Das Stativ für die Montierung

von Wolfgang Paech

Ein letzter Punkt für die Stabiltität eines Teleskopsystems ist das, die Montierung tragende, Stativ . Auch das Stativ spielt für Schwingungsanfälligkeit und Stabilität der gesamten Teleskopkonfiguration eine - im wahrsten Sinn des Wortes - tragende Rolle. Auch hier schneiden die Stative der Billigteleskope oft sehr schlecht ab. Diese Stative sind weit davon entfernt verwindungssteiff genannt werden zu können. Sie "klappern und schlottern" bei jedem leichtesten Windhauch und übertragen diese Schwingungen auf das Teleskop. Von mittlerer bis guter Qualität sind die den meisten Montierungen der mittleren Preisklasse mitgelieferten Aluminiumstative. Ihr Vorteil: sie sind extrem leicht und relativ verwindungssteiff. Höchste Stabilität, Verwindungssteiffigkeit und Schwingungsarmut bieten aber immer noch gute, professionelle Holzstative. Ihr Nachteil: sie sind schwer. Aber nicht umsonst wird in der Vermessungstechnik (z.B. bei Theodolithenmessungen) immer noch auf Holzstative gesetzt (auf den Flohmärkten ist hier oft ein Schnäppchen zu machen). In der Höhe einstellbare Stative sollten nur so hoch aufgestellt werden, wie es für die Instrumentengröße nötig und den Beobachten bequem ist. Je flacher das Instrument steht, desto stabiler ist es.

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