns zieht. Damit... „Für wohltemperierte, erdähnliche Planeten ist das Vorhandensein von Wasser ein wichtiger Indikator für lebensfreundliche Bedingungen“, erläutern Angelos Tsiaras vom University College London und seine Kollegen. „Doch da sie klein und relativ kühl sind, ist ihre Beobachtung eine große Herausforderung. Deshalb gab es bislang keine spektroskopischen Informationen für solche Planeten.“ Wasserdampf konnte bislang lediglich in den Atmosphären großer...

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news-4754 Mon, 09 Sep 2019 16:01:00 +0200 Stickstoff-Explosionen auf Titan https://www.astronomie.de/neuigkeiten/stickstoff-explosionen-auf-titan/ Auf dem Saturnmond Titan hat es vor vielen Millionen Jahren möglicherweise gewaltige Stickstoff-Explosionen gegeben. In den dadurch entstandenen kraterähnlichen Vertiefungen konnte sich dann später flüssiges Methan ansammeln und so einen Teil der... „Titan ist außer der Erde der einzige Körper im Sonnensystem mit dauerhaften Seen auf seiner Oberfläche“, schreiben Giuseppe Mitri von der Università d’Annunzio im italienischen Pescara und seine Kollegen. „Etwa 650 Seen finden sich den Polarregionen, die meisten davon am nördlichen Pol.“ Im Gegensatz zur Erde sind diese Seen jedoch nicht mit Wasser gefüllt, sondern bei einer Durchschnitttemperatur von minus 180 Grad Celsius hauptsächlich mit...

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news-4755 Thu, 05 Sep 2019 16:03:00 +0200 Taumelnder Neutronenstern https://www.astronomie.de/neuigkeiten/taumelnder-neutronenstern/ Einstein hat wieder einmal recht: Der Pulsar PSR J1906+0746 ändert seine Rotationsrichtung gerade so, wie es die Allgemeine Relativitätstheorie vorhersagt. Das zeigen Radiobeobachtungen, über die ein internationales Forscherteam jetzt im Fachblatt... „Pulsare in Doppelsystemen werden durch relativistische Effekte beeinflusst“, erläutern Gregory Desvignes vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und seine Kollegen. „Das führt zur Präzession der Rotationsachse des Pulsars. Damit ändert sich die Geometrie der Beobachtungssituation – und das lässt sich durch Beobachtungen überprüfen.“ Das Team hat deshalb PSR J1906+0746 über ein Jahrzehnt lang mit dem Arecibo-Radioteleskop in Puerto...

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news-4759 Mon, 26 Aug 2019 16:09:00 +0200 Heiße Jupiter: Nachts stark bewölkt https://www.astronomie.de/neuigkeiten/heisse-jupiter-nachts-stark-bewoelkt/ Riesenplaneten auf sehr engen Umlaufbahnen um ihre Sterne – von den Astronomen als „heiße Jupiter“ bezeichnet – weisen auf ihrer Nachtseite eine nahezu einheitliche Temperatur um 800 Grad Celsius auf. Das zeigt die Untersuchung von insgesamt zwölf... „Heiße Jupiter haben vermutlich stets eine gebundene Rotation, zeigen ihrem Stern also stets die gleiche Seite“, erläutern Dylan Keating, Nicolas Cowan und Lisa Deng von der McGill University in Montréal. Dadurch heizt sich die Tagesseite stark auf, wobei die Gleichgewichtstemperatur von der Strahlung des Sterns auf Höhe der Umlaufbahn des Planeten abhängt. Dieser Zusammenhang lässt sich in den Beobachtungsdaten auch eindeutig nachweisen: Die...

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news-4761 Mon, 19 Aug 2019 16:12:00 +0200 Erdähnlicher Planet ohne Atmosphäre https://www.astronomie.de/neuigkeiten/erdaehnlicher-planet-ohne-atmosphaere/ Der 50 Lichtjahre entfernte, erdähnliche Exoplanet LHS 3844b besitzt keine Atmosphäre. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam auf der Basis von insgesamt einhundert Stunden Beobachtungen mit dem Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer,... „Die meisten bislang entdeckten erdähnlichen Gesteinsplaneten ziehen ihre Bahn um Rote Zwergsterne“, erläutern Laura Kreidberg vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in den USA und ihre Kollegen. Das macht diese Systeme besonders interessant für die Suche nach Leben auf Planeten bei anderen Sternen. Doch bislang ist umstritten, ob Rote Zwerge eine geeignete Umgebung für die Entstehung und Entwicklung von Leben bieten können. Denn solche...

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news-4758 Wed, 14 Aug 2019 16:07:00 +0200 Jupiters weicher Kern https://www.astronomie.de/neuigkeiten/jupiters-weicher-kern/ Der Riesenplanet Jupiter hat keinen harten Kern aus Gestein, sondern eine weichen Kern, bei dem sich das Gestein mit dem flüssigen Wasserstoff und Helium des inneren Mantels vermischt hat. Das zeigen Messungen der US-amerikanischen Raumsonde Juno.... „Der verdünnte Kern Jupiters und die Anreicherung seines inneren Mantels mit schweren Elementen stellt das Standardmodell der Planetenentstehung vor Probleme“, stellen Shang-Fei Liu von der Sun Yat-sen Universität im chinesischen Zhuhai und seine Kollegen fest. Denn danach bildet sich zunächst ein fester, harter Kern aus schweren Elementen und danach der Mantel und die Hülle aus den leichten Elementen Wasserstoff und Helium. Mithilfe von...

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news-4760 Wed, 07 Aug 2019 16:11:00 +0200 Aufgespürt: Große Galaxien im jungen Kosmos https://www.astronomie.de/neuigkeiten/aufgespuert-grosse-galaxien-im-jungen-kosmos/ Wann sind die größten Galaxien im Kosmos entstanden? Auf diese Frage hat jetzt ein internationales Forscherteam mithilfe der Radioteleskop-Anlage ALMA in Chile eine Antwort gefunden: Bereits in den ersten zwei Milliarden Jahren nach dem Urknall.... „Es ist das erste Mal, dass wir die Existenz einer solchen großen Population massereicher Galaxien bereits während der ersten zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren nachweisen konnten“, erklärt Kotaro Kohno von der Universität Tokyo, einer der beteiligten Forscher. „Dieser Nachweis steht im Widerspruch zu den derzeitigen Modellen für die Entstehung von Strukturen im jungen Kosmos. Das wird uns dabei helfen, bislang...

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news-4762 Thu, 01 Aug 2019 16:13:00 +0200 Pulsierende Sterne offenbaren galaktische Struktur https://www.astronomie.de/neuigkeiten/pulsierende-sterne-offenbaren-galaktische-struktur/ Die dünne Scheibe unserer Milchstraße ist s-förmig verbogen. Das zeigt eine dreidimensionale Kartierung der Galaxis durch ein Forscherteam aus Polen, Großbritannien und den USA. Die Astronomen konnten diese bislang genaueste Karte der Milchstraße... „Unsere Karte zeigt, dass die Scheibe der Milchstraße nicht flach ist, sondern verbogen und verdreht“, erklärt Przemek Mroz von der Sternwarte der Universität Warschau. „Damit ist es uns erstmalig gelungen, diese Deformation mithilfe individueller Objekte in drei Dimensionen zu zeigen.“ Zwar gab es bereits zuvor Hinweise darauf, dass die Scheibe der Milchstraße verbogen ist. Doch diese Indizien waren indirekter Natur oder basierten auf Analogien...

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news-4738 Tue, 23 Jul 2019 19:28:38 +0200 Kollision in der Frühgeschichte der Milchstraße https://www.astronomie.de/neuigkeiten/kollision-in-der-fruehgeschichte-der-milchstrasse/ Die Entwicklung unserer Milchstraße wurde entscheidend durch eine gewaltige kosmische Katastrophe geprägt: Vor zehn Milliarden Jahren stieß die Ur-Galaxis mit einer weiteren Galaxie zusammen, die etwa ein Viertel der Masse der Milchstraße enthielt.... „Um die Entstehung und die Entwicklung einer Galaxie zu verstehen, müssen wir genaue Informationen über das Alter ihrer Sterne besitzen“, erläutern Carme Gallart vom Institut für Astrophysik auf der kanarischen Insel Teneriffa und ihre Kollegen. Doch um die Altersverteilung der Sterne zu ermitteln, müssen wiederum ihre Entfernungen genau bekannt sein. Genau diese Daten hat nun Gaia geliefert, der Astrometrie-Satellit der europäischen...

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news-4718 Mon, 17 Jun 2019 18:04:00 +0200 Der Dunklen Energie auf der Spur https://www.astronomie.de/neuigkeiten/der-dunklen-energie-auf-der-spur/ Unser Kosmos enthält überwiegend unsichtbare Komponenten: Die sichtbare Materie, aus der Sterne, Planeten und wir Menschen bestehen, macht lediglich 4,6 Prozent aus – 24 Prozent fallen auf die Dunkle Materie und der Löwenanteil von 71,4 Prozent auf... „Die Kombination mehrerer Beobachtungsgrößen gilt seit langem als mächtiges Verfahren zur Bestimmung kosmologischer Parameter, insbesondere auch der Dunklen Energie“, begründet das internationale Forscherteam den Ansatz des „Dark Energy Survey“. Im Rahmen des DES bestimmen die Forscher die Lichtkurven von Supernovae, die Größe akustischer Schwingungen der baryonischen Materie im Kosmos, den schwachen Gravitationslinseneffekt durch großräumige...

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news-4717 Sat, 15 Jun 2019 18:01:00 +0200 Thule: Uralt und unverändert https://www.astronomie.de/neuigkeiten/thule-uralt-und-unveraendert/ Das etwa 30 Kilometer große Kuipergürtel-Objekt 2014 MU69 – informell „Ultima Thule“ getauft – ist ein seit 4,5 Milliarden Jahren nahezu unverändert gebliebenes Relikt aus der Entstehungszeit des Sonnensystems. Der Himmelskörper ist vermutlich durch... Das etwa 30 Kilometer große Kuipergürtel-Objekt 2014 MU69 – informell „Ultima Thule“ getauft – ist ein seit 4,5 Milliarden Jahren nahezu unverändert gebliebenes Relikt aus der Entstehungszeit des Sonnensystems. Der Himmelskörper ist vermutlich durch die langsame Zusammenballung kleinerer Gesteinsbrocken entstanden. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam nach einer ersten Analyse der von der US-amerikanischen Sonde „New Horizons“...

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news-4716 Thu, 13 Jun 2019 17:57:00 +0200 Frisches Ammoniak auf Pluto https://www.astronomie.de/neuigkeiten/frisches-ammoniak-auf-pluto/ Auf der Oberfläche des Zwergplaneten Pluto gibt es Ammoniak. Das zeigt die Analyse der von der US-amerikanischen Raumsonde New Horizons zur Erde gesendeten Spektraldaten durch ein internationales Forscherteam. Die Substanz ließ sich insbesondere im... New Horizons hatte Pluto und seine Monde im Juli 2015 passiert und spektakuläre Bilder und Daten zur Erde übermittelt. Zur Überraschung der Forscher entpuppte sich die ferne Eiswelt als überaus vielfältiger Himmelskörper. Die Oberfläche des eisigen Zwergplaneten zeigt höchst unterschiedliche Landschaftsformen von flachen Ebenen bis zu Gebirgszügen, die sich nicht nur bezüglich Bodenbeschaffenheit und chemischer Zusammensetzung, sondern auch...

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news-4737 Wed, 12 Jun 2019 19:26:00 +0200 Hubble-Beobachtungen liefern neue Erkenntnisse über den Ozean auf dem Jupitermond https://www.astronomie.de/neuigkeiten/hubble-beobachtungen-liefern-neue-erkenntnisse-ueber-den-ozean-auf-dem-jupitermond/ Auf der Oberfläche des Jupitermonds Europa gibt es Kochsalz. Das zeigen Beobachtungen US-amerikanischer Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble. Da sich die Natriumchlorid-Ablagerungen in jungen, chaotischen Terrains finden, stammt das Kochsalz... Europa ist mit einem Durchmesser von 3121 Kilometern der kleinste der vier großen galiläischen Jupitermonde. Seine Oberfläche ist von einer 80 bis 170 Kilometer dicken Kruste aus Wassereis bedeckt, darunter befindet sich vermutlich ein etwa 100 Kilometer tiefer Ozean. Das Wasser bleibt trotz der großen Entfernung des Jupiter-Systems von der Sonne flüssig, weil der Mond von den Gezeitenkräften des großen Planeten förmlich durchgewalkt und ihm...

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news-4715 Tue, 11 Jun 2019 17:55:07 +0200 Magnetfelder zwischen Galaxienhaufen MIT BILD https://www.astronomie.de/neuigkeiten/magnetfelder-zwischen-galaxienhaufen-mit-bild/ Die beiden 900 Millionen Lichtjahre von uns entfernten und 10 Millionen Lichtjahre auseinander liegenden Galaxienhaufen Abell 0399 und Abell 0401 sind nicht nur durch eine filamentartige Materiebrücke, sondern auch durch Magnetfelder und Ströme von... Galaxienhaufen sind die größten bekannten Strukturen im Kosmos – sie können aus vielen tausend Galaxien bestehen. Verbunden sind diese Ansammlungen durch die Filamente, langgestreckte Strukturen aus Dunkler Materie, Gas und einigen wenigen Galaxien. Die Galaxienhaufen befinden sich gewissermaßen an den Knotenpunkten eines kosmischen Netzes aus Filamenten. Doch dieses Netz ist nicht statisch: Durch die gegenseitigen Anziehungskräfte können sich...

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news-4693 Thu, 09 May 2019 17:25:00 +0200 Magmaozean beeinflusste Mondentstehung https://www.astronomie.de/neuigkeiten/magmaozean-beeinflusste-mondentstehung/ Bei der Entstehung des Mondes war unsere Erde noch von einem Ozean aus flüssigem Magma bedeckt. Zu diesem Schluss kommt jetzt ein Forscherteam aus Japan. Wie die Computersimulationen der Wissenschaftler zeigen, verdampft der Einschlag eines...  

„Jedes Modell für die Entstehung des Mondes muss sowohl die chemischen als auch die mechanischen Charakteristika des Erde-Mond-Systems erklären“, schreiben Natsuki Hosono vom Institut für Geowissenschaften in Yokohama und seine Kollegen. Das klassische, derzeit von den meisten Forschern favorisierte Konzept eines unter flachem Winkel erfolgten Einschlags eines etwa marsgroßen Körpers vermag zwar den hohen Drehimpuls des Mondes und das Fehlen...

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news-4684 Tue, 30 Apr 2019 14:48:00 +0200 Das einfachste Molekül des Universums https://www.astronomie.de/neuigkeiten/das-einfachste-molekuel-des-universums/ In einer etwa 3000 Lichtjahre entfernten Gaswolke gibt es Heliumhydrid. Das zeigen extrem genaue Spektren, die ein internationales Forscherteam mithilfe des fliegenden Observatoriums SOFIA von dem Planetarischen Nebel aufgenommen hat. Das Ion...  

„Die Chemie im Universum begann mit Heliumhydrid. Das Fehlen eines Nachweises dieses Moleküls im interstellaren Raum hat die Astronomie seit langem vor ein Dilemma gestellt“, sagt Rolf Güsten vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Als nach dem heißen Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren die Temperatur im Kosmos auf unter 4000 Kelvin gefallen war, konnten sich zunächst neutrale Helium-Atomen bilden, die dann mit dem noch ionisierten...

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news-4683 Mon, 29 Apr 2019 00:00:00 +0200 Neues von den Seen auf Titan https://www.astronomie.de/neuigkeiten/neues-von-den-seen-auf-titan/ Die Methan-Seen an den Polen des größten Saturnmondes Titan verändern sich nicht nur im Verlauf der Jahreszeiten auf dem Himmelskörper, sondern unterliegen auch einem längerfristigen Klimawandel. Das zeigen jetzt im Fachblatt „Nature Astronomy“...  

Der Saturnmond Titan ist neben der Erde der einzige Himmelskörper im Sonnensystem, auf dessen Oberfläche es permanent Flüssigkeitsansammlungen gibt – und auf dem ein Flüssigkeitszyklus mit Verdampfung, Niederschlägen, Flüssen und Seen existiert. Im Gegensatz zur Erde handelt es sich bei der Flüssigkeit auf der Oberfläche von Titan allerdings nicht um Wasser, sondern um flüssige Kohlenwasserstoffe, hauptsächlich Methan. Denn aufgrund seiner...

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news-4682 Sun, 28 Apr 2019 14:46:00 +0200 Mars: Das Methan-Rätsel https://www.astronomie.de/neuigkeiten/mars-das-methan-raetsel/ Keinerlei Spuren von Methan in der Atmosphäre des Planeten Mars – das ist das überraschende Ergebnis von Messungen des europäischen ExoMars Trace Gas Orbiters, der seit Oktober 2016 den Roten Planeten umkreist. Überraschend vor allem deshalb, weil...  

Methan ist für die Planetenforscher von besonderem Interesse, weil das Gas sowohl durch geologische als auch durch biologische Prozesse entstehen kann. Auf der Erde stammen 95 Prozent des atmosphärischen Methans von biologischen Vorgängen. Sowohl Beobachtungen mit irdischen Teleskopen als auch Messungen der europäischen Sonde Mars Express hatten in den Jahren 2003 und 2004 erste Hinweise auf Methan in der Mars-Atmosphäre geliefert. Auch wenn...

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news-4681 Sat, 27 Apr 2019 14:45:00 +0200 Saturn: Kleine Monde bestehen aus Ringmaterie https://www.astronomie.de/neuigkeiten/saturn-kleine-monde-bestehen-aus-ringmaterie/ Die mysteriösen „Ringmonde“ des Saturn sind offenbar hauptsächlich aus Materie der Ringe des Planeten entstanden. Das zeigen Beobachtungen und Messungen der US-amerikanischen Raumsonde Cassini, die zwischen Dezember 2016 und April 2017 nahe an den... Insgesamt kennen die Forscher bislang 62 Monde des Planeten Saturn. Sechs davon werden als „Ringmonde“ bezeichnet, weil sie ihre Bahnen innerhalb des Ringsystems ziehen: Der nur 9 Kilometer große Daphnis kreist in der Keeler-Lücke, der 28 Kilometer große Pan in der Encke-Lücke des hellen Hauptrings. Knapp außerhalb dieses A-Rings zieht der 30 Kilometer große Atlas seine Bahn, während sich Pandora (82 Kilometer), Prometheus (86 Kilometer), Janus...

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news-4680 Fri, 26 Apr 2019 14:43:18 +0200 Sternwinde produzieren hochenergetische kosmische Strahlung https://www.astronomie.de/neuigkeiten/sternwinde-produzieren-hochenergetische-kosmische-strahlung/ Nicht Sternexplosionen, Neutronensterne und Schwarze Löcher, sondern die Winde junger, massereicher Sterne produzieren die hochenergetische kosmische Strahlung. Zu diesem Schluss gelangen Forscher aus Irland, Deutschland und Spanien durch die Analyse... img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/28514e56f80146258a4c85b89be4f534" width="1" height="1" alt=""> Als kosmische Strahlung bezeichnen Astrophysiker den permanenten Strom energiereicher Teilchen – vor allem Protonen –, die aus dem Weltall auf die Atmosphäre der Erde treffen. Während die Teilchen mit geringen Energien überwiegend von unserer Sonne stammen, herrscht über den Ursprung der hochenergetischen Teilchen mit Energien bis hin zu...

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news-4662 Thu, 21 Mar 2019 17:08:02 +0100 Geröllhalden im All https://www.astronomie.de/neuigkeiten/geroellhalden-im-all/ Gleich zwei kleine Asteroiden werden derzeit von Raumsonden intensiv unter die Lupe genommen: Bereits am 27. Juni 2018 traf die japanische Mission Hayabusa-2 bei dem 900 Meter großen Himmelskörper Ryugu ein, am 3. Dezember 2018 erreichte die... „Dank dieser beiden parallel durchgeführten Missionen können wir der Frage nachgehen, wie diese beiden Asteroiden entstanden sind“, erläutert Seiji Sugita von der Universität Tokio, wissenschaftlicher Leiter der Hayabusa-Mission. „Von ihrer Entstehungsgeschichte her könnten Bennu und Ryugu zwar Geschwister sein. Gleichwohl zeigen sie eine Reihe überraschender Unterschiede. Hier sind offenbar mysteriöse astronomische Prozesse am Werk gewesen, die...

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