Der Synchronmotorantrieb

von Wolfgang Paech

Elektrisch ansteuerbare Montierungen - zur Kompensation der Erddrehung und für Korrekturbewegungen verfügen - zumindest in der Rektaszensionsachse - über ein Schneckengetriebe, an welches ein Motor angekoppelt ist. Im simpelsten Falls ist dies ein sogenannter Synchronmotor. Das sind im allgemeinen 220 Volt Wechselspannungsmotoren (es gibt auch Niderspannunsversionen), die, wenn sie über eine konstante Frequenz und Spannung betrieben werden eine hohe Drehzahlkonstanz haben (Plattenspielermotore waren und sind Synchronmotore). Die Drehzahlvariation von Synchronmotoren ist sehr gering, das bedeutet, diese Motoren können nicht im Schnelllauf zum Positionieren eingesetzt werden.

Über eine Änderung der Ansteuerfrequenz kann man - zu Korrekturbewegungen - den Motor ein wenig langsamer oder schneller drehen lassen.

Synchronmotorantriebe sind simpel aufgebaut, robust und waren lange Zeit die Antriebssteuerung. Heute gibt es meines Wissens nach nur noch eine Montierung, die mit Synchronmotoren arbeitet. Dies sind die Siberia Montierungen aus Russland, die u.a. über die Firma Baader Planetarium importiert werden.

Siberia Teleskope (manchmal werden sie auch unter der Bezeichnung TAL angeboten) sind komplette und preiswerte Teleskopsysteme, die auf einer deutschen Montierung (allerdings ohne Polsucherfernrohr) geliefert werden. In den Diskussionsforen von astronomie finden Sie viele Einträge und Erfahrungsberichte von Siberia Besitzern.

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